Ausbaurekord im Jahr 2017

25.01.2018

Mit 5.334 MW erreichte der Windenergie-Zubau in Deutschland im vergangenen Jahr einen neuen Rekord.

Im Jahr 2016 wurden 1.792 Windenergieanlagen (WEA) mit einer Kapazität von 5.334 Megawatt (MW) in Deutschland neu installiert. Damit erreichte der letztjährige Zubau einen neuerlichen Rekordwert – bislang war 2014 mit 4.750 MW das ausbaustärkste Jahr. Nach Berechnungen der Deutschen WindGuard, die den jährlichen Ausbaustatus im Auftrag des Bundesverbands WindEnergie (BWE) und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) ermittelt, wurden zudem 387 Altanlagen mit 467 MW stillgelegt. Der Nettozubau liegt 2017 somit bei 4.866 MW.

Die meiste Anlagenleistung wurde, wie auch 2016, in Niedersachsen errichtet, wo 485 Neuanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.436 MW (2016: 900 MW; + 60 %) gezählt wurden. Mit deutlichem Abstand folgt an zweiter Stelle Nordrhein-Westfalen mit 870 MW (2016: 564 MW; + 54 %). Schleswig-Holstein rangiert mit einem Zubau von 552 MW an dritter Stelle. Dort war der Zubau gegenüber den Vorjahren (2016: 651 MW, 2015: 888 MW) erneut rückläufig. Die stärksten prozentualen Steigerungen bei der Neuanlagenkapazität verzeichnen – wenn auch mit niedrigen absoluten Werten – die Stadtstaaten Hamburg (+ 280 %) und Bremen (+ 264 %). Aber auch das Saarland, als kleinstes Flächenland, verzeichnet mit 107 MW einen überdurchschnittlichen Leistungszuwachs von knapp 150% gegenüber 2016 (43 MW). Mehr Windenergieleistung als 2016 wurde zudem in Baden-Württemberg (401 MW; + 15 %), Brandenburg (535 MW; + 8 %), Rheinland-Pfalz (245 MW; + 4 %) und Sachsen (49 MW; + 41 %) installiert. Thüringen konnte das Vorjahresniveau halten; weniger Anlagenleistung als noch 2016 wurde installiert in Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Zu Beginn des Jahres 2017 waren nach Berechnungen von WindGuard 28.675 Windräder mit einer Gesamtleistung von 50.777 MW im Binnenland in Betrieb.

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