BNetzA erteilt Zuschläge für erste Windräder an Land

19.05.2017

Bundesnetzagentur gibt Zuschläge aus der Ausschreibung neuer Windturbinen an Land bekannt.

Zum Gebotstermin 1. Mai 2017 hatte die Bundesnetzagentur Windenergieanlagen an Land (WEA) mit einer Gesamtleistung von 800 Megawatt (MW) ausgeschrieben, wovon bis zu 258 MW an Vorhaben innerhalb des sog. Netzausbaugebiets vergeben werden durften.

Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 19. Mai 2017 die Ergebnisse der
1. Ausschreibungsrunde. Danach bewarben sich 256 Gebote mit einer Gesamtleistung von 2.137 MW fristgerecht um das ausgeschriebene Leistungsvolumen. Die Ausschreibungsmenge war damit 2,6-fach überzeichnet. 70 Prozent der eingereichten Gebote (169) stammten von sog. Bürgerenergiegesellschaften. Aus formalen Gründen wurden lediglich 12 Gebote aus dem Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. Die Ausschlussquote ist mit unter 5 Prozent erfreulich niedrig.

Insgesamt erteilte die Behörde 70 Zuschläge für 224 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 807 MW. 93 Prozent davon gingen an Bürgerenergiegesellschaften, denen 96 Prozent des ausgeschriebenen Leistungsvolumens zugeteilt wurde.

68 WEA (246,8 MW) wurden in Niedersachsen bezuschlagt, 42 WEA (157,6 MW) in Brandenburg, 37 WEA (119,9 MW) in Schleswig-Holstein. In Nordrhein-Westfalen erhielten 25 Windräder (96,6 MW) einen der begehrten Zuschläge. Zudem waren Windenergieanlagen in Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz sowie in Sachsen-Anhalt in der ersten Ausschreibungsrunde erfolgreich.

Der Höchstwert für Gebote im Jahr 2017 ist auf 7,00 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) beschränkt. In der 1. Runde lag der niedrigste Wert eines Gebotes, das noch einen Zuschlag erhielt bei 4,20 ct/kWh. Das Gebot mit dem höchsten Zuschlagswert bekommt 5,78 ct/kWh - und damit deutlich weniger als der gesetzliche Höchstwert ermöglichte. Innerhalb des Netzausbaugebiets beträgt der höchste noch bezuschlagte Gebotswert 5,58 ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert über das gesamte zugeteilte Volumen beträgt 5,71 ct/kWh.

Bürgerenergiegesellschaften erhalten für ihre Projekte den Einheitspreis von 5,78 ct/kWh soweit die Vorhaben außerhalb des Netzausbaugebiets realisiert werden. Liegen deren Windenergieprojekte innerhalb des Netzausbaugebiets, beträgt der Zuschlagswert einheitlich 5,58 ct/kWh.

Die Behörde veröffentlicht auf ihren Internetseiten sämtliche Zuschläge aus dem Gebotstermin 1. Mai. Die Zuschläge gelten eine Woche nach Veröffentlichung als bekanntgegeben, ab dann beginnen die Fristen zur Umsetzung der Windenergieprojekte zu laufen. Die Bekanntmachung erfolgte am 19. Mai 2017, so dass die Bekanntgabe formal am 26. Mai 2017 als erfolgt gilt.

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