Auktionsergebnisse 3. Runde Wind an Land

22.11.2017

BNetzA veröffentlicht Ergebnisse der letzten Ausschreibungsrunde im Jahr 2017.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute die Ergebnisse der dritten Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land (WEA) veröffentlicht. Mit einer 2,6-fachen Überzeichnung war diese Runde – wie schon die zwei vorangegangenen – wiederum von einem hohen Wettbewerb geprägt.

Es wurden insgesamt 210 Gebote für 2.591 Megawatt (MW) neue Windenergieleistung bis zum Stichtag 2. November eingereicht. Daraus hat die BNetzA 61 Geboten mit zusammen 1.000 MW Leistung einen Zuschlag erteilt. Der (mengengewichtete) durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 3,82 ct/kWh (zum Vergleich: 4,28 ct/kWh in der zweiten Auktion; 5,71 ct/kWh in der ersten Auktion). Der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhielt, beträgt ebenfalls 3,82 ct/kWh.

In der November-Ausschreibung betrug die Zuschlagsobergrenze für Gebote innerhalb des Netzausbaugebietes 430,55 MW. Das Volumen konnte nicht im vollen Umfang bezuschlagt werden. Lediglich 231 MW Windenergieleistung im Netzausbaugebiet waren in dieser Auktion erfolgreich. Räumlich konzentrieren sich die Zuschläge der dritten Gebotsrunde insbesondere in Nordrhein-Westfalen (17 Zuschlage, 65 WEA) und Brandenburg (16 Zuschläge, 64 WEA). Der Süden der Republik ging erneut nahezu leer aus (Bayern 1 Zuschlag für 4 WEA, Baden-Württemberg und Saarland keine Zuschläge).

Bürgerenergiegesellschaften waren mit 89 Prozent der eingereichten Gebotsmenge erneut besonders stark vertreten. 98 Prozent der Zuschläge (60 Zuschläge) mit 99,2 Prozent des Zuschlagsvolumens entfallen auf diese Gesellschaftsform.

Die Qualität der Angebote entsprach wie schon in den ersten beiden Ausschreibungsrunden fast ausnahmslos den formalen Anforderungen. Lediglich 15 Gebote und damit rund sieben Prozent mussten wegen Formfehlern ausgeschlossen werden.

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