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Befeuerung von Windenergieanlagen

Windenergieanlagen (WEA) müssen ab einer Gesamthöhe von 100 Meter gekennzeichnet werden - in Sonderfällen, wie in der Nähe von Flughäfen oder Hubschrauberlandeplätzen auch bei einer Höhe unter 100 Metern. Moderne leistungsfähige Anlagen überschreiten heute regelmäßig mit ihren Gesamtbauhöhen die 100 Meter-Marke und werden daher mit einer entsprechenden Kennzeichnung an Gondel, Turm und Rotorblättern versehen. Dadurch erhöht sich zunehmend ihre Sichtbarkeit im Landschaftsbild.

Aufgrund ihrer Besonderheit (der drehenden Rotorblätter) wurden die Kennzeichnungspflichten speziell für Windenergieanlagen angepasst. Ihre Kennzeichnung als Luftfahrthindernis erfolgt grundsätzlich nach den Vorschriften der International Civil Aviation Organization (ICAO), Annex 14.  In Deutschland wird die Hinderniskennzeichnung durch die „Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen“ (AVV Kennzeichnung) konkretisiert.
Vom Gesetzgeber werden unterschiedliche Befeuerungstechniken wie Xenon- oder LED-Leuchten bzw. farbliche Markierungen an den Rotorblattspitzen und am Turm vorgesehen.

Wissenschaft setzt Handlungsimpulse

Im Hinblick auf die Akzeptanz der Windenergienutzung sind die visuellen Emissionen von Windrädern von Bedeutung. 2008 wurde erstmals in einer Studie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) der Status Quo der rechtlichen Kennzeichnungsvorgaben festgestellt. Des Weiteren diskutierte die sogenannte HiWUS-Studie das Befeuerungsdesign für WEA mit daraus ableitbaren Konfliktpotenzialen und Klärungsbedarfen. Im Nachgang der richtungsweisenden HiWUS-Studie untersuchten die Umweltpsychologen Hübner und Pohl die Auswirkungen von Befeuerungssystemen auf Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen.

Optimierung der Befeuerung ist wünschenswert

Seit der Veröffentlichung beider Studien wird in der Windenergiebranche intensiv nach neuen Akzeptanz steigernden Lösungen zur Befeuerung von WEA gesucht, welche die Luftfahrtsicherheit nicht beeinträchtigen. Zu den technischen Möglichkeiten der Optimierung der Befeuerung zählen unter anderem

  • die Sichtweitenmessung und entsprechende Reduzierung der Lichtstärke
  • die Abschirmung der Befeuerung nach unten
  • die Synchronisierung der Blinkfrequenzen
  • die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von WEA.

Nachdem im September 2015 die AVV Kennzeichnung novelliert wurde, haben sich die rechtlichen Zulassungsvoraussetzungen für die bedarfsgerechte Befeuerung grundlegend geändert. Auf diesem Gebiet werden zukünftig neue Standards der Hinderniskennzeichnung zu erwarten sein (mehr...).

 

 

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