Gutachten zur Nutzung zuschaltbarer Lasten

07.03.2016

Bei Netzengpässen soll Windstrom verstärkt genutzt statt abgeregelt werden.

Engpässe im Stromnetz sollen grundsätzlich durch den Ausbau der Netze beseitigt werden. In den letzten Jahren haben jedoch die Abregelungen von Windenergieanlagen aufgrund von Netzengpässen sowohl in Deutschland als auch in Schleswig-Holstein erheblich zugenommen.

Nach den Vorstellung des Energiewendeministeriums Schleswig-Holstein soll Strom aus erneuerbaren Energien genutzt statt abgeschaltet werden. Dies könne beispielsweise durch Speicher, in Industrieprozessen oder in Wärmenetzen erfolgen. Damit hierfür die rechtlichen Rahmenbedingungen zügig verbessert werden, hat das Land Schleswig-Holstein bei der Stiftung Umweltenergierecht und dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches nunmehr veröffentlicht wurde.

Zu den Kernforderungen des Gutachtens gehören laut Ministerium der Erlass einer Verordnung für zuschaltbare Lasten und die Schaffung eines Anreizsystems für Anbieter dieser zuschaltbaren Verbraucher, also beispielsweise Betreiber von Speicher- oder Power-to-Heat-Anlagen. Zudem solle die Abregelung von Anlagen erst dann erlaubt sein, wenn sich keine Lasten mehr zuschalten lassen.

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