Vergütung für Windenergie an Land sinkt ab 2016

02.11.2015

Hoher Zubau der Windenergieanlagen an Land wirkt sich auf die Förderhöhe ab Januar 2016 aus.

Der Nettozubau an installierter Windenergieleistung an Land lag im Bezugszeitraum August 2014 bis Juli 2015 nach Berechnungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) mit rund 3.660 MW mehr als 800 MW über dem gesetzlich festgelegten Ausbaukorridor von 2.400 bis 2.600 MW. In der Folge sinkt der Fördersatz mit Wirkung zum 1. Januar 2016 um 1,2 Prozent (§ 29 Abs. 3 EEG 2014), wie die BNetzA am 30. Oktober 2015 mitteilte.

Damit reduziert sich der seit August 2014 geltende Grundwert –der über den gesamten Förderzeitraum gezahlt wird - von 4,95 Cent/Kilowattstunde (Ct/kWh) auf (gerundet) 4,89 Ct/kWh ab dem 1. Januar 2016. Der erhöhte Anfangswert, der mindestens in den ersten fünf Jahren nach Inbetriebnahme beansprucht werden kann, sinkt ab nächstem Jahr von 8,90 Ct/kWh auf 8,79 Ct/kWh.

Für eine 3 MW-Anlage mit durchschnittlich 2.000 Volllaststunden pro Jahr, die 2016 in Betrieb geht, bedeutet die Vergütungsabsenkung für den Zeitraum, in dem der Anfangswert gezahlt wird, einen Einnahmenrückgang von 6.500 Euro pro Jahr. Für den Zeitraum, in dem lediglich der Grundwert beansprucht werden kann, betragen die Mindereinnahmen im Beispiel jährlich 3.500 Euro.

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