Zivilgesellschaft fordert Klimaschutz-Sofortprogramm

24.10.2017

Umwelt- und Entwicklungsverbände legen Maßnahmenkatalog zur Erreichung der nationalen Klimaziele 2020 vor.

Ein Bündnis mit mehr als 50 Umwelt- und Entwicklungsverbänden sowie Landeskirchen plädiert in einem „Klimaschutz-Sofortprogramm 2018-2020“ für einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die kommende Regierung müsse bis Ende 2019 alle Kohlekraftwerke stilllegen, die älter als 30 Jahre sind, um das Klimaziel bis 2020 – eine Reduktion der Treibhausgase um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 – erreichen zu können. Zur Kompensation der wegfallenden Strommengen seien zusätzliche Erneuerbare-Energien-Kapazitäten auszuschreiben, wobei „mindestens die Verdopplung der bisherigen Ausschreibungsmengen von Windkraft und Photovoltaik“ von den zivilgesellschaftlichen Organisationen gefordert werden. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie solle „naturverträglich und mit möglichst breiter Zustimmung der betroffenen Bevölkerung“ entwickelt werden, wofür „eine gute und verbindliche Planung auf Landesebene und erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten der Anwohner bezogen auf die Planung und die finanzielle Teilhabe“ erforderlich sei. Zudem müsse der Erneuerbaren-Ausbau in ganz Deutschland möglich bleiben und für eine ausgewogene regionale Verteilung vor allem der Windenergie an Land Sorge getragen werden, heißt es in dem NGO-Forderungskatalog.

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