Fachagentur Windenergie
Newsletter der Fachagentur Windenergie an Land e.V.
02/2017 - Ausgabe April

Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

wir freuen uns sehr, Sie mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie an Land informieren zu können.

In dieser Ausgabe lesen Sie folgende Beiträge:

Vorwort

Muster als Gestaltungswerkzeug

MaStRV veröffentlicht

Neuigkeiten unserer Mitglieder

In eigener Sache

Publikationen der FA Wind

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Unterwegs

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

© Holger Bedurke, 2014

jeder Tag des Jahres ist ein Tag für die Umwelt. Aber nur der 22. April 2017 ist Earth Day. Ein Widerspruch?

Der 22. April war der diesjährige Earth Day, ein Tag, an dem weltweit Umweltaktivisten zu Aktionen aufrufen. Dieser Tag geht zurück auf das Jahr 1970 und hatte seine Wurzeln in dem Verlangen nach besseren Umwelt- und Gesundheitsgesetzen in den USA.

Über 40 Jahre später ist die Notwendigkeit, Mensch und Natur zu schützen sicher nicht geringer geworden. Allein die Entwicklung der Bevölkerung der Erde ist beeindruckend. Seit 1970 hat sie sich von 3,63 Milliarden auf 7,51 Milliarden mehr als verdoppelt. Die Versorgung so vieler Menschen mit sauberem Wasser, gesunder Nahrung, lebenswertem Wohnraum, Bildung und Arbeit ist eine ständige Herausforderung.

So sind wir als Gesellschaft gefordert, uns diesen Herausforderungen auf allen Kontinenten, in allen Staaten zu stellen. Nichts anderes ist in den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen zum Ausdruck gebracht. Goal Nummer 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (Climate Action) ist die wohl eindringlichste Vorlage für die Energiewende - auch in Deutschland.

Nachdem mit dem Pariser Klimaschutzabkommen die Voraussetzung für die globale Energiewende geschaffen wurde, sind gemäß dem Motto der 22. Weltklimakonferenz vom November 2016 Aktionen und reale Umsetzung gefragt. Dazu müssen jetzt staatliche und nichtstaatliche Akteure weltweit die Umsetzung der Energiewende konkretisieren, fordert Earth Day.

Die Förderung der natur- und umweltverträglichen Windenergie an Land zusammen mit Innovationen bei Technik, Speicherung und Vermarktung sind wesentliche Bausteine für die Stärkung der nachhaltigen Entwicklung.

So ist jeder Tag ein Tag für die Umwelt.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr

Axel Tscherniak

Geschäftsführer

Muster als Gestaltungswerkzeug

© gut-beteiligt.de

Das Forschungsprojekt „Impulse zur Bürgerbeteiligung vor allem unter Inklusionsaspekten – empirische Befragungen, dialogische Auswertungen, Synthese praxistauglicher Empfehlungen zu Beteiligungsprozessen“ wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) im Zeitraum von Oktober 2015 bis März 2017 durch das Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) durchgeführt.

Zentrale Leitfragen dieses Vorhabens waren: Worin liegen Gründe für Nicht-Beteiligung? Und welche Möglichkeiten gibt es, vielfach nicht erreichte Gruppen für Beteiligung zu gewinnen?

Ein lernendes Webtool, bislang in der BETA-Version unter www.gut-beteiligt.de zu erreichen, wird derzeit partizipativ überarbeitet.

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MaStRV veröffentlicht

Die Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten (Marktstammdatenregisterverordnung - MaStRV) vom 10. April 2017 ist am 20. April 2017 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Die im Marktstammdatenregister zu erfassenden Daten sind in der Anlage der Verordnung aufgeführt.

Link zur Verordnung

Neuigkeiten unserer Mitglieder

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Förderung von Klimaschutz-Unternehmen

Immer mehr Unternehmen verankern das Thema Klimaschutz in ihrem Aufgabenspektrum und setzen in ihrem Wirkungskreis vorbildliche Maßnahmen um. Mit dem Anfang des Jahres gestarteten Projekt „Klimaschutz gewinnt – Nachhaltige Lösungen für die Wirtschaft von morgen“ möchte das Bundesumweltministerium (BMUB) Informationen, konkrete Handlungsfelder und -hilfen sowie Durchführungsmaßnahmen über innovative Best Practices mit hohen CO2- und Energieeinsparungserfolgen in die Breite der Wirtschaft tragen. Ziel des Projektes ist zum einem, weitere Klimaschutzprojekte in Unternehmen anzustoßen. Weiterhin sollen Mitarbeiter von Unternehmen motiviert werden, sich im Betrieb und im Privatleben klimafreundlich zu verhalten.

Werkzeuge für betrieblichen Klimaschutz wie Projektkonzepte, Rechentools und Praxistipps werden Unternehmen in einer Online-Datenbank zur Verfügung gestellt. Ein Projektbüro vermittelt außerdem innovative Beispiele für beste Praxis im Rahmen von Vor-Ort-Terminen.

Das BMUB fördert das Vorhaben über drei Jahre mit rund 870.000 Euro, die Mittel stammen aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).

Weitere Informationen

Vier Bundesländer bringen Klimaschutz weiter auf die Spur

In Hessen wurde Ende März der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ veröffentlicht. Die vielfältigen Maßnahmen des Klimaschutzplans sollen dazu beitragen, dass das mitteldeutsche Bundesland bis zur Jahrhundertmitte klimaneutral wird. Der Plan umfasst verschiedene Strategien zur Senkung der Treibhausgasemissionen, aber auch zur Anpassung an den Klimawandel. Im Stromsektor wird dazu bis zum Jahr 2019 eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 25 Prozent angestrebt, bis 2050 ein Anteil von möglichst 100 Prozent.

Link zum Klimaschutzplan 

 

Ebenso im März wurde in Niedersachsen von der Landesregierung der Entwurf eines Gesetzes zur Förderung des Klimaschutzes und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels ins Parlament eingebracht. Dieses sieht Ziele für den Klimaschutz und die Anpassung an nicht mehr vermeidbare Veränderungen im Rahmen des Klimawandels vor. Grundlage für die Ziele des Klimaschutzgesetzes ist ein Leitbild, das in den letzten zwei Jahren in einem breiten gesellschaftlichen Dialog im Rahmen eines Runden Tisches „Energiewende Niedersachsen“ diskutiert wurde. Konkrete Maßnahmen soll das an das Gesetz gekoppelte Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm enthalten, welches derzeit im Umweltministerium erarbeitet wird.

Link zum Entwurf des Klimaschutzgesetzes vom 17.03.2017 

 

In Schleswig-Holstein wurde im Februar das Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG) vom Landtag beschlossen, Ende März 2017 ist es in Kraft getreten. Mit dem EWKG werden die rechtlichen Grundlagen für Energiewende-, Klimaschutz- und Klimaschutzanpassungsmaßnahmen in Schleswig-Holstein geschaffen und zentrale Klimaschutzziele festgelegt. Neben mittel- und langfristigen Zielen zur Minderung der Treibhausgasemissionen wird u.a. auch das Ziel eines Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf mindestens 37 Terrawattstunden bis zum Jahr 2025 formuliert.

Weitere Informationen

 

Auch in Thüringen nimmt die Diskussion für mehr Klimaschutz Fahrt auf: Die Landesregierung hat Ende März im ersten Kabinettsdurchlauf den Gesetzentwurf für ein Thüringer Klimagesetz beraten. Mit diesem will das Land einen verbindlichen langfristigen Rahmen für die Klima- und Energiepolitik des Landes schaffen. Die Klimaziele werden aus den internationalen Vereinbarungen abgeleitet. Wichtigster Partner in Sachen Klimaschutz werden zukünftig die Thüringer Kommunen: Diese sollen zeitnah kommunale Klimaschutzkonzepte fortschreiben oder Klimaschutzstrategien erstellen, wobei das Land hier finanzielle Unterstützung bieten wird.

Weitere Informationen

Mecklenburg-Vorpommern: Umsetzungshandbuch zum Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung hat im März 2017 ein 45 Seiten starkes Manual veröffentlicht, welches allgemeinverständlich die gesetzlichen Regelungen des Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetzes darstellt, unterstützt durch schematische Übersichten. Es soll Bürgern und Gemeinden, Projektentwicklern, Behörden und Dienstleistern Hilfestellung bei der Beurteilung von Vorhaben, der Vorbereitung von Entscheidungen und der Erfüllung von bestimmten Anforderungen im Regelungsbereich des Gesetzes geben. Über eine Entscheidungsmatrix mit den wesentlichen wirtschaftlichen Beurteilungskriterien soll den Gemeinden die Entscheidungsfindung für die Alternativen gesellschaftsrechtliche Beteiligung oder Ausgleichsabgabe erleichtert werden.

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Ministerium stimmt innovativem Windenergieprojekt zu

Am 22. März hat das Energieministerium einem innovativen Windenergieprojekt in einem Zielabweichungsverfahren zugestimmt, bei dem 13 Windenergieanlangen auf dem Gebiet der Gemeinde Gültz errichtet werden sollen. Mit dem Bescheid wurde die raumordnerische Zulässigkeit der Anlagen auf dem Gemeindegebiet, welches im derzeit verbindlichen Regionalen Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte nicht als Eignungsgebiet für Windenergieanlagen ausgewiesen ist, bestätigt. Bei dem Projekt soll die Schwarzstartfähigkeit (Fähigkeit eines Kraftwerks, unabhängig vom Stromnetz vom abgeschalteten Zustand ausgehend hochzufahren) der Windenergie erprobt und die überschüssige elektrische Energie am Standort in Wasserstoff umgewandelt werden. An das Zielabweichungsverfahren schließt nun das Verfahren gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz an.

Link zur Pressemitteilung vom 18.04.2017

© EnergieAgentur.NRW

Nordrhein-Westfalen: Fachbeitrag zu Auswirkungen von zivilem Richtfunk auf Windenergievorhaben

Windenergieanlagen sind raumbedeutsame Vorhaben, die aufgrund ihrer Größe Auswirkungen auf Radar- und Funksysteme haben können. Durch den stetigen Zubau von Windenergieanlagen können aufgrund von Störungen des Funksignals Konflikte auftreten. So ist es vor allem der Richtfunk, der aufgrund von Hindernissen innerhalb der Funkstrecke negativ beeinträchtigt werden kann. In einem Fachbeitrag der EnergieAgentur.NRW werden die Anforderungen an die Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen sowie die Genehmigung von Windenergieanlagen mit Blick auf den Richtfunk und unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung zusammengefasst.

Link zum Beitrag

Schleswig-Holstein: Fortschreitender Ausbau der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung

Der Ausbau der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung in Schleswig-Holstein kommt voran. Nach dem ersten bedarfsgerecht betriebenen Windpark in Nordfriesland sind zwei weitere Projekte derzeit in Vorbereitung. Das Anreizsystem, das vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume 2016 eingeführt wurde und bei bedarfsgerechter Nachtkennzeichnung einen Abschlag auf die Ersatzzahlung für die Eingriffe in das Landschaftsbild vorsieht, zeigt somit erste Wirkung. Das Verfahren soll noch weiter vereinfacht und ausgebaut werden und so  weitere Anreize zur einfachen Umsetzung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung geschaffen werden.

Link zur Pressemitteilung vom 07.03.2017

© BWE/Tim Riediger

BWE / VDMA: Windindustrie ist bundesweit starker Beschäftigungsfaktor

143.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze zählte die Onshore- und Offshore-Windindustrie in Deutschland im Jahr 2015. Dies ergab eine Analyse der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), welche im Auftrag des Bundesverband WindEnergie, der VDMA Power Systems und der Offshore-Wind-Industrie-Allianz durchgeführt wurde.

Die bundeslandgenauen Zahlen belegen regionale Beschäftigungseffekte der Windenergie in ganz Deutschland. Der Hauptteil der Beschäftigung steht dabei mit 115.300 Jobs im Zusammenhang mit Investitionen im Inland und Exporten von Windenergieanlagen und ihren Komponenten. Mit zunehmendem Anlagenbestand steigt außerdem der Anteil der Beschäftigung in Betrieb und Wartung, womit eine nachhaltige, lokale Beschäftigung für die 20- bis 30-jährige Betriebsphase von Windenergieanlagen an Land und auf See entsteht.

Link zur BWE-Pressemeldung vom 21.03.2017

In eigener Sache

Neue Online-Datenbank zu guter Beteiligungspraxis

Die FA Wind hat ihr Internetangebot in der Rubrik Beteiligung um eine Datenbank erweitert, in der Fallbeispiele guter Beteiligungspraxis zusammengestellt sind. Darin werden Windenergieprojekte schlaglichthaft vorgestellt, die planenden Akteuren vor Ort Mut machen sollen, ihre Projekte aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig möchten wir Sie einladen, sich mit den Verantwortlichen der vorgestellten Projekte zu vernetzen, um gegenseitiges Voneinander-Lernen zur ermöglichen.

Die Sammlung wollen wir mit Ihrer Unterstützung fortlaufend erweitern, aktuell halten und mit Leben füllen. Daher bitten wir Sie um Projektvorschläge, Hinweise und Ihre aktive Mitarbeit, damit diese Datenbank den reichen Erfahrungsschatz auch abbilden kann! Der angefügte Fragebogen dient der leichteren Erfassung und Strukturierung aller wichtigen Projektinformationen.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen, Ergänzungen und Anregungen an
Bettina Bönisch (T +49 30 64 494 60 64, boenisch[at]fa-wind.de).

Link zur Datenbank
Link zum Erfassungsbogen

© FA Wind 2015 Janto Trappe

Aufruf! Gute Beispiele für Windenergievorhaben im Wald gesucht

Mit einer Sammlung von „Good Practice“ Beispielen möchte die FA Wind den Erfahrungsaustausch zu einer gelungenen Planung und Umsetzung sowie den Betrieb von Windenergievorhaben im Wald anregen und entsprechende Vorhaben in einer Broschüre vorstellen.

Ist Ihnen ein vorbildliches Waldprojekt bekannt oder haben Sie an einem Vorhaben auf einer Waldfläche mitgewirkt? Dann möchten wir Sie einladen, sich mit einem Projekt für unseren Good Practice Katalog zu bewerben.

Für die Erfassung der Beispiele haben wir auf Grundlage eines Expertenworkshops einen Fragebogen erarbeitet. Bitte senden Sie diesen ausgefüllt bis 19. Mai 2017 an Franziska Tucci.

Die Auswahl der Beispiele für den Katalog soll gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Planung, Verwaltung, von Verbänden und Energieagenturen erfolgen. Die Veröffentlichung ist im Sommer 2017 geplant.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Franziska Tucci (T +49 30 64 494 60 67, tucci[at]fa-wind.de).

Link zum Fragebogen

Mitgliederversammlung

Am 1. Juni findet in Berlin die Mitgliederversammlung in den Räumen der Thüringischen Landesvertretung beim Bund statt. Tagesordnungspunkte sind u.a. Wahlen zum Vorstand und die Aussprache zu Vereinsaktivitäten.

Publikationen der FA Wind

Bestandsaufnahme: Windenergienutzung und Gebietsschutz

Das Bundesnaturschutzgesetz definiert verschiedene Schutzgebietskategorien des Natur- und Landschaftsschutzes. Danach ausgewiesene Schutzgebiete sind bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen zu berücksichtigen. Neben bundes- und landesgesetzlichen Vorschriften, welche den generellen Umgang mit diesen Gebieten regeln, sind die landesplanerischen Hinweise und Hilfestellungen zur Windenergienutzung zu berücksichtigen. Diese wirken sich maßgeblich auf den Umgang mit den verschiedenen Schutzgebietskategorien in den Bundesländern aus.

Die FA Wind hat die nach Bundesnaturschutzgesetz geschützten Gebietskategorien und die aktuellen Vorgaben und Empfehlungen der Bundesländer zum Umgang mit diesen Gebieten in einer Bestandsaufnahme zusammengefasst und den unterschiedlichen Umgang der Länder mit den verschiedenen Kategorien gegenübergestellt.

Link zur Bestandsaufnahme

 

Ergebnispapier: Windenergie und Artenschutz - Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben PROGRESS und praxisrelevante Konsequenzen

Auf einer Diskussionsveranstaltung der FA Wind am 17. November 2016 in Hannover haben die Forschungsnehmer des Vorhabens „Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen“, kurz PROGRESS, einen Einblick in die angewandten Methoden und wichtigsten Ergebnisse des Forschungsprojektes gegeben. Auch wurden die sich daraus ergebenden möglichen planungsbezogenen Konsequenzen aufgezeigt und gemeinsam mit Vertretern u.a. aus Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmen diskutiert.

Die Vorträge und Diskussionen wurden im Nachgang in einem Ergebnispapier zusammengefasst.

Auf Anfrage per Mail an post[at]fa-wind.de schicken wir Ihnen gerne ein kostenloses Leseexemplar.

Link zum Ergebnispapier

 

Analyse: Ausbau der Windenergie an Land im Jahr 2016

2016 war das zweitstärkste Jahr des Windenergieausbaus in Deutschland. Das belegen Zahlen des Anlagenregisters der Bundesnetzagentur (BNetzA): 1.549 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4.400 Megawatt (MW) nahmen 2016 den Betrieb auf. Zum Stichtag 31. Januar 2017 erfasste das Register zudem knapp 3.000 genehmigte Anlagen (8.960 MW), für die die Inbetriebnahme bis dato noch ausstand. 88 Prozent dieser „offenen“ Genehmigungen wurden 2016 erteilt. Zusammen mit den bereits in Betrieb gegangenen Anlagen erreichte die genehmigte Windenergieleistung im Kalenderjahr 2016 insgesamt 9.500 MW.

Link zur Analyse
Link zur Zubaukarte

 

Aktualisierung der Analyse zu Windenergie auf Waldflächen

Mitte letzten Jahres hat die FA Wind in einer Analyse einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Ausbaustand der Windenergie auf Waldflächen in Deutschland geschaffen. Diese wurde nun um die Ausbauzahlen aus dem Jahr 2016 ergänzt. Die Angaben von politischen Zielen der Landesregierungen und Vorgaben der Landesraumordnung sowie Empfehlungen der Bundesländer für die Planung auf Waldstandorten wurden an den Stellen, wo es seit letztem Jahr Änderungen gab, ebenso aktualisiert.

Link zur aktualisierten Fassung

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

7. Runder Tisch Windenergie und Recht

Am 24. April trafen sich geladene Juristen und Planer zum 7. Runden Tisch Windenergie und Recht, um aktuelle Gerichtsentscheidungen rund um die Windenergie zu diskutieren. Die Experten aus öffentlicher Verwaltung, Verbänden und Unternehmen erörterten unter anderem die Auswirkungen einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, in welcher dieser die Geltung der Strategischen Umweltprüfungs-Richtlinie für einen wallonischen Windenergieerlass bejaht hat. Weiter standen Entscheidungen zu den Themen Wetterradar, Umweltverträglichkeitsprüfung, Bemessung des Ersatzgelds zur Kompensation von Eingriffen in das Landschaftsbild, Stilllegungsverfügung nach einer Havarie, Veränderungssperre und zur Bedeutung des Helgoländer Papiers und der PROGRESS-Studie für den Beurteilungsspielraum der Genehmigungsbehörden zur Diskussion.

Die Entscheidungsbesprechungen und Diskussionsergebnisse werden zeitnah im Rundbrief Windenergie und Recht veröffentlicht.

Eine Anmeldung zu dem Rundbrief ist unter diesem Link möglich:

Anmeldung


2. BWE-Windbranchentag Schleswig-Holstein

Am 6. April trafen sich rund 500 Branchenvertreter im nordfriesischen Husum. „Bürgerprojekte für die Energiewende“ hieß das Fokusthema des zweiten Windbranchentages. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hielt die Keynote. Die Landesplanung, die mit den aktuellen Planungsentwürfen großen Einfluss auf die Zukunft der Windenergie in Schleswig-Holstein hat, stand ebenfalls im Mittelpunkt. Einblicke in technische Möglichkeiten und Geschäftsmodelle für die Zusammenführung der Bereiche Strom, Mobilität und Wärme gab es in dem Workshop „Projektschaukasten Sektorenkopplung“. FA Wind Referentin Bettina Bönisch gestaltete das Forum 1 zum Thema „Neue Forschungsergebnisse zur Akzeptanz der Windenergie an Land“ gemeinsam mit Eva Eichenauer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, und André Steinau, GP Joule GmbH.

Link zu den Vorträgen des Forum 1

 

Leinen los! - Auftakttreffen für einen Dialogprozess zu Potenzialen und Grenzen informeller Beteiligung

Die Mitglieder der FA Wind arbeiteten am 28. März in Berlin erstmals gemeinsam zu Themen informeller Öffentlichkeitsbeteiligung. Ziel des Treffens war es, für das Thema informelle Beteiligung konkrete Handlungsoptionen zu formulieren. Hierzu wurden in insgesamt acht Arbeitsgruppen zuerst Beteiligungshemmnisse aus Sicht verschiedener Akteursgruppen identifiziert und dann Möglichkeiten zu deren Überwindung diskutiert. Mit dem Treffen wurde ein Dialogprozess zur Umsetzung informeller Beteiligung im Kontext der Windenergie gestartet, der von der FA Wind fortgeführt wird.

Weitere Informationen

Unterwegs

Das nächste Treffen der Landesenergieagenturen zum Thema Windenergie findet am 4. und 5. Mai in Wiesbaden statt. Gastgeber ist diesmal die Hessen Agentur. Vonseiten der FA Wind werden Geschäftsführer Axel Tscherniak und Referent Frank Sondershaus teilnehmen. Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Themen Landschaftsbild, Ausschreibungen, Sektorkopplung und Weiterbetrieb von Windenergieanlagen.

 

Auf der VDI-Veranstaltung „Industrie- und Infrastrukturprojekte im Dialog planen. Erfolgreiche Strategien und offene Fragen“ am 28. Juni in Berlin wird Axel Tscherniak in zwei Fachforen mitwirken.

Weitere Informationen

Weitere Veranstaltungen zum Thema Windenergie an Land finden Sie unter Termine.

Für mehr Neuigkeiten rund um das Thema Windenergie an Land besuchen Sie unsere Internetseite.

* Zu guter Letzt: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bislang überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die ausschließliche Verwendung einer Form explizit geschlechterunabhängig verstanden werden soll.

Unser kostenloser Newsletter erscheint regelmäßig mit wichtigen Informationen zur Windenergie an Land. Er enthält aktuelle Berichte und Hinweise rund um wissenschaftliche, politische, rechtliche und technische Neuigkeiten. Alle Beiträge wurden sorgfältig recherchiert, damit verbundene Hinweise und Empfehlungen sind nach bestem Wissen ausgesucht, zusammengestellt und ausgeführt. Dennoch wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter post@fa-wind.de.

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