Deutlicher Rückgang beim Windenergieausbau

26.07.2018

Neuinstallation von Windenergieanlagen an Land liegt im 1. Halbjahr deutlich unter dem Zubau der letzten Jahre.

Gemäß Zahlen der Deutschen WindGuard, erhoben im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie und VDMA Power Systems, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 497 neue Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.626 MW (brutto) in Deutschland errichtet. Dies entspricht bezogen auf die Erzeugungsleistung einem Rückgang von nahezu 30 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 (2.280 MW, 790 WEA), welches das bislang ausbaustärkste Halbjahr in der Geschichte des Windenergieausbaus war. Der Zuwachs bis zur Jahresmitte 2018 bleibt auch hinter den Halbjahreswerten 2016 (1.892 MW, 579 WEA) und 2014 (1.722 MW, 640 WEA) zurück.

Den Bundesländervergleich führt erneut Niedersachsen an, wo mit 465 MW neuer Windenergieleistung über ein Viertel des bundesdeutschen Gesamtzubaus errichtet wurde. Mit deutlichem Abstand folgt an zweiter Stelle Nordrhein-Westfalen mit 258 MW. Platz 3 belegt Brandenburg mit 189 MW,  an vierter Stelle steht Hessen mit 162 MW Neuanlagenleistung. Schleswig-Holstein belegt mit 63 MW nur Platz 9, dabei rangierte das Land 2016 noch an zweiter Stelle und zwischen 2015 und 2013 sogar an der Spitzenposition. Aber nicht aus allen Bundesländern sind rückläufige Zahlen zu vermelden: Gegenüber dem letztjährigen ersten Halbjahr stieg der Zubau in Thüringen (+ 47 MW), Hessen (+ 46 MW), Bremen (+ 13 MW) sowie in Rheinland-Pfalz (+ 11 MW).

Der Trend zu größeren Anlagentypen setzt sich auch 2018 fort: Bei der durchschnittlichen Generatorleistung verzeichnet WindGuard mit 3,27 MW erstmals ein Überschreiten der 3 MW-Schwelle - verglichen mit dem Vorjahr ein Plus von 10 Prozent. Ebenfalls gewachsen sind laut WindGuard die Durchschnittswerte bei den Rotordurchmessern (+5 Prozent) und den Turmhöhen (+ 7 Prozent).

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