Internationale Erfahrungen mit Ausschreibungen

11.06.2018

IZES-Studie analysiert Ausschreibungssysteme für Windenergie in acht Ländern. Gesetzte Ziele werden nur bedingt erreicht.

Das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES) hat im Auftrag der österreichischen Interessensgemeinschaft Windkraft die Entwicklung von Zubau und Kosten sowie die Struktur der erfolgreichen Bieter in acht Ländern (Argentinien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien, Spanien sowie Südafrika) analysiert.

Eines der Hauptziele von Ausschreibungen, die Senkung der Gestehungskosten für Windstrom, werde laut IZWS in fast allen untersuchten Ländern erreicht. Dies sei allerdings nicht zwingend auf das Förderdesign zurückzuführen. Zwar seien die erzielten Vergütungssätze von Runde zu Runde gesunken, allerdings sei auch in Ländern ohne Ausschreibungsregime seit Jahren eine Kostendegression zu beobachten. Ein Rückgang der Vergütungshöhe in einem Ausschreibungssystem sei kein ausreichender Beleg, um die geringeren Kosten dem gewählten Politikinstrument zuzuordnen, bilanzieren die Autorinnen. Vielmehr müssten weitere Einflussfaktoren untersucht werden, was aber nicht Gegenstand der Studie gewesen sei.

Bislang sei nur in Südafrika das ausgeschriebene Projektvolumen gänzlich realisiert worden. In den anderen untersuchten Windenergie-Märkten läge die Realisierungsrate zwischen 30 und 80 Prozent.

Mit Blick auf die Akteursstruktur sieht die Studie in den untersuchten Ländern die Tendenz, dass Ausschreibungen zu Marktkonzentration führen, wobei große, international tätige Unternehmen eher zum Zuge kommen. Allerdings sei die Struktur der erfolgreichen Bieter nicht in allen Ländern zur ermitteln gewesen, räumt das IZES ein.

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