Geringste Umweltkosten durch Windstrom

22.11.2018

Windenergieanlagen verursachen die wenigsten Umweltkosten der Stromerzeugung in Deutschland.

Zu viele Treibhausgase, Luftschadstoffe und andere Umweltbelastungen schaden dem Klima und der Gesundheit, wirken sich negativ auf Ökosysteme aus und begünstigen das Artensterben. Zudem führen sie zu wirtschaftlichen Einbußen durch z. B. Produktionsausfälle, Ernteverluste oder Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Für viele dieser Schäden gibt es etablierte wissenschaftliche Methoden, um sie in Geldwerten auszudrücken.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in der „Methodenkonvention 3.0“ Empfehlungen zur Ermittlung solcher Schäden aktualisiert und die Kosten durch Umweltbelastungen neu berechnet. Danach verursacht zum Beispiel der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO₂) Schäden in Höhe von rund 180 Euro. Umgerechnet auf die Treibhausgasemissionen Deutschlands (im Jahr 2016) entspricht dies Gesamtkosten von rund 164 Mrd. Euro.

Bei einem Kostensatz von 180 €/t CO2 hat das UBA errechnet, dass die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom mit Braunkohle Umweltkosten in Höhe von 20,8 ct/kWh verursacht. Ähnlich teuer ist die Verstromung von Steinkohle, wodurch Umweltkosten von 18,8 ct/kWh entstehen. Unter den Erneuerbaren Energien verursacht die Stromerzeugung mit Biomasse mit 7,7 ct/kWh die meisten externen Kosten. Die geringsten Umweltkosten verursacht die Stromerzeugung in Windrädern. Mit nur 0,28 ct/kWh liegt Windstrom um das 74-fache unter den gesamten Umweltkosten von Braunkohlestrom.

Weitere Informationen:

Service-Rubrik

Windenergierelevante Informationen aus den Bundesländern