Windenergieausbau im 1. Halbjahr 2018

10.09.2018

Zubau und Genehmigungen gingen in den ersten Monaten im Vergleich zum Vorjahr zurück, Repowering legte zu.

Die Fachagentur Windenergie an Land hat die Ende Juli veröffentlichten EEG-Registerdaten der Bundesnetzagentur hinsichtlich der Ausbauentwicklung der Windenergie an Land im ersten Halbjahr 2018 analysiert: 523 Anlagen mit 1.714 MW Leistung gingen zwischen Januar und Juni in Betrieb. Damit liegt der Zubau 30 Prozent unter dem Niveau des letztjährigen Halbjahrs (2.486 MW). In den Ländern Bayern und Sachsen-Anhalt sank der Zubau sogar um 90 Prozent. 105 Windturbinen (352 MW) wurden im Betrachtungszeitraum im Rahmen eines Repowering errichtet. Die Repowering-Quote stieg um fünf Prozentpunkte im Halbjahresvergleich 2017 und liegt nunmehr bei 20 Prozent. Auf Länderebene verzeichnet Schleswig-Holstein den größten Repowering-Anteil: Zwei von drei Windturbinen gingen dort im Ersatz für Altanlagen ans Netz.

Zum Meldestand 31. Juli 2018 erfasste das Register 1.328 genehmige Windräder (4.096 MW), davon wurde die Hälfte seit 2017 bewilligt. Dennoch liegt der monatliche Genehmigungsumfang weiterhin deutlich unterhalb dessen, was in den Jahren 2014 bis 2016 genehmigt wurde: bis Ende Juni wurden 912 MW neue Leistung genehmigt - noch nicht einmal die Hälfte dessen, was in den Halbjahren 2014 bis 2016 jeweils bewilligt wurde.

Die regionale Verteilung sowohl des Halbjahreszubaus als auch der registrierten Anlagengenehmigungen liegt zu 80 Prozent nördlich und zu 20 Prozent südlich der sogenannten Mainlinie.

Im Netzausbaugebiet ging der Zubau um ein Viertel gegenüber dem 1. Halbjahr 2017 zurück; dabei zeigte sich der stärkste Einbruch in Schleswig-Holstein. Ende Juli 2018 waren 1.056 MW Windenergieleistung im Netzausbaugebiet genehmigt; die Hälfte davon wurde nach 2016 bewilligt.

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