Fokuspapier zu Ausschreibungen erschienen

03.06.2014

Agora Energiewende stellt hier die wichtigsten Fragen und Optionen bei Auktionen dar, welche bei den ab 2017 geplanten Ausschreibungen für Erneuerbare Energien abzuwägen sind.

Die Bundesregierung und die EU-Kommission planen, ab 2017 die administrativ festgelegten Fördersätze im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) durch Ausschreibungen für Erneuerbare Energien zu ersetzen. Agora Energiewende hat nun ein Fokuspapier vorgelegt, welches die wichtigsten Fragen und Optionen, welche bei Auktionen abzuwägen sind, zusammenfasst und diese mit internationalen Erfahrungen spiegelt.

Das Hintergrundpapier adressiert dabei die wichtigsten Stellschrauben und leitet die folgenden vier Schlussfolgerungen ab:

  • Die Zeit bis zur nächsten EEG-Novelle 2016 muss intensiv genutzt werden, um herauszufinden, ob die Erfolgsvoraussetzungen für Ausschreibungen bei Photovoltaik, Onshore-Windkraft, Offshore-Windkraft sowie Biomasse jeweils erfüllt sind und wie die unterschiedlichen Marktstrukturen und Projektcharakteristika im Auktionsdesign zu berücksichtigen sind.
  • Zusätzlich sollten mehrere Varianten erprobt werden (z.B. Präqualifikation, Auktionsverfahren, Vergütungsoptionen, Losgrößen und Standortaspekte), um ein falsches Auktionsdesign ab 2017 zu vermeiden, welches die Gesamtkosten erhöhen oder die Ausbauziele gefährden könnte.
  • Für Onshore-Windkraft sollten Pilotausschreibungen durchgeführt werden, da die Erkenntnisse aus der derzeit für 2015 vorgesehenen Photovoltaik-Pilotausschreibung kaum auf andere Energieträger übertragbar sind.
  • Außerdem sollte das Auktionsdesign die Teilnahme kleinerer, dezentraler Akteure ermöglichen, um damit u.a. strategisches Verhalten zu erschweren.

 

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