Statusreport zu Wind im Wald und Naturschutz

21.11.2014

Die Deutsche Wildtierstiftung setzt sich in einer Studie kritisch mit dem Thema Windenergie im Lebensraum Wald auseinander.

In der kürzlich erschienen Studie behandelt Dr. Klaus Richarz, Biologe, Vogel- und Fledermausexperte und ehemals langjähriger Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, das Gefährdungspotenzial windenergiesensibler waldgebundener Arten, welches durch den Bau und Betrieb von Windenergieanlagen im Wald entstehen kann. Dabei geht er detailliert auf ausgewählte Arten ein und stellt Handlungsempfehlungen für den Schutz von Vögeln und Fledermäusen dar.

Die Studie setzt sich außerdem mit der Bedeutung naturnaher Laubwälder für die Erhaltung der biologischen Vielfalt auseinander und formuliert Empfehlungen, welche Waldtypen sich für den Ausbau der Windenergie im Wald am ehesten eignen. In dem Statusreport wird gefordert, dass aus Naturschutzsicht allein naturferne Fichten- und Kiefernforste für die Windenergieerzeugung im Wald in Betracht gezogen werden sollten. Waldbestände mit einer besonderen Bedeutung für die Erhaltungs- und Entwicklungsziele des Naturschutzes sollten aufgrund ihres besonderen ökologischen Wertes nicht genutzt werden.

Weiterführende Informationen

Deutsche Wildtierstiftung (2014): Windenergie im Lebensraum Wald

Service-Rubrik

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