Starker Einbruch des Windausbaus im 1. Quartal

29.04.2019

Zahl der neuen Windenergieanlagen ging in den ersten drei Monaten um fast 90 Prozent zurück.

Die ersten drei Monate des Jahres 2019 dürften das mit Abstand ausbauschwächste erste Quartal in diesem Jahrtausend sein. Dies lässt sich aus der Datenlage im Marktstammdatenregister schließen, welche die FA Wind ausgewertet hat. Lediglich 41 Windenergieanlagen mit 134 MW Leistung gingen von Januar bis März bundesweit ans Netz. Damit liegt der Zubau fast 90 Prozent unter dem Niveau des jeweils ersten Quartals in den vorangegangenen drei Jahren. Der drastische Einbruch ist der vorläufige Tiefpunkt einer bereits seit einem Jahr stark rückläufigen Ausbauentwicklung, die sich von Quartal zu Quartal zugespitzt hat. Im 2. Quartal 2018 lag der Windenergie-Ausbau um ein Drittel unterhalb des Durchschnitts des gleichen Zeitraums der Vorjahre (2015-2017) und sank weiter: Um Dreiviertel im letzten Quartal 2018. Der bislang größte Rückgang zeigt sich für das 1. Quartal 2019, in dem die Neuanlagenleistung nur noch 13 Prozent dessen erreichte, was innerhalb der ersten Quartale der Jahre 2016 bis 2018 ans Netz ging.

Die Genehmigungslage hat sich dahingegen leicht verbessert: Im 1. Quartal 2019 wurden 111 neue Windturbinen (413 MW) immissionsschutzrechtlich genehmigt. Gegenüber den Vergleichszeiträumen in den Jahren 2018 und 2017 bedeutet dies einen Anstieg um 33 Prozent. Allerdings lässt sich daraus noch kein signifikanter Aufwärtstrend ableiten, da in den letzten vier Quartalen die Entwicklung eher von Wellenbewegungen geprägt war.

Weitere Informationen:

FA Wind (2019): Ausbausituation der Windenergie an Land im Frühjahr 2019

Service-Rubrik

Windenergierelevante Informationen aus den Bundesländern