WEA-Zuschläge konzentrieren sich im Norden

28.08.2017

Ersten beiden Ausschreibungsrunden zeigen deutliches Nord-Süd-Gefälle bei Zuschlägen.

Die Auswertung der bislang veröffentlichten Ergebnisse der ersten beiden Ausschreibungen im Jahr 2017 durch die FA Wind zeigt einen deutlichen Überhang der bezuschlagten Windenergieanlagen (WEA) zugunsten der nördlichen Hälfte Deutschlands. In den Ausschreibungsterminen 1. Mai und 1. August 2017 wurden Förderzusagen nach dem EEG für zusammen 498 Windenergieanlagen erteilt. Diese Anlagen sollen bundesweit in 61 verschiedenen Landkreisen errichtet werden. Knapp 30 Prozent (146 WEA) der erfolgreichen Anlagen sind in Brandenburg geplant, mehr als ein Viertel (130 WEA) der Ausschreibungsgewinner sollen in Niedersachsen realisiert werden. In Mecklenburg-Vorpommern haben 56 Anlagen in den ersten beiden Ausschreibungen einen Zuschlag ersteigert, in Schleswig-Holstein waren 47 Anlagen in den Ausschreibungsrunden erfolgreich.

Die geografische Verteilung der bezuschlagten Windturbinen konzentriert sich deutlich stärker im Norden als dies beim Zubau der letzten Jahre der Fall war: Die Unterteilung der Landesfläche in Nord (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt) und Süd (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen) zeigt, dass 84,5 Prozent (421 WEA) der in den bisherigen Ausschreibungen erfolgreichen Windturbinen in der nördlichen Landeshälfte einen Vergütungsanspruch nach dem EEG erhalten können. Dies ist insofern bemerkenswert, da große Teile Norddeutschlands dem Netzausbaugebiet zugeordnet sind, infolge dessen Zuschläge dorthin zusätzlich limitiert werden. Lediglich 15,5 Prozent (77 WEA) der in den Ausschreibungen erfolgreichen Windräder sind in der Südhälfte Deutschlands geplant. Demgegenüber verlief der Windenergiezubau in den letzten Jahren wesentlich gleichmäßiger verteilt: Zwischen 2014 und Mitte 2017 wurden jährlich rund 70 Prozent der Neuanlagen im Norden und rund 30 Prozent in der südlichen Hälfte Deutschlands errichtet.

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