Erste Ausschreibung Wind an Land

19.06.2017

BWE veröffentlicht Hintergrundpapier zu Ausschreibungsergebnissen.

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land, die am 19. Mai 2017 von der Bundesnetzagentur veröffentlicht wurden, in einem kurzen Hintergrundpapier bewertet. Neben den Zuschlagshöhen werden die Nutzung der Ausnahmen für Bürgerenergiegesellschaften und die geographische Verteilung der Zuschläge analysiert. Der BWE kommt zu dem Ergebnis, dass die Akteursvielfalt aktuell nicht gegeben ist, da fast ausschließlich Bürgerenergiegesellschaften bezuschlagt worden seien. Die starke Differenz zwischen Geboten und Zuschlägen in drei Bundesländern zeige zudem, dass es keine ausgewogene regionale Verteilung gäbe.

Zudem sieht der BWE das Erreichen der Ausbauziele für die Jahre 2019 und 2020 gefährdet, wenn auch in den folgenden Ausschreibungsrunden vor allem Bürgerenergiegesellschaften, die ohne Genehmigung an der Ausschreibung teilnehmen dürfen, bezuschlagt werden. Da von 65 bezuschlagten Bürgerwindgesellschaften nur vier über eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung verfügten, sei nicht nur zu befürchten, dass sich die Realisierung auf die Jahre nach 2020 verschiebe, sondern stehe teilweise grundsätzlich in Frage.

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