Bundesregierung antwortet auf Kleine Anfrage zu Windenergie und Luftverkehr

28.07.2014

Störpotential von WEA auf UKW-Drehfunkfeuer bleibt unklar.

Am 22. Juli 2014 veröffentlichte die Bundesregierung die Antworten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum vermeintlichen Störpotenzial von Windenergieanlagen (WEA) für Radaranlagen.
Derzeit hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) gegen insgesamt sieben Genehmigungen für Windenergieprojekte Rechtsmittel eingelegt. In dem Antwortschreiben wird bestätigt, dass sämtliche bekannte Simulationsmethoden zur Abschätzung des möglichen Störpotentials von UKW-Drehfunkfeuern der DFS nicht validiert sind. Die kürzlich durchgeführten Studien zu diesem Thema werden derzeit durch unabhängige Fachorganisationen und die DFS geprüft. Bis dies abgeschlossen ist, bleibt offen, ob eine Änderung der bestehenden Bewertungsmethode erfolgen wird. Weitere Entwicklungen sollen im Laufe des Jahres kommuniziert werden.
Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift (AVV) zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen soll künftig Vorgaben für bedarfsgesteuerte Befeuerungssysteme beinhalten. Der Transpondertechnologie wird in dem Schreiben jedoch eine Absage erteilt, da Sicherheitslücken nicht ausgeschlossen werden können. Des Weiteren sollen in der AVV zukünftig Maßnahmen zur Minimierung potenzieller Störwirkungen vorgesehen werden. Sie wird eine Lichtstärkenbegrenzung für Feuer W rot und Hindernisfeuer, eine Reduzierung der Anzahl der Hindernisbefeuerungsebenen an hohen WEA (>150 Meter) und eine Verpflichtung zur Synchronisierung aller blinkenden Feuer enthalten.

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