Neue Regionalpläne in Schleswig-Holstein

07.12.2016

Kabinett verabschiedet Entwürfe für neue Windenergieplanung.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung hat am 6. Dezember 2016 die Entwürfe der neuen Teilregionalpläne Windenergie verabschiedet. Nach Abwägung aller objektiven Kriterien sollen 1,98 Prozent der Landesfläche als Vorranggebiete für die Windenergie ausgewiesen werden. 98 Prozent des Landes würden damit von Windenergieanlagen freigehalten, betonte Ministerpräsident Torsten Albig.

Die Entwürfe sehen 354 Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie vor. Von den derzeit rund 3.000 Anlagen liegen laut Landesregierung etwa 1.300 Anlagen außerhalb der neuen Vorrangflächen. Für diese Anlagen gilt bis zum Ende ihrer technischen Lebensdauer Bestandsschutz. Danach sind sie abzubauen. Insbesondere in stärker belasteten Regionen soll eine Entlastung der Bevölkerung durch einheitliche, größere Abstände zu Siedlungen erreicht werden.

Ein Repowering von Altanlagen ist zukünftig nur innerhalb von Vorranggebieten zulässig. Den Betreibern von Bestandsanlagen außerhalb von Vorranggebieten werden 0,2 Prozent Repowering-Vorranggebiete bereitgestellt. Dort dürfen Neuanlagen errichtet werden, sofern dafür zwei alte Windräder vom Netz gehen.

Mithilfe eines Online-Tools zur Öffentlichkeitsbeteiligung können sämtliche Planunterlagen ab sofort eingesehen werden. Die formale Beteiligungsphase soll Ende Dezember starten; die Möglichkeit zur Stellungnahme läuft bis Ende Juni 2017.

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