Gutachten zu Rotmilan und Schwarzstorch

03.05.2018

Im Vogelsbergkreis wird das Flugverhalten in Abhängigkeit von Witterung und Landnutzung betrachtet.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung führt seit April 2016 gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Untersuchungen zu Rotmilan und Schwarzstorch durch. In diesen wird das Flugverhalten beider Arten in Abhängigkeit von Witterung und Landnutzung betrachtet, wobei ein Fokus auf der Analyse der Raumnutzung im Bereich von Windparks liegt. Die Untersuchungsräume befinden sich im größten hessischen Vogelschutzgebiet „Vogelsberg“ im Regierungsbezirk Gießen.

Für die Einschätzung des Flugverhaltens des Schwarzstorchs liegt nun der Endbericht vor, welcher zum einen die Ergebnisse von Sichtbeobachtungen in einem Windpark darstellt, die 2016 durchgeführt wurden. Zum anderen werden mehrere im Rahmen von Windenergieplanungen erstellte Artenschutzgutachten ausgewertet.

Die Untersuchung des Rotmilans ist auf drei Jahre konzipiert und läuft bis einschließlich Juli 2018. Der erste Zwischenbericht stellt vor allem auf die methodischen Fragestellungen ab. Für das dreijährige Forschungsprojekt wurden mehrere Tiere mit einem Sender versehen, der Daten über die Flughöhe und den Aktionsradius liefert. Gleichzeitig wird die Landnutzung und -bewirtschaftung im 1,5 km-Umfeld des Horstes und das Flugverhalten im Windparkbereich erfasst. Ziel ist, anhand der gewonnenen Erkenntnisse Vermeidungsmaßnahmen bei Windparkplanungen gezielter und damit prognosesicherer gestalten zu können.

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