Aktualisiertes Helgoländer Papier veröffentlicht

29.05.2015

Landesarbeitsgemeinschaft Vogelschutzwarten hat Abstandsregelungen zu Vogellebensräumen überarbeitet.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Vogelschutzwarten (LAG VSW) hat die als Helgoländer Papier bekannten „Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten“ aus dem Jahr 2007 unter Einbeziehung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet.

In dem Papier werden Abstände von Windenergieanlagen zu bedeutenden Vogellebensräumen, differenziert nach Mindest- und Prüfbereichen, dargestellt. Diese werden als Beurteilungsmaßstab in der Raumplanung und der vorhabenbezogenen Einzelfallprüfung empfohlen. Aufgrund unterschiedlicher naturräumlicher Gegebenheiten, der Flächennutzung sowie dem vorkommenden Artenspektrum können landesspezifische Anpassungen sinnvoll sein.

Für viele Vogelarten wurden die angegebenen Abstände in der jetzt vorgelegten Version verringert. Beispielsweise beträgt der Mindestabstand zu Kranichbrutplätzen nun 500 m statt der zuvor angegebenen 1000 m. Für den Rotmilan hat sich der empfohlene Mindestabstand hingegen von 1000 auf 1500 m erhöht, der Prüfabstand sinkt von 6000 auf 4000 m. Für den Schwarzstorch bleibt der Prüfabstand bei 10 km.

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