Windenergieausbau legt im 1. Halbjahr kräftig zu

28.07.2016

Neuinstallationen in der ersten Jahreshälfte 2016 steigen um 70 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum.

Der Ausbau der Windenergie an Land hat im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 deutlich zugelegt. Gemäß Zahlen der Deutschen WindGuard, erhoben im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) und des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 726 neue Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 2.053 MW (brutto) in Deutschland errichtet. Dies entspricht einer Steigerung von rund 280 Anlagen bzw. 870 MW gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 (1.185 MW, 443 WEA).

Im Bundesländervergleich liegt nach drei Jahren erstmals wieder Niedersachsen mit 421 MW neuer Windenergieleistung an der Spitze. Das Land erreicht damit bereits zum Halbjahr den Zubauwert des Gesamtjahres 2015. Schleswig-Holstein rutschte mit 322 MW Leistungszubau auf den zweiten Platz ab. Den deutlichsten Anstieg verzeichnet Baden-Württemberg: Dort wurden bis zum Halbjahr 185 MW Leistung neu installiert, ein Zuwachsplus von über 3.000 Prozent gegenüber dem letztjährigen Halbjahr.

Aber nicht alle Länder verzeichnen Zuwächse: in Hamburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen sowie Schleswig-Holstein ist die bisherige Entwicklung rückläufig gegenüber 2015, wobei es den stärksten Einbruch im Freistaat Sachsen gab, wo bislang lediglich eine Neuanlage errichtet wurde.

Im ersten Halbjahr 2016 setzt sich der Trend zu größeren Rotordurchmessern und Nabenhöhen weiter fort. In beiden Kategorien verzeichnet WindGuard einen Zuwachs von knapp fünf Prozent gegenüber 2015.

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