CO2-Emissionen pro verbrauchter kWh sinken

31.05.2017

UBA ermittelt rückläufigen CO2-Emissionsfaktor beim nationalen Stromverbrauch.

Das Umweltbundesamt (UBA) errechnet jährlich den „spezifischen CO2-Emissionsfaktor im deutschen Strommix“. Nach aktuellen Berechnungen der Behörde sank der Kohlendioxidausstoß pro verbrauchter Kilowattstunde Strom in Deutschland in den vergangenen Jahren, unter anderem aufgrund des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien am nationalen Strommix.

Verursachte eine Kilowattstunde Strom 2014 noch durchschnittlich 564 Gramm CO2, geht das UBA auf der Grundlage vorläufiger Daten für 2015 von 534 Gramm aus. Schätzungen der Behörde für das Jahr 2016 prognostizieren einen weiteren Rückgang auf 527 Gramm des Treibhausgases pro Kilowattstunde.

Ursachen für den Rückgang sieht das UBA im gestiegenen Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung sowie im wachsenden Anteil des Brennstoffs Erdgas, der einen deutlich niedrigeren CO2-Emissionsfaktor bei der Stromerzeugung aufweise als Stein- und Braunkohle. Zudem hätten steigende elektrische Wirkungsgrade bei neu ans Netz gegangenen Kraftwerken zur Senkung des Emissionsfaktors beigetragen.

Werde der seit 2004 stetig wachsende Überschuss beim Stromhandelsexport in die Betrachtung einbezogen, führe dies zu einem steigenden Anteil der CO2-Emissionen, der allerdings nicht dem im Inland verbrauchten Strom zuzuordnen sei, so das UBA. Für das Erreichen der Klimaziele ist nach Auffassung der obersten Umweltbehörde notwendig, dass die absoluten Kohlendioxidemissionen der Stromerzeugung „stark sinken“. Weitere Anstrengungen zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen aus der Stromerzeugung seien daher „dringend notwendig“. Hierzu bedürfe es nach Ansicht der Behörde vor allem der weiteren Modernisierung des vorhandenen Kraftwerksparks durch den Ausbau Erneuerbarer-Energien-Anlagen, der Rückführung des Stromhandelsexportüberschusses, des weiteren Umstiegs auf CO2-arme Brennstoffe, des Ausbaus der Kraft-Wärmekopplung sowie der Effizienzsteigerung bei der Stromerzeugung. Zudem sei auch der sparsame Umgang mit Strom ein wichtiges Mittel für die Kohlendioxidreduzierung, so das UBA.

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