Analyse 5. Ausschreibung Onshore-Wind

12.07.2018

FA Wind wertet Ergebnisse des Gebotstermins 1. Mai 2018 aus.

Das im Mai ausgeschriebene Volumen von 670 Megawatt (MW) wurde erstmals leicht unterzeichnet: Es gingen 111 Gebote für 604 MW neue Windenergieleistung ein. An der Auktion beteiligen konnten sich registrierte Genehmigungen mit 1.384 MW Leistung.

Durchgesetzt haben sich insbesondere Anlagenstandorte in Nordrhein-Westfalen (33 Zuschläge, 140 MW) Brandenburg (16 Zuschläge, 87 MW) und Sachsen-Anhalt (7 Zuschläge, 80 MW). Die Hälfte der erfolgreichen Anlagen und Leistung stammt aus diesen drei Ländern. Das Netzausbaugebiet hatte in dieser Auktion erneut keine Auswirkungen auf die Zuschlagsentscheidung. Bürgerenergiegesellschaften waren mit 15 erfolgreichen Geboten im Umfang von 113 MW beteiligt und bekommen als Zuschlagswert den Gebotswert des höchsten noch bezuschlagten Gebots (6,28 ct/kW).

Von den insgesamt 187 Windturbinen entfallen 65 Prozent auf Enercon (80 WEA) und Vestas (43 WEA). Die erfolgreichsten Anlagentypen in der Mai-Runde waren Vestas V126 (22 WEA) und Enercon E-115 (21 WEA).

Die kumulierte Betrachtung der Ergebnisse der fünf bisherigen Ausschreibungsrunden zeigt weiterhin eine starke Zuschlagskonzentration im Norden Deutschlands. Nördlich der Mainlinie sind 91 Prozent der bislang bezuschlagten Windenergieanlagen geplant, südlich davon lediglich neun Prozent. Von 1.131 bislang bezuschlagten Anlagen besitzen bis dato 40 Prozent eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung und damit die Baureife.

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