Windenergieausbau 2018 eingebrochen

29.01.2019

Der Ausbau der Windenergie an Land hat sich im Jahr 2018 mit 2.400 MW mehr als halbiert.

Nach Berechnungen der Deutschen WindGuard, die den jährlichen Ausbaustatus im Auftrag von BWE und VDMA ermittelt, hat sich der letztjährige Zubau bei der Windenergie an Land mehr als halbiert. 743 Windenergieanlagen (WEA) mit 2.402 Megawatt Gesamtleistung wurden 2018 deutschlandweit errichtet. Zum Vergleich: 2017 waren es 1.792 Neuanlagen mit 5.333 MW. Nach Abzug der im vergangenen Jahr stillgelegten Windturbinen erreicht der Netto-Zuwachs 2.154 MW.

Ein Drittel der Neuanlagenleistung wurde in Niedersachsen (206 WEA, 718 MW) errichtet. In Nordrhein-Westfalen waren es 106 Neuanlagen mit 331 MW. An dritter Stelle im Ländervergleich folgt Brandenburg mit 91 neu errichteten Windturbinen bzw. 289 MW Leistung. Schlusslicht unter den Flächenstaaten ist Bayern, wo lediglich acht Windräder mit einer Leistung von 22 MW errichtet wurden – ein Minus von 92 Prozent gegenüber 2017.

Bundesweit sind rund 29.000 Onshore-Windräder mit einer Gesamtleistung von 53.000 MW am Stromnetz, die im vergangenen Jahr 94 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugten und damit 16 Prozent des nationalen Stromverbrauchs deckten.

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