Fachagentur Windenergie an Land Fachagentur Windenergie an Land

Veröffentlichungen der FA Wind

Hintergrundpapier: Nachträgliche Anpassung immissionsschutzrechtlicher Genehmigungen aufgrund artenschutzrechtlicher Belange

Stand: Juli 2016

Nicht selten ändern sich nach Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung die artenschutzfachlichen Umstände, welche der Entscheidung der Genehmigungsbehörde zu Grunde lagen. Denkbar ist u.a., dass sich windenergiesensible Arten nachträglich in der Nähe der Anlage ansiedeln oder neue Erkenntnisse zu einer Art gewonnen werden, die die Beurteilung verändern. Eine bereits erteilte Genehmigung kann jedoch nur in einem engen gesetzlichen Rahmen abgeändert werden.

Hierfür kommen verschiedene rechtliche Grundlagen in Betracht, die entweder der nach Immissionsschutzrecht, der nach Umweltschadensrecht  oder der nach Landesnaturschutzrecht zuständigen Behörde zur Verfügung stehen. Prüft man diese Rechtsgrundlagen im Einzelnen, wird deutlich, dass nachträgliche Änderungen immissionsschutzrechtlicher Genehmigungen nur unter sehr engen Voraussetzungen zulässig sind. Ein Auflagenvorbehalt kann nachträglich eintretende Umstände in der Regel nicht umfassen.

Die FA Wind hat ein juristisches Hintergrundpapier erstellen lassen, in dem die in Betracht kommenden Rechtsgrundlagen betrachtet und geprüft werden.

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Hintergrundpapier: Kompensation von Eingriffen in das Landschaftsbild durch Windenergieanlagen im Genehmigungsverfahren und in der Bauleitplanung

Stand: Juni 2016

Die Errichtung von Windenergieanlagen stellt angesichts ihrer Bauhöhen fast zwangsläufig eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes dar. Dieser Eingriff ist in der Regel durch die Zahlung eines Ersatzgeldes im Sinne des Naturschutzrechts zu kompensieren. Die Kompensation ist grundlegend im Bundesnaturschutzgesetz geregelt, aber auch in den Naturschutzgesetzen der Länder und im Baugesetzbuch. Die verstreuten Regelungen sind komplex und in ihrem Anwendungsbereich nicht immer klar abgegrenzt. Das vorliegende Hintergrundpapier gibt zunächst einen Überblick über die einschlägigen bundes- und landesrechtlichen Regelungen, indem es deren zentrale Inhalte vorstellt.

Weitere Probleme bereitet in der Praxis das Zusammenspiel des naturschutzrechtlichen mit dem bauplanungsrechtlichen Regelungsregime zur Kompensation von Eingriffen. Insbesondere für die Kommunen als Träger der Bauleitplanung stellt sich die Frage, ob bereits auf Ebene der Bauleitplanung eine Vereinbarung über Ersatzgeldzahlungen getroffen werden kann. Hier zeigt das Hintergrundpapier die bestehenden Handlungsmöglichkeiten auf und ordnet diese rechtlich ein.

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Hintergrundpapier: Rechtliche Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Betätigung von Gemeinden - Ein Vergleich der kommunalwirtschaftsrecht-lichen Regelungen in den Bundesländern

Stand: Juni 2016

Die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen durch den Betrieb eines Windrads oder der Beteiligung an einem Windenergieprojekt gilt als eine Möglichkeit der Teilhabe an der kommunalen Wertschöpfung. Für die Gemeinden gelten dabei besondere rechtliche Vorgaben, die sich von einer privaten Beteiligung der Bürger an Windenergieprojekten unterscheiden. Die wesentlichen Voraussetzungen ergeben sich aus dem Kommunalwirtschaftsrecht der Länder, welches das grundgesetzlich verankerte Recht auf kommunale Selbstverwaltung konkretisiert. Für den Bereich der Energieversorgung enthalten die entsprechenden landesrechtlichen Regelungen zahlreiche Ausnahmen. Durch die unterschiedliche Ausgestaltung der Gemeindeordnungen der Länder divergieren die Möglichkeiten der Gemeinden, eigene Windparkprojekte umzusetzen, in den einzelnen Bundesländern stark. Viele Bundesländer haben in den vergangenen Jahren die Vorschriften ihrer Gemeindeordnungen angepasst, um die Beteiligung von Kommunen zu vereinfachen. Die Entwicklung geht dahin, dass Gemeinden vermehrt die Möglichkeit gegeben werden soll, sich im Rahmen der Erzeugung erneuerbarer Energie wirtschaftlich zu betätigen. Die unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer werden in dem Papier überblicksartig zusammengetragen und kurz erläutert.

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Umfrage: Akzeptanz der Windenergie an Land - Frühjahr 2016

Stand: Juni 2016

Finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten sind besonders gut geeignet, um die Akzeptanz neuer Windenergieanlagen zu stärken. Das zeigt die zweite repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der FA Wind im Frühjahr 2016 durchgeführt hat. Die Bedeutung der Akteursvielfalt nahm seit der Herbst-Umfrage sogar noch weiter zu. Des Weiteren thematisiert die Umfrage unter anderem Einschätzungen zu regionaler Wertschöpfung und Auswirkungen von Windenergieanlagen  auf das Landschaftsbild, die Natur, das Alltagsleben der Anwohner und das Image der Standortgemeinde. Auch der Einfluss auf die Wahl von Ausflugs- und Urlaubszielen wurde eruiert. Die grundsätzlich breite Akzeptanz der Nutzung der Windenergie im Kontext der Energiewende wurde durch die Befragung erneut bestätigt.

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Analyse: Entwicklung der Windenergie im Wald - Ausbau, planerische Vorgaben und Empfehlungen für Windenergiestandorte auf Waldflächen in den Bundesländern

Stand: Juni 2016

Die Analyse gibt erstmalig einen Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Ausbaustand der Windenergie auf Waldflächen in den einzelnen Bundesländern. Ergänzend werden politische Ziele und Vorgaben der jeweiligen Landesraumordnung sowie Empfehlungen der Länder für Planungen an Waldstandorten aufgeführt. Vorgaben der Länder, in denen die Windenergienutzung auf Waldflächen derzeit nicht zulässig ist, werden ebenfalls kurz dargestellt.

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Analyse: Ausbau der Windenergie an Land im Frühjahr 2016

Stand: Juni 2016

Im ersten Quartal 2016 wurden - nach Auswertung des aktuellen Anlagenregisters der Bundesnetzagentur durch die FA Wind - 315 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 875 Megawatt in Betrieb genommen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 bedeutet dies eine Steigerung um 40 Prozent. Bei der Genehmigungssituation zeigt sich ein anderes Bild. Hier ist die Zahl der registrierten Anlagenzulassungen in den ersten drei Monaten gegenüber den Vergleichszeiträumen in 2015 und 2014 deutlich zurückgegangen. Mit 262 neu erfassten Bescheiden lag die Zahl 37 Prozent (Q1/2015) bzw. 65 Prozent (Q1/2014) unter den Zulassungszahlen der Vorjahre. Erstmals registriert ist die Genehmigung für eine Windenergieanlage mit 165 Metern Nabenhöhe. Nach Fertigstellung der in Bau befindlichen Anlage im rheinland-pfälzischen Rhein-Hunsrück-Kreis wäre dies mit 230 Metern Gesamthöhe das weltweit höchste Windrad.

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Hintergrundpapier: Die Bereitstellung kommunaler Flächen für die Windenergienutzung

Stand: Mai 2016

Das Hintergrundpapier erklärt sowohl die Anwendbarkeit des Vergaberechts bei der Bereitstellung von Flächen als auch die vergaberechtsfreie Grundstücksveräußerung oder Grundstücksüberlassung. Checklisten helfen bei der Klärung der Frage, ob ein Projekt den für die Anwendbarkeit des Vergaberechts maßgeblichen Schwellenwert erreicht. Auch die Anforderungen an mögliche Bieter oder an den Inhalt einer Leistungsbeschreibung können so schnell erfasst werden. Schließlich erörtert das Papier mögliche rechtliche Konstruktionen der Grundstücksüberlassung.

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Analyse: Standortqualitäten von Windenergieanlagen

Stand: Mai 2016

Die Auswertung der im Anlagenregister erfassten Windenergieanlagen an Land hinsichtlich deren prognostizierten Standortqualitäten und bundesländerspezifischen Verteilung zeigt, dass in Süddeutschland über 90 Prozent der erfassten Anlagenkapazität Standortgüten unterhalb von 80 Prozent aufweisen, während in Schleswig-Holstein mehr als die Hälfte der Anlagen Standortqualitäten oberhalb von 90 Prozent des Referenzertrages haben. Die ausgewerteten Schwachwindanlagen wurden fast ausnahmslos mit Standortqualitäten unterhalb von 90 Prozent projektiert. Demgegenüber werden Anlagen mit Flächenleistungen größer 400 W/m² an Standorten aller Qualitäten verwirklicht. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen werden auch bei relativ niedrigen Nabenhöhen sehr hohe Standortqualitäten erreicht.

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Gutachten: Interaktion zwischen Windenergieanlagen und Drehfunkfeuer

Stand: März 2016

Eine Vielzahl an Windenergieanlagen sowie Flächen für die Windenergienutzung können derzeit wegen Konflikten mit Funknavigationsanlagen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH nicht verwirklicht werden. Die Bewertungsmethode zur Berechnung der zu erwartenden Störungen ist dabei allerdings umstritten. Simulationsrechnungen zur Bewertung des Einflusses von Windenergieanlagen auf Flugnavigationsanlagen könnten mit Hilfe von Vorher-Nachher-Untersuchungen evaluiert werden, solange davon keine Gefahr für den Luftverkehr ausgeht.

In dem vorliegenden Gutachten von Hans-Ludwig Rau wird eine luftfahrttechnische Betrachtung möglicher Einflüsse einer Störung des DVOR Michaelsdorf auf den Flugverkehr durchgeführt. Aus Sicht eines Flugzeugführers wird die Eignung des Standorts für den genannten Forschungszweck anhand einer Worst-Case-Betrachtung geprüft.

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Hintergrundpapier: Entwicklung der Rechtsprechung zur raumordnerischen Steuerung der Windenergienutzung

Stand: Februar 2016

In den vergangenen Jahren sind eine Vielzahl von regionalplanerischen Festlegungen, die eine Steuerung von Windenergienutzung intendiert haben, in der gerichtlichen Kontrolle für unwirksam erklärt worden. In diesem Hintergrundpapier wird die oberverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zur Steuerung der Windenergienutzung im Außenbereich durch die Regionalplanung der vergangenen fünf Jahre ausgewertet. Die in den Entscheidungen enthaltenen Hinweise zur Flächenauswahl, Zuordnung von harten und weichen Tabukriterien, Umgang mit Vorgaben u.ä. sowie sonstige Fehlerquellen werden kurz dargestellt und mit Fundstellen hinterlegt.

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Analyse: Status des Windenergieausbaus und Repowering in Schleswig-Holstein

Stand: Februar 2016

Das Land Schleswig-Holstein arbeitet derzeit an der Neuaufstellung seiner Regionalpläne zum Thema Windenergienutzung. In den Plänen sollen geeignete Räume für die Windenergienutzung ausgewiesen werden. Dabei soll auch die Flächensituation des künftigen Altanlagenersatzes (Repowering) betrachtet werden. Im Zuge dessen wurde die FA Wind von der Landesplanungsbehörde um fachliche Einschätzung der Entwicklung des Repowering in Schleswig-Holstein gebeten. Die FA Wind hat die Situation des Repowering im Norden analysiert und die Erkenntnisse in Form eines Hintergrundpapiers der Staatskanzlei in Kiel zur Verfügung gestellt.

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Analyse: Ausbau der Windenergie an Land im Jahr 2015

Stand: Februar 2016 (aktualisiert: 07.03.2016)

2015 war nach 2014 das zweiterfolgreichste Jahr des Windenergieausbaus in Deutschland. Das belegen Zahlen des von der Bundesnetzagentur (BNetzA) geführten Anlagenregisters, die die FA Wind ausgewertet hat. Danach wurden im vergangenen Jahr 1.378 WEA mit 3.753 MW Leistung in Betrieb genommen. Den stärksten Zuwachs gab es im 4. Quartal, in dem nahezu die Hälfte der Windturbinen ans Netz ging. Den Ländervergleich führt erneut Schleswig-Holstein an. Die deutlichste Steigerung gegenüber 2014 verzeichnet Baden-Württemberg. Der Repowering-Anteil ist in 2015 erwartungsgemäß zurückgegangen und lag mit 18 Prozent deutlich unterhalb der Vorjahre. Auch hier führt Schleswig-Holstein das Länderranking beim Repowering an.

Die Analyseergebnisse veranschaulicht die FA Wind für einzelne Bundesländer durch die tabellarische und kartographische Darstellung der Genehmigungs- und Inbetriebnahmesituation der Windenergie des Jahres 2015 auf Landkreisebene.

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Good Practices: Wer den Wind erntet

Stand: Januar 2016

Die in der Zeitung dargestellten Windenergieprojekte aus zehn Bundesländern stehen stellvertretend für die Herausforderungen und Chancen, denen verantwortliche Akteure in ihrem Planungsalltag begegnen. Es werden Maßnahmen und Ansätze aufgezeigt, wie sich Hürden im Planungsverfahren und Widerstände in der Bevölkerung zielorientiert lösen lassen.

Die Zeitung "Wer den Wind erntet" ist Ende Januar 2016 bundesweit an kommunale Planungsverantwortliche versandt worden. Kostenlose Leseexemplare sind per Mail anzufordern (Mail an post[at]fa-wind.de).

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Umfrage: Akzeptanz der Windenergie an Land - Herbst 2015

Stand: Dezember 2015

Die Anwohner von Windenergieanlagen sind mit diesen in hohem Maße einverstanden; der Ausbau der Windenergie an Land ist nach wie vor breit akzeptiert. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land Ende Oktober 2015 durchgeführt hat. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem den großen Wert, den aktive Informationsarbeit, Öffentlichkeitsbeteiligung und die bisher gelebte Akteursvielfalt für die Akzeptanz der Windenergie vor Ort haben können.

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Rechtsgutachten: Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten – Gutachterliche Stellungnahme zur rechtlichen Bedeutung des Helgoländer Papiers der Länderarbeitsgemeinschaft der Staatlichen Vogelschutzwarten (LAG VSW 2015)

Stand: November 2015

Die Länderarbeitsgemeinschaft der Staatlichen Vogelschutzwarten (LAG VSW) hat im Mai 2015 eine aktualisierte Fassung des sogenannten Helgoländer Papiers (HP) von 2007 veröffentlicht, welches Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten enthält. Aus Anlass der Neufassung hat die FA Wind die rechtliche Qualität und Relevanz des HP und die Implikationen für die Praxis begutachten lassen. Das Rechtsgutachten soll einen fachlichen Beitrag leisten, um bestehende Unsicherheiten im Umgang mit den Abstandsempfehlungen auszuräumen und sowohl Planungs- als auch Genehmigungsbehörden den Umgang mit den Abstandsempfehlungen zu erleichtern.

Das Gutachten wurde von Prof. Dr. Sabine Schlacke und Ass. iur. Daniel Schnittker erstellt.

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Analyse: Zubau der Windenergie an Land in 2014

Stand: November 2015

Für die Windenergie in Deutschland war 2014 ein absolutes Rekordjahr, wobei der Zubau nicht in allen Bundesländern gleichermaßen prosperierte. Den größten Leistungszuwachs gab es in Schleswig-Holstein, wo ein Drittel der neu installierten WEA-Kapazität errichtet wurde. Wesentliche Treiber waren hier neue Flächenausweisungen sowie das Repowering von Altanlagen. Überdurchschnittliche Repowering-Quoten gab es zudem in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. In einigen Ländern war die vermehrte Nutzung von Waldflächen für den gesteigerten Ausbau maßgeblich. Eine neue Generation von Schwachwind optimierten Anlagentypen trug ebenfalls zum Rekordausbau bei: 2014 war jede dritte Neuanlage für schwache Windstandorte konzipiert.

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Analyse: Ausbausituation der Windenergie an Land - Herbst 2015

Stand: November 2015

Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sind seit August 2014 verpflichtet, anlagenspezifische Informationen, wie Genehmigung, Inbetriebnahme, Leistungsänderung oder Stilllegung von Anlagen der Bundesnetzagentur zu melden. Die Behörde veröffentlicht das monatlich aktualisierte Anlagenregister auf seinen Internetseiten. Der aktuelle Stand wurde am 30. Oktober 2015 veröffentlicht und umfasst alle Meldungen bis Ende September. Die FA Wind hat die Situation der Windenergie an Land für den Zeitraum Januar bis September 2015 analysiert.

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Studie: Vermeidungsmaßnahmen bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen – Bundesweiter Katalog von Maßnahmen zur Verhinderung des Eintritts von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG

Stand: Oktober 2015

Mit dem Ausbau der Windenergie an Land können artenschutzrechtliche Konflikte auftreten, insbesondere mit den in § 44 BNatSchG normierten Zugriffsverboten. Die Umsetzung von Vermeidungsmaßnahmen kann dem Eintreten von Verbotstatbeständen entgegenwirken und die rechtssichere und umweltverträgliche Umsetzung von Projekten ermöglichen.

In einer gemeinsam von der Fachagentur Windenergie an Land, der Technischen Universität Berlin (Fachgebiet Umweltprüfung und Umweltplanung) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Institut für Umwelt- und Planungsrecht) durchgeführten Studie werden Maßnahmen zur Vermeidung des Eintretens von Zugriffsverboten des § 44 BNatschG aus internationaler und nationaler Literatur sowie den Artenschutzleitfäden der Bundesländer zusammengestellt. Die Anwendung der Maßnahmen in der Praxis ist stichprobenartig durch Experteninterviews erfasst, juristische Literatur und Rechtsprechungen werden ausführlich besprochen.

Auf Anfrage per Mail an post[at]fa-wind.de schicken wir Ihnen gerne ein kostenloses Leseexemplar.

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Studie: Charakterisierung und Chancen kleiner Akteure bei der Ausschreibung für Windenergie an Land

Stand: August 2015

Die Vergütungshöhe für Strom aus Windenergieanlagen an Land soll spätestens ab 2017 durch wettbewerbliche Ausschreibungen ermitteln werden. Dabei soll die bisherige Akteursvielfalt erhalten bleiben. In den bislang kommunizierten Gestaltungsvorschlägen für ein künftiges Auktionsdesign finden sich keine Regelungsvorschläge, die insbesondere die Eigenarten kleinerer Akteure im Rahmen der Ausschreibung gezielt aufgreifen.

In der energiepolitischen Debatte wird die Sorge geäußert, dass der grundlegende Systemwechsel für einzelne Akteursgruppen erhebliche Zugangshürden schaffen könnte. Welche Art von Akteuren von künftigen Ausschreibungen so betroffen sein könnten, dass diese entweder in Auktionen regelmäßig scheitern oder aufgrund eines hohen Abschreckungseffektes gar nicht erst daran teilnehmen würden, wurde bislang nicht vertieft untersucht.

Diese Wissenslücke möchte die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) schließen und hat hierzu vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) analysieren lassen, ob es derzeit typische Akteure gibt, die in einem künftigen Ausschreibungssystem bei reinem Preiswettbewerb potentiell benachteiligt wären, worin deren Benachteiligungen bestehen und, sofern für diese Akteure ein Nachteilsausgleich geschaffen werden soll, anhand welcher Kriterien sich die Akteure eindeutig identifizieren lassen.

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Dokumentation: Vereinbarkeit der Windenergie mit dem Natur- und Artenschutz

Stand: Mai 2015

Am 4. November 2014 hat die FA Wind in Hannover eine Fachtagung zum Thema „Vereinbarkeit der Windenergie mit dem Natur- und Artenschutz" gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Bundes- und Landespolitik, der Regionalplanung, der Windenergiebranche, aus Kommunen und von Naturschutzverbänden veranstaltet.

Die Beiträge der Referentinnen und Referenten wurden in Nachgang verschriftlich und die wichtigsten Ergebnisse der Podiumsdiskussion zusammengefasst.

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Analyse: Mehr Abstand - mehr Akzeptanz?

Stand: Februar 2015

Nach vertiefender statistischer Auswertung international anerkannter Studien kommen die Umweltpsychologen Hübner und Pohl (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg / Medical School Hamburg) zu dem Schluss, dass sich kein signifikant bedeutsamer Zusammenhang zwischen dem Abstand zur Wohnbebauung und der Akzeptanz für Windenergieanlagen (WEA) empirisch belegen lässt.

Die Datenanalyse gibt keinen Hinweis darauf, dass ab einem bestimmten Abstand die Akzeptanz deutlich positiv bleibt und keine Belästigungen mehr nachweisbar sind. Dass lokale Windenergieanlagen befürwortet werden, ist vor allem abhängig von Faktoren wie der allgemeinen Einstellung zur Windenergienutzung oder der erlebten Zufriedenheit in der Planungs- und Bauphase der Anlagen.

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Hintergrundpapier: Bauleitplanung und Windenergie – Zum Verhältnis von Raumordnungsplanung zur Bauleitplanung

Stand: Februar 2015

Das Verhältnis von Raumordnungsplanung zur Bauleitplanung hat für den weiteren Ausbau der Windenergie oftmals wesentliche Bedeutung, da auf beiden Planungsebenen Entscheidungen zur planungsrechtlichen Absicherung der Windenergienutzung getroffen werden. Das FA Wind Hintergrundpapier „Bauleitplanung und Windenergie – Zum Verhältnis von Raumordnungsplanung zur Bauleitplanung“ erläutert Bedeutung und Auswirkungen der Raumordnung für die kommunale Bauleitplanung und die daraus folgende Zulässigkeit von Windenergieanlagen. Anhand typischer Fallgruppen werden allgemeine Hinweise an die Planungspraxis für eine zeitnahe Anpassung von Bauleitplänen an Festlegungen im Raumordnungsplan gegeben.

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Hintergrundpapier: Steuerung der Windenergie im Außenbereich durch Flächennutzungsplan im Sinne des § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB 

Stand: Februar 2015

Kommunen können über die Flächennutzungsplanung die Nutzung der Windenergie im Außenbereich auf bestimmte Standorte konzentrieren und darüber räumlich steuern. Die Anforderungen an diese Steuerung sind für eine rechtssichere Handhabung wie für den damit verbundenen Planungs- und Kostenaufwand seitens der Gemeinden von großer Bedeutung. Das FA Wind Hintergrundpapier „Steuerung der Windenergie im Außenbereich durch Flächennutzungsplan im Sinne des § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB“ widmet sich zentralen Fragestellungen der Konzentrationszonenplanung, greift Beispiele aus der obergerichtlichen Rechtsprechung auf und gibt allgemeine Hinweise für die Planungspraxis.

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Analyse: Dauer und Kosten des Planungs- und Genehmigungsprozesses von Windenergieanlagen an Land

Stand: Januar 2015 (aktualisiert: 17.02.2015)

In einer Studie hat die FA Wind typische Zeit- und Finanzaufwendungen im Planungs- und Genehmigungsprozess von Windenergieanlagen an Land ermittelt sowie den Einfluss, den unterschiedliche Planungsinstrumente auf die Realisierung neuer Windparks haben, analysiert.
Wesentliche Ergebnisse der Analyse: Windenergieprojekte benötigen im Schnitt rund fünf Jahre Planungs- und Genehmigungszeit bis zur Inbetriebnahme der ersten Anlage. Der zeitliche Vorlauf bis zum Genehmigungsantrag erfordert im Mittel drei Jahre. Die Genehmigungsphase wird innerhalb von eineinhalb Jahren durchlaufen. Ab der Genehmigung dauert es im Schnitt ein Jahr bis die Anlage ans Netz geht. Die Kosten bis zur fertigen Genehmigung liegen im Schnitt bei 70 €/kW geplante Leistung; das Gros der untersuchten Projekte hat Kosten bis 115 €/kW.

Zusammenfassung der Studie auf Französisch

Seit April 2015 ist die FA Wind Studie in einer Zusammenfassung auch in französischer Sprache verfügbar. Das Deutsch-französische Büro für erneuerbare Energien hat zentrale Ergebnisse der Studie ins Französische übersetzt und bietet diese auf seiner Internetseiten zum Download an.

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Hintergrundpapier: Beteiligungsprozesse bei der Windenergieplanung

Stand: November 2014

Die Planung und die Genehmigung von Windenergieanlagen laufen in streng formalisierten Bahnen, die in Deutschland sowohl durch Bundes- als auch Landesrecht geregelt sind. Auf Basis von ausführlichen Experteninterviews hat die
FA Wind ein niedersächsisches Windenergieprojekt unter der Fragestellung evaluiert, inwieweit die formellen Verfahren geeignet sind, Beteiligungsprozesse für alle betroffenen Akteure dieses Vorhabens möglichst zufriedenstellend zu gestalten.

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Dokumentation: Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Windenergie im Wald

Stand: Oktober 2014

Mit der Fachtagung „Wind im Wald“, die im Juli 2014 in Berlin stattfand, hat sich die FA Wind dieses Themenkomplexes angenommen und gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Bundesländer, des Naturschutzes, der Forstwirtschaft, der Forschung sowie der Planung und der kommunalen Praxis erörtert. Der Tagungsband dokumentiert den aktuellen Wissensstand und diskutiert Herausforderungen, Lösungsansätze, offene Fragestellungen und den zukünftigen Forschungsbedarf.

Auf Anfrage per Mail an post[at]fa-wind.de schicken wir Ihnen gerne ein kostenloses Leseexemplar.

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Hintergrundpapier: Bedeutung der Befristung der Länderöffnungsklausel für die Planungspraxis

Stand: Juni 2014

In einem Hintergrundpapier gibt die FA Wind fachliche Hinweise, warum die vorgesehene Befristung der geplanten Länderöffnungsklausel im Gesetzentwurf der Bundesregierung für Planungen von Windenergieanlagen wichtig ist. Die Befristung bis Ende 2015 gewährleistet Behörden, Kommunen und Unternehmen Planungs-sicherheit. Eine Aufweichung dieser Frist birgt die Gefahr, dass sachgerechte Windenergieplanungen aufgeschoben oder unterbrochen werden könnten. Je länger sie dauert, desto größer wären die Rechtsunsicherheit und die Verzögerungen beim weiteren Ausbau der Windenergie an Land, der zentralen Säule bei der Umsetzung der Energiewende.