Monitoring von Windenergieanlagen im Wald

12.05.2016

Abschlussbericht des Forschungsprojektes „Bau- und Betriebsmonitoring von Windenergieanlagen im Wald“ liegt vor.

Hinsichtlich der Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA) auf waldbewohnende Arten sowie generell auf den Naturhaushalt bestehen gegenwärtig noch erhebliche Kenntnislücken. Zur Verbesserung des Wissens zu bau- und betriebsbedingten Auswirkungen von WEA sowie Möglichkeiten ihrer planerischen Bewältigung hat die Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung (ARSU) in Kooperation mit dem Freiburger Institut für Angewandte Tierökologie (FrInaT), der Technischen Universität Berlin - Fachgebiet Umweltprüfung und Umweltplanung - sowie der Firma JUWI im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ein dreijähriges Forschungsvorhaben durchgeführt. Der Schwerpunkt der Wirkungsuntersuchungen lag dabei auf den Tierartengruppen der Vögel und Fledermäuse. Bei weiteren Untersuchungen wurden auch andere Schutzgüter bzw. Arten (insbesondere Pflanzen und Biotoptypen, Wildkatze, Boden, Klima, Mensch) betrachtet. Auswirkungen auf das Landschaftsbild wurden nicht untersucht.

Durch das Forschungsvorhaben konnte der Kenntnisstand zu den Auswirkungen von WEA im Wald und der planerischen Konfliktbewältigung für die betrachteten Schutzgüter aufbereitet und verbessert werden. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse und zusammengetragenen Informationen werden Planungs- und Zulassungsempfehlungen zu Untersuchungsmethoden für Vögel, Fledermäuse und Wildkatze, zur Vermeidung und Minimierung der Auswirkungen durch WEA im Wald sowie zu CEF- und Kompensationsmaßnahmen für WEA im Wald abgeleitet.

Für einige Vogelarten (z.B. Spechte) können die vorliegenden zweijährigen Untersuchungen allerdings nur als Basis für weitere umfangreichere Forschungsanstrengungen angesehen werden. Zum Teil wurden noch nicht bekannte Beeinträchtigungen festgestellt, die bisher nicht hinreichend abgesichert werden konnten. Hier müssen Erfassungszeiträume und Stichprobenumfang erweitert werden, um die Wissenslage zu verbessern und auszubauen. Weiterer Forschungsbedarf wurde u.a. im Hinblick auf Erfassungsmethoden (Wildkatze), Populationseffekte (Fledermäuse) und die Wirksamkeit von Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen identifiziert.

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