Analyse der Entwicklung der EEG-Umlage

18.01.2018

Öko-Institut analysiert den Beitrag einzelner Einflussfaktoren zum Anstieg der EEG-Umlage.

Seit 2010 ist die EEG-Umlage um 4,74 Cent pro Kilowattstunde Strom (ct/kWh) von 2,05 ct/kWh auf 6,79 ct/kWh in diesem Jahr gestiegen. Welche verschiedenen Faktoren in die komplexe Berechnung der Umlage einfließen und welchen Anteilen die jeweiligen Einflussgrößen an der Höhe der Umlage haben, hat das Öko-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für den Zeitraum 2010 bis 2018 analysiert. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) mit 3,9 ct/kWh zum Anstieg der EEG-Umlage zwischen 2010 und 2018 beitrage.

Wind an Land ist nach dieser Analyse „die mit Abstand kostengünstigste Technologie, die zugleich beinahe die Hälfte der erneuerbaren Stromproduktion“ liefere. Aufgrund wachsender Windstrommengen sei seit 2010 der Anteil von Onshore-Wind am Anstieg der EEG-Umlage stetig gestiegen auf zuletzt knapp 0,7 ct/kWh. Die Windenergienutzung auf See sieht die Analyse als den „neuen großen Treiber für die EEG-Umlage“. In diesem Jahr trage der sehr dynamische Ausbau der Offshore-Windenergie mit 0,9 ct/kWh zum Anstieg der EEG-Umlage bei. Der größte Anteil der gestiegenen EEG-Umlage entfalle auf die Solarenergie (1,4 ct/kWh). Bei der Biomasse, die 2018 mit 0,9 ct/kWh zum Umlageanstieg (seit 2010) beitrage, begründe sich etwa die Hälfte dieses Effekts auf „deutlich gestiegene“ spezifische Kosten.

Die nicht direkt dem EE-Ausbau zuzuordnenden Effekte hätten zu einem Anstieg der Umlage um 1,3 ct/kWh seit 2010 geführt. Davon seien 0,8 ct/kWh auf den niedrigen Börsenstrompreis zurückzuführen, der sich im Untersuchungszeitraum nahezu halbiert habe. Außerdem hätte die Privilegierung der stromintensiven Industrie über die sog. Besondere Ausgleichsregelung in den Jahren 2015 bis 2018 zu einem Anstieg der EEG-Umlage zwischen 0,3 ct/kWh und 0,5 ct/kWh geführt.

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