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Kein Versorgungsengpass trotz Dunkelflaute

08.06.2017

Fraunhofer IWES hat europäische Wetterdaten von sieben Jahren ausgewertet.

Am 24. Januar 2017 produzierten die Windenergie- und Solaranlagen in Deutschland nur wenig Strom. Die sogenannte Dunkelflaute wird allgemeinhin als Gefahr für eine auf erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung wahrgenommen. Die tatsächlichen Wirkungen wurden nun vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IWES) anhand von europäischen Wetterdaten aus sieben Jahren untersucht. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass die Stromversorgung auch bei einer erneuerbaren Vollversorgung in Europa, hauptsächlich auf Windenergie und Photovoltaik basierend, sicher funktioniert.

Die Forscher setzten dabei einen grenzüberschreitenden Kraftwerks- und Speichereinsatz über das gemeinsame europäische Verbundnetz voraus. Genauso ist eine Kopplung des Stromsektors mit flexiblen Stromverbrauchern im Wärme- und Transportsektor notwendig, zum Beispiel Batteriespeichern in Fahrzeugen.
Dunkelflauten kamen in den untersuchten sieben Wetterjahren (2006 bis 2012) nur zweimal vor und dauerten von drei bis vier Stunden. Auch bei einer doppelten Dauer, also sieben Stunden ohne Unterbrechung, kann die Versorgung mit Gasturbinenkraftwerken sichergestellt werden.

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