Naturverträgliche Ausgestaltung der Energiewende

12.10.2021

Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht Ergebnisse eines Forschungsvorhabens.

Aufbauend auf dem Forschungsbericht „Naturverträgliche Energieversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien 2050“ von 2018 liegen nun neue Ergebnisse des Verbundprojekts zur „Konkretisierung von Ansatzpunkten einer naturverträglichen Ausgestaltung der Energiewende, mit Blick auf strategische Stellschrauben“ vor.

Für drei verschiedene Szenarien „werden räumliche Leitplanken zur Bereitstellung erneuerbarer Energien, Abgleiche der Stromerzeugungspotenziale mit projizierten Energiebedarfen und Konsequenzen für Netze, Speicher, Kosten und Transformationspfade sowie die Spielräume für die Technologieentwicklung und Energieeinsparungen aufgezeigt“ (BfN 2021, S. 15). Über die Zuordnung der Flächenpotentiale in Raumwiderstandsklassen wird die Mensch- und Naturverträglichkeit der Potentialflächen dabei berücksichtigt. Dem prognostizierten Energiebedarf wird über eine Zeitreihenberechnung die auf den Flächen resultierenden Erträge gegenübergestellt und Bedarfe für Speicher und Netzausbau abgeschätzt. Anschließend erfolgt eine ökonomische Betrachtung der Kosten und Transformationsschritte, um ein vollständiges Bild für Handlungsempfehlungen und Strategien zu erstellen.

Aus der in dieser Veröffentlichung eingebetteten Flächenpotentialstudie zum Windenergieausbau an Land wurde im August 2021 vorab der Geodatensatz „Flächen mit geringem und mittlerem Raumwiderstand gegenüber einer Prototyp-Windenergieanlage“ der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt (IUP 2021). Dieser Datensatz entspricht der Flächenpotenzialanalyse Variante 2, in der gegenüber der Vorgängerstudie höheraufgelöste Basisdaten verwendet werden. Für die Vergleichbarkeit wurde jedoch die Konfiguration der Windenergieanlage konstant gehalten. Es handelt sich dabei um die 2016 leistungsstärkste onshore Anlage mit einer Nennleistung von 7,58 MW als möglichem Repräsentant für die Standardtechnologie 2050 (BfN 2018, S. 78). Mittels eines optimierten Platzierungsalgorithmus (Variante 1), der Betrachtung der BRD als nicht fragmentiertem Interessensraum und in Kombination mit Dach-PV übersteigt das Ertragsszenario für die Variante 2 den möglichen Energiebedarf für 2050 (vgl. BfN 2021, S. 136).

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