Naturverträgliche Energiewende ist möglich

23.10.2018

Zwei neue Studien zeigen auf, wie das Stromsystem nach 2035 ausschauen könnte.

In einer umfassenden Studie zur Zukunft des Stromsystems haben Öko-Institut und Prognos im Auftrag der Umweltorganisation WWF Berechnungen zur Regionalisierung der Stromerzeugung in Deutschland aufgestellt. Die Ergebnisse wurden vom Planungsbüro Bosch & Partner beispielhaft in sechs Landkreisen validiert und einer naturschutzfachlichen Raumbewertung bezüglich der Betroffenheit der drei windenergiesensiblen Vogelarten Mäusebussard, Kiebitz und Rotmilan unterzogen.

Für eine vollständige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien werden 2050 in Deutschland laut den Berechnungen durchschnittlich bis zu 2,5 Prozent der Landesfläche benötigt bzw. bis zu 2,0 Prozent, wenn verstärkt auf Solarenergie gesetzt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass dafür in Deutschland ausreichend Fläche zur Verfügung steht. Auch in Landkreisen, in denen mit einem überdurchschnittlich hohen Ausbau der Windenergienutzung gerechnet wird, könne dieser ohne hohe Konflikte mit dem Naturschutz realisiert werden. Essentiell seien dabei eine vorrausschauende Planung und die Berücksichtigung der Interessen der Menschen vor Ort.

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