FGW-Regularien zur Standortgüte nach EEG 2017

13.01.2017

Fördergesellschaft Windenergie veröffentlicht Informationen zum Referenzertragsverfahren im EEG 2017

Das EEG 2017 bringt auch Änderungen im Zusammenhang mit dem Referenzertragsverfahren mit sich. Für Windenergieanlagen, die künftig an Ausschreibungsverfahren teilnehmen, werden sowohl der Referenzstandort als auch der Standortertrag neu definiert.

Für Bestandsanlagen, die nach dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen wurden und nach dem bisherigen, zweistufigen Referenzertragsmodell vergütet werden, fordert das EEG 2017 eine Überprüfung des Zeitraums der verlängerten Anfangsvergütung nach spätestens zehn Betriebsjahren. Dies gilt auch für sog. „Übergangsanlagen“, also Windräder, die vor dem 1. Januar 2017 genehmigt wurden und bis Ende 2018 in Betrieb gehen. In der neuen Revision 7 der Technischen Richtlinie 5 der Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien (FGW) werden sowohl die Überprüfung des Zeitraums der verlängerten Anfangsvergütung als auch die Berechnung des Referenzertrages mit den neuen Referenzstandortbedingungen beschrieben und spezifiziert. Die Technische Richtlinie 5 sowie weitere Richtlinien können über die FGW-Homepage bestellt werden.

Darüber hinaus überarbeitet die FGW derzeit die technischen Vorgaben zur Ermittlung des Standortertrages im Sinne der Anlage 2 zum EEG 2017. Für die Ermittlung des Standortertrages vor Inbetriebnahme veröffentlichte die FGW bereits im Oktober 2016 entsprechende Hinweise. Nach Inbetriebnahme ist der Standortertrag alle 5 Jahre zu überprüfen. Hierzu erarbeitet die FGW aktuell ein Verfahren. Anlagenbetreiber müssen künftig Vorkehrungen treffen, um nach den 5-Jahres-Zeiträumen die Ermittlung des Standortertrages ihrer Anlagen gewährleisten zu können. Diese Vorkehrungen beschreibt die FGW-Vorveröffentlichung „Anforderungen an die Datenvorhaltung“. Die Vorveröffentlichung „Anforderungen an die Datenhaltung (EEG 2017)“ sowie weitere Informationen zu technischen Verfahren und Vorgaben zur Bestimmung des Standortertrages im Rahmen des EEG 2017 bietet die FGW auf einer eigenen Projekt-Seite im Internet an.

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