Fachagentur Windenergie
Newsletter der Fachagentur Windenergie an Land e.V.
02/2016 - Ausgabe April

Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

wir freuen uns sehr, Sie mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie an Land informieren zu können.

In dieser Ausgabe lesen Sie folgende Beiträge:

Vorwort

Forschungsprojekt zu Lärm von WEA

Abschaltzeiten für Fledermäuse

EE-Reiseführer jetzt auf Englisch

Gemeinsame Erklärung zur EEG-Reform 2016

Aktuelle Entscheidungen

Aktuelle Ausbauzahlen

Neuigkeiten unserer Mitglieder

In eigener Sache

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

© Holger Bedurke, 2014

in dieser Woche treffen sich hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus über 130 Ländern in New York, um das Klimaschutzabkommen der Weltklimakonferenz von Paris zu unterzeichnen. Deutschland wird durch die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks entsprechend vertreten sein.

Nach Ratifizierung wird das Klimaschutzabkommen die Länder in die Pflicht nehmen, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Es ist daher zwingend erforderlich, sich mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zielgerichtet und konstruktiv auseinanderzusetzen. Die Fachagentur Windenergie an Land wird mit der Fachkonferenz „Zukunft Windenergie: Paris – Berlin – Steinfurt“ dazu am 27. und 28. Juni 2016 einen passenden Rahmen bieten. Der Titel ist Programm. An zwei Konferenztagen beleuchten Referentinnen und Referenten kompakt, fach- und themenübergreifend Chancen für den weiteren Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland. Dabei kommen Praktiker* ebenso zu Wort wie Vertreter aus Politik und Wissenschaft.

Besonders der erste Tag zeigt die Spannweite zwischen globalem Klimaschutz und konkreten Lösungsmodellen vor Ort auf. Der Abend lässt Raum für das direkte Gespräch. Der zweite Tag startet mit einem spannenden Diskurs: Vertreter der Betreiber, des Naturschutzes, der Energiewirtschaft und der Hersteller kommentieren aus ihrer Sicht, welche Auswirkungen die aktuelle Entwicklung beim EEG auf ihre Bereiche haben werden. Dem folgen vier Fachforen zu den Themen Flächenverfügbarkeit, Natur- und Artenschutz, Kommunale Wertschöpfung und Akzeptanz sowie Neue Geschäftsmodelle.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich sehr, wenn wir uns in Berlin auf der Konferenz begegnen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr

Axel Tscherniak
Geschäftsführer

Neues Forschungsprojekt zu Lärm von WEA

© WindForS

Windenergieanlagen (WEA) verursachen Schall und Erschütterungen. Wie beides zusammenhängt, besser prognostiziert und gesenkt werden kann, erforscht der Projektverbund TremAc im Forschungsvorhaben „Objektive Kriterien zu Erschütterungs- und Schallemissionen durch Windenergieanlagen im Binnenland“.

Der Projektverbund setzt sich aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Stuttgart, der Universität Bielefeld, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der MesH Engineering GmbH zusammen und wird von Windenergieanlagenherstellern unterstützt. In dem Forschungsvorhaben sollen die Planung, Entwicklung und Akzeptanz von WEA verbessert und objektive Kriterien zu Erschütterungs- und Schallemissionen durch WEA im Binnenland entwickelt werden. Dazu erforschen die Experten das Zusammenwirken akustischer und seismischer Schwingungen von WEA und erbarbeiten ein Rechenmodell, das beide Emissionen abbildet.

Informationen zum Forschungsvorhaben „TremAc“
Pressemeldung des KIT vom 13.04.2016

Schlussbericht RENEBAT II erschienen

Fledermausschlagopfer an Windenergieanlagen (WEA) können an vielen Standorten und teilweise in erheblichem Umfang auftreten. Eine Reduktion der Schlagopferzahlen ist artenschutzrechtlich geboten und wirkt sich zudem auch auf die Akzeptanz des Ausbaus der Windenergie aus. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist es bisher nur möglich über Betriebsalgorithmen, die die Rotoren der WEA zu Zeiten hoher Fledermausaktivitäten abschalten, die Zahl der kollidierten Fledermäuse substanziell zu reduzieren. Entsprechende Algorithmen wurden im Projekt RENEBAT I entwickelt.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen waren die zentralen Inhalte des Forschungsprojekts „Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen" (RENEBAT II):

- die in RENEBAT I entwickelten fledermausfreundlichen Betriebsalgorithmen zu validieren und weiterzuentwickeln,
- die Forschungsergebnisse in die Planungspraxis zu integrieren,
- die Erfassung von Fledermäusen an WEA zu verbessern und zu vereinfachen und
- die Fledermausaktivität mittels 3D-Wärmebilder zu erfassen.

Lesen Sie weiter…

BAEDEKER Reiseführer jetzt auch auf Englisch

Vom Windpark an der Küste bis zur regenerativ versorgten Wanderhütte in den Alpen - in Deutschland gibt es in Sachen erneuerbare Energien viel zu entdecken. Der bewährte Reiseführer "Deutschland - Erneuerbare Energien erleben" steht seit kurzem auch internationalen Gästen auf Reisen durch "the home of Energiewende" zur Seite.

Der englischsprachige Reiseführer kann unter anderem im AEE-Onlineshop bestellt werden.

Link zum Onlineshop

Windindustrie kritisiert EEG-Reform 2016

Anknüpfend an den so genannten „Wismarer Appell“, in welchem sich die norddeutschen Bundesländer, Windbranchenverbände sowie die Nordmetall und IG-Metall Küste kritisch zu dem geplanten Ausschreibungsdesign im Rahmen der EEG-Novelle geäußert hatten, meldeten sich Anfang März auch die Windindustrievertreter zu Wort. Die Verfasser der gemeinsamen Erklärung sehen die Vorschläge zur Einengung der Ausschreibungsmengen für Windenergieanlagen auf Basis der so genannten „Weltformel“ in den Eckpunkten für das EEG 2016 mit Sorge. Befürchtet werden strukturelle Verwerfungen bei der auch international erfolgreichen Windenergiebranche. Nach Ansicht der Verfasser stelle bereits der Wechsel zur wettbewerblichen Vergütungsfestlegung durch Ausschreibungen einen herausfordernden Schritt dar, der durch weitere Unsicherheiten zusätzlich belastet werde.

Gemeinsame Erklärung der Windindustrie vom 01.03.2016
„Wismarer Apell“ vom 25.01.2016

Entscheidung über Konflikt mit Flugsicherung

Am 7. April 2016 urteilte das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) über einen Rechtsstreit zwischen Windenergieanlagen (WEA) und Flugsicherungseinrichtungen der Deutschen Flugsicherung (DFS). Das Gericht wies die Revision des Betreibers zurück und entschied zugunsten der DFS, welche im Umfeld der geplanten Anlagen eine Flugsicherungseinrichtung (DVOR Leine) betreibt.

Lesen Sie weiter…

Rundbrief Windenergie und Recht

© BillionPhotos.com - Fotolia.com

Die FA Wind hat die zweite Ausgabe des Rundbriefs Windenergie und Recht veröffentlicht. In diesem finden Sie verständliche Besprechungen von aktuellen Entscheidungen zum Thema Windenergie. Für den Rundbrief wählt ein Team aus Juristen und Planern die relevantesten Entscheidungen der letzten Monate aus, fasst sie nachvollziehbar zusammen und stellt sie im Kontext der bereits ergangenen Rechtsprechung dar.

Die zweite Ausgabe des Rundbriefs Windenergie und Recht hat ihren Schwerpunkt im Bereich der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen (WEA). Neben Urteilen des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg und des OVG Lüneburg zur Ausweisung von Konzentrationszonen in Flächennutzungsplänen wird eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Kassel zur landesplanerischen Vorgabe von Abständen zwischen Siedlungen und WEA besprochen. Außerdem finden sich im Rundbrief vier Urteile zum Genehmigungsverfahren, die sich unter anderem mit der Klagebefugnis im Falle einer fehlerhaften Umweltverträglichkeitsprüfung, Nutzungskonflikten zwischen Wetterradar, Flugsicherheit und WEA sowie der Frage, ob WEA gesundheitsschädlichen Infraschall emittieren, befassen.

Link zum Rundbrief

Wenn Sie den Rundbrief zukünftig per E-Mail erhalten möchten, können Sie sich hier anmelden.

Anmeldung zum Rundbrief

Aktuelle Ausbauzahlen

Mit dieser neuen Rubrik gibt die FA Wind in regelmäßigen Abständen einen Überblick über die Ausbausituation der Windenergie an Land in Deutschland.

Ausbausituation der Windenergie an Land -  Stand: Februar 2016

Registrierte Inbetriebnahmen im Zeitraum Januar bis Februar 2016

Inbetriebnahme

Anlagen

Leistung [MW]

Baden-Württemberg

0

0

Bayern

7

18,6

Berlin

0

0

Brandenburg

13

33,4

Bremen

0

0

Hamburg

0

0

Hessen

2

6,2

Mecklenburg-Vorpommern

10

30,1

Niedersachsen

18

48,3

Nordrhein-Westfalen

14

36,9

Rheinland-Pfalz

2

5,1

Saarland

0

0

Sachsen

1

0,8

Sachsen-Anhalt

11

33,4

Schleswig-Holstein

15

38,7

Thüringen

4

11,8

Gesamt

97

263,3

Quelle: BNetzA, Stand Februar 2016, eigene Darstellung

Bis Ende Februar 2016 registrierte Genehmigungen für neue WEA an Land, für die bis dato noch keine Inbetriebnahme gemeldet wurde.

Genehmigungen

Anlagen

Leistung [MW]

Baden-Württemberg

91

248,8

Bayern

115

313,3

Berlin

1

3,4

Brandenburg

114

314,4

Bremen

1

3,0

Hamburg

0

0

Hessen

93

266,2

Mecklenburg-Vorpommern

54

152,3

Niedersachsen

159

477,2

Nordrhein-Westfalen

106

304,0

Rheinland-Pfalz

69

208,4

Saarland

13

35,7

Sachsen

9

27,9

Sachsen-Anhalt

66

173,6

Schleswig-Holstein

136

406,4

Thüringen

46

123,2

Gesamt

1.073

3.057,8

 Quelle: BNetzA, Stand Februar 2016, eigene Darstellung

Link zum Anlagenregister der BNetzA

Neuigkeiten unserer Mitglieder

BMWi: Referentenentwurf EEG 2016 veröffentlicht

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 14. April 2016 die Länder- und Verbändeanhörung für das EEG 2016 eingeleitet. Mit der neuerlichen Gesetzesnovelle soll die Vergütungshöhe für Strom aus erneuerbaren Energien künftig nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch wettbewerbliche Ausschreibungen am Markt bestimmt werden.

Lesen Sie weiter…

BMWi: Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien gegründet

Am 6. April 2016 ist auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin das Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien gegründet worden. Die Plattform soll Akteure der Wind- und Solarenergie aus Industrie, Forschung und Politik zusammenführen mit dem gemeinsamen Ziel, Forschungsschwerpunkte auf Basis der Anforderungen der Zukunft festzulegen. Damit sollen die Energiewende vorangebracht und die Spitzenpositionen deutscher Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energietechnologien international gefestigt werden.

Lesen Sie weiter…

Baden-Württemberg: Kurzstudie analysiert unterschiedliche Ansätze zur Festlegung der Ausschreibungsmengen im EEG 2016

Durch die Einschränkung des Ausbaus der Windenergie an Land, wie es die Eckpunkte des BMWi zum EEG 2016 vorsehen, kann eine vermeintliche Kostenexplosion nicht verhindert werden. Zu diesem Schluss kommt das Öko-Institut in einer vom baden-württembergischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen Studie. Verglichen wurde das Ausbauszenario im EEG 2014 mit den geänderten Ausbaukorridoren im Entwurf des EEG 2016.

Kurzstudie des Öko-Institut
Pressemeldung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vom 16.03.2016

Baden-Württemberg: Neue Erkenntnisse zum Thema Infraschall

Infraschall ist alltäglicher und überall präsenter Bestandteil unserer Lebenswelt. Er geht sowohl von technischen als auch natürlichen Quellen aus, wobei Windenergieanlagen nur einen unwesentlichen Beitrag dazu leisten, so das Fazit einer umfangreichen Studie zu tieffrequenten Geräuschen. Sie wurde im Auftrag des Umweltministeriums von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg herausgegeben.

Lesen Sie weiter…

Mecklenburg-Vorpommern: Beteiligungsgesetz verabschiedet

Am 20. April 2016 wurde in Mecklenburg-Vorpommern das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz verabschiedet. Dieses verpflichtet Projektträger in Mecklenburg-Vorpommern zukünftig, eine haftungsbeschränkte Gesellschaft zu gründen und Anteile von 20 Prozent dieser Gesellschaft Gemeinden und Bürgern im Radius von 5 Kilometern um eine Windenergieanlage (WEA) zum Kauf anzubieten. Ein Anteil darf maximal 500,00 Euro kosten. Daneben sind auch alternative finanzielle Beteiligungsformen möglich. Von der gesetzlichen Regelung betroffen sind alle WEA, die dem Bundesemissionsschutzgesetz unterliegen – also Anlagen ab einer Gesamthöhe von 50 Metern.

Lesen Sie weiter…

Niedersachsen: Windenergieerlass in Kraft

Am 25. Februar 2016 ist der Windenergieerlass Niedersachsen mit Veröffentlichung im Ministerialblatt in Kraft getreten. Der Erlass und der zugehörige Leitfaden zur Umsetzung des Artenschutzes bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen in Niedersachsen stellen einen wichtigen Schritt zum weiteren Ausbau der Windenergie in Niedersachsen dar. Sie sollen Planungssicherheit und Transparenz schaffen, Konflikte mit dem Naturschutz minimieren sowie Verfahren vereinfachen und beschleunigen.

Weitere Informationen

Nordrhein-Westfalen: Relaunch des WindPlanung.Navis

Das interaktive Online-Tool der EnergieAgentur.NRW „WindPlanung.Navi“ zeigt auf, welchen Verfahrensweg der Planungs- und Genehmigungsprozess eines Windenergievorhabens nimmt. Das Onlineangebot informiert interessierte Planer und Bürger über den gesamten Planungsprozess, von der Projektidee bis zur Inbetriebnahme eines Windparks. Anhand interaktiver Meilensteine wird aufgezeigt, welche Aspekte zu welchem Zeitpunkt wie beachtet werden müssen.

Der Windplanungsnavigator ist nun umfassend überarbeitet und aktualisiert worden. Er wurde um zahlreiche weiterführende Informationen ergänzt und an gesetzliche Neuerungen und technische Entwicklungen von Windenergieanlagen angepasst. Die Informationen zu einzelnen Verfahrensschritten in den Planungsphasen wurden aktualisiert und erweitert - so wurden bspw. Informationen zum Thema Windenergie im Wald, zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie und zur finanziellen Bürgerbeteiligung integriert. Neu ist eine detaillierte Übersicht der Realisierungs-, Errichtungs- und Betriebsphase. Damit informiert der WindPlanung.Navi über alle relevanten Schritte und zu berücksichtigende Aspekte, von der Baustellenplanung, über die Erstellung der technischen Infrastruktur und den Transport der Anlagenbauteile, bis zum Netzanschluss und zur Inbetriebnahme einer Windenergieanlage. Auch der Rückbau und das Repowering von Altanlagen werden in der neuen Fassung erläutert.

Link zum WindPlanung.Navi

Schleswig-Holstein: Netzwerkagentur EE.SH und Kompetenzzentrum EEK.SH nehmen Arbeit auf

Die im März 2016 neu gegründete Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) und das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH) verfolgen das Ziel, Unternehmen und Hochschulen zu vernetzen und auf diese Weise die Innovationskraft der schleswig-holsteinischen Wirtschaft zu stärken.

Das EE.SH ist das Nachfolgeprojekt der Windenergie-Netzwerkagentur windcomm schleswig-holstein und richtet sich an Unternehmen aus allen Branchen der marktfähigen erneuerbaren Energien. Das EEK.SH, das aus den Kompetenzzentren Biomassenutzung und Windenergie hervorgegangen ist, unterstützt neben dem Wissens- und Technologietransfer auch die akademische Aus- und Weiterbildung.

Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH)
Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH)
Pressemitteilung vom 18.03.2016

BDEW: Studie zur finanziellen Bürgerbeteiligung an Energiewende-Projekten

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V., der Kanzlei Wolter Hoppenberg und der Bertelsmann Stiftung untersucht, ob die vorhandenen Instrumente zur finanziellen Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Energieinfrastrukturprojekten dazu führen, dass eine Akzeptanzsteigerung und eine schnellere Realisierung dieser Projekte eintritt.

Die Studie zeigt Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung auf und liefert eine

gute Informations- und Argumentationsvorlage sowohl für Politik und Energieversorger, als auch für Bürgerinnen und Bürger, die sich wünschen, im Bereich der eigenen Kommune eigenverantwortlich zu handeln.

Link zur Studie

juwi feiert 20-jähriges Firmenjubiläum

Die FA Wind gratuliert juwi zum 20-jährigen Firmenbestehen. Wir wünschen den Mitarbeitern für die nächsten 20 Jahre viel Erfolg bei der Realisierung von Windenergie- und weiteren Erneuerbare-Energien-Projekten.

In eigener Sache

Die Mitgliederversammlung der FA Wind am 19. April 2016 hat zwei Satzungsänderungen einstimmig beschlossen. Zum einen wird der Vorstand um zwei Positionen auf fünf erweitert. Zum anderen wird die Beitragsfreiheit der ordentlichen Mitglieder aufgehoben. Eine Beitragsordnung für diese Mitglieder wurde verabschiedet.

Die FA Wind stellt sich vor

Seit März wird die FA Wind von drei neuen Mitarbeitern unterstützt:

Die Landschaftsplanerin Christiane Dempwolf ist als Referentin im Bereich Natur- und Artenschutz tätig. Frau Dempwolf schloss 2007 ihr Studium an der Universität Kassel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. Landschaftsplanung ab und war im Anschluss in verschiedenen Planungsbüros in Süd- und Norddeutschland im Bereich Natur- und Umweltplanung mit dem Schwerpunkt Genehmigungs- und Bauleitplanung tätig. Seit 2012 arbeitet sie im Bereich der Windenergie und beschäftigte sich bisher vor allem mit der Regional-, Flächennutzungs- und Genehmigungsplanung.

André Galle studiert zurzeit an der Beuth Hochschule für Technik Berlin im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Projektmanagement.

Malte Preißler ist Student im Studiengang Business Administration (BWL) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und wird sein Studium voraussichtlich im September 2016 mit dem Bachelor of Arts abschließen.

Beide sind als studentische Mitarbeiter beschäftigt und wirken sowohl im Tagesgeschäft als auch in laufenden Projekten mit.

Publikationen der FA Wind

Gutachten: Interaktion zwischen Windenergieanlagen und Drehfunkfeuer

Eine Vielzahl an Windenergieanlagen (WEA) sowie Flächen für die Windenergienutzung können derzeit wegen Konflikten mit Funknavigationsanlagen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH nicht verwirklicht werden. Die Bewertungsmethode der DFS zur Berechnung der zu erwartenden Störungen ist dabei allerdings umstritten. Alternative Simulationsmethoden zur Bewertung des Einflusses von WEA auf Flugnavigationsanlagen könnten mit Hilfe von Vorher-Nachher-Untersuchungen evaluiert werden – solange davon keine Gefahr für den Luftverkehr ausgeht.

In dem vorliegenden Gutachten von Hans-Ludwig Rau wird eine luftfahrttechnische Betrachtung möglicher Einflüsse einer Störung des DVOR Michaelsdorf auf den Flugverkehr durchgeführt. Aus Sicht eines Flugzeugführers wird die Eignung des Standorts für den genannten Forschungszweck anhand einer Worst-Case-Betrachtung geprüft. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass das DVOR Michaelsdorf für eine Vorher-Nachher-Studie geeignet ist.

Link zum Gutachten

Unterwegs

© WindEnergy Network e. V.

Am 13. und 14. April 2016 fand in Rostock die fünfte Zukunftskonferenz Wind und Maritim statt. Die FA Wind war mit einem Stand im Ausstellerbereich vertreten. Im Rahmen der Konferenz wurden u.a. die Schwerpunktthemen Windpark-Projekte, Markterschließung, Netzausbau, Speicherung und Kostensenkungspotenziale behandelt.

Website der Zukunftskonferenz Wind & Maritim 2016

 

Am 23. Mai 2016 wird Axel Tscherniak auf einer Veranstaltung des Sächsischen Städte- und Gemeindetags in Dresden zu Chancen und Auswirkungen der Windenergienutzung im Ländlichen Raum sprechen.

Veranstaltungen der FA Wind

Praktikerseminar zur planerischen Steuerung

Am 20. April 2016 fand in Leipzig das erste von insgesamt drei Praktikerseminaren zu den „Anforderungen an die planerische Steuerung der Windenergienutzung in der Regional- und Flächennutzungsplanung“ statt. Gemeinsam mit Richter Dr. Stephan Gatz (BVerwG) diskutierten die etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Behörden über die praktische Umsetzung der Konzentrationsflächenplanung. Weitere Seminare finden am
2. Mai in Hannover und 10. Mai in Frankfurt am Main statt.

Die Ergebnisse der Diskussionen werden im Anschluss in einer Dokumentation zusammengefasst und veröffentlicht.

Weitere Informationen

__________________________________________________________________________

Fachkonferenz „Zukunft Windenergie: Paris – Berlin – Steinfurt“ in Berlin

Der Titel ist Programm. Am 27. und 28. Juni 2016 beleuchten Referentinnen und Referenten kompakt, fach- und themenübergreifend Chancen für den weiteren Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland. Dabei kommen Praktiker ebenso zu Wort wie Vertreter aus Politik und Wissenschaft. Begrüßen Sie mit uns u. a. Staatssekretär Rainer Baake (BMWi), Prof. Dr. Manfred Fischedick (Vizepräsident, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie), Ulrich Ahlke (Amtsleiter, Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Kreis Steinfurt), Dr. Pia-Johanna Schweizer (Senior Researcher, ZIRIUS Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart), Christian Pegel (Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Prof. Dr. Kai Niebert (Präsident, DNR) und Hermann Albers (Präsident, BWE).

Sichern Sie sich Ihre Teilnahme durch frühzeitige Anmeldung!

Programm und Anmeldeformular

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Viertes Treffen des Runden Tischs Windenergie und Recht

Am 18. April 2016 fand das vierte Treffen des von der FA Wind organisierten Runden Tisches Windenergie und Recht statt. Im Rahmen des Runden Tisches wählt ein Team aus Juristen und Planern die für die Windenergie relevantesten Gerichtsentscheidungen der letzten Monate aus, fasst sie nachvollziehbar zusammen und stellt sie in den Kontext der bereits ergangenen Rechtsprechung.

Auf dem vierten Treffen wurden neben einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Kassel zur landesplanerischen Vorgabe von Abständen zwischen Windenergieanlagen und Siedlungen zwei Urteile zur Ausweisung von Konzentrationszonen in Flächennutzungsplänen diskutiert. Weiter haben die Mitglieder vier Entscheidungen zum Genehmigungsverfahren besprochen. Die Entscheidungen befassen sich unter anderem mit der Klagebefugnis im Falle einer fehlerhaften Umweltverträglichkeitsprüfung, Nutzungskonflikten zwischen Wetterradar, Flugsicherheit und Windenergieanlagen sowie der Frage, ob Windenergieanlagen gesundheitsschädlichen Infraschall emittieren. Die Besprechungen der Urteile wurden mit dem Rundbrief Windenergie und Recht 2/2016 verschickt und können auf unserer Website unter dem Thema Rechtsprechung abgerufen werden.

Das fünfte Treffen des Runden Tisches Windenergie und Recht soll im Sommer 2016 stattfinden.

__________________________________________________________________________

Fortbildung kommunales Konfliktmanagement

Mitarbeiter aus der kommunalen Verwaltung benötigen Kompetenzen, um im Kontext von Windenergieprojekten entstehende Konfliktpotenziale einschätzen, angemessene Bewältigungsstrategien wählen und auch mit eskalierten Situationen angemessen umzugehen zu können. Zur gezielten Förderung dieser Kompetenzen veranstaltete die FA Wind im April in Mannheim und Osnabrück jeweils zweitägige Fortbildungsseminare. Dabei standen insbesondere die Weiterentwicklung der individuellen Verfahrens-, Konfliktanalyse-, Kommunikations- und Verhandlungskompetenz im Mittelpunkt. Zudem konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Fälle aus der kommunalen Praxis einbringen und reflektieren. Die Veranstaltungen wurden von professionellen Mediatoren geleitet.

Ein Ergebnispapier wird Anfang Mai auf der Homepage der FA Wind veröffentlicht.

Weitere Informationen

__________________________________________________________________________ 

Fachforum Windenergie und Regionalentwicklung auf dem Workshop der Deutschen Vernetzungsstelle ländliche Räume (DVS)

Die FA Wind veranstaltete im Rahmen des DVS-Workshops „Regionen stärken, Klima schützen – mit Energie! Gute LEADER-Ansätze für die Energiewende vor Ort“ am 16. März 2016 das Fachforum „LEADER-Regionen und Windenergienutzung – Möglichkeiten für mehr regionale Teilhabe und verbesserte Beteiligung“. Ziel des Forums war es, Potenziale informeller Bürgerbeteiligung, interkommunaler Kooperation und regionaler Wertschöpfung im Kontext von Projekten nachhaltiger Regionalentwicklung praxisnah darzustellen und zu diskutieren.

Ergebnisdokumentation des Fachforum
Workshop-Dokumentation der DVS

__________________________________________________________________________

Runder Tisch Vermeidungsmaßnahmen

Der Arbeitskreis „Runder Tisch Vermeidungsmaßnahmen“ dient dem Austausch zwischen Behördenvertretern, Gutachtern, Projektierern, Wissenschaftlern und Verbänden über Maßnahmen zur Vermeidung des Eintretens von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen bei Windenergieprojekten.

Bei den zweimal im Jahr tagenden Expertentreffen werden bereits umgesetzte Vermeidungsmaßnahmen gemeinsam evaluiert, Wissen zum Verhalten von Arten ausgebaut und Unsicherheiten beseitigt. Auch wird die Übertragbarkeit von Erkenntnissen geprüft.

Das erste Treffen fand am 24. Februar 2016 in Hannover statt.

 Ergebnisse und Unterlagen des 1. Runden Tisches Vermeidungsmaßnahmen

Weitere Veranstaltungen zum Thema Windenergie an Land finden Sie unter Termine.

Für mehr Neuigkeiten rund um das Thema Windenergie an Land besuchen Sie unsere Internetseite.

* Zu guter Letzt: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bislang überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die ausschließliche Verwendung einer Form explizit geschlechterunabhängig verstanden werden soll.

Wie handhaben Sie die geschlechtergerechte Sprache in Publikationen? Senden Sie gerne Ihr Feedback an Franziska Tucci.

E-Mail an Franziska Tucci

Unser kostenloser Newsletter erscheint regelmäßig mit wichtigen Informationen zur Windenergie an Land. Er enthält aktuelle Berichte und Hinweise rund um wissenschaftliche, politische, rechtliche und technische Neuigkeiten. Alle Beiträge wurden sorgfältig recherchiert, damit verbundene Hinweise und Empfehlungen sind nach bestem Wissen ausgesucht, zusammengestellt und ausgeführt. Dennoch wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter post@fa-wind.de.

Impressum

Bitte nutzen Sie diesen Link, wenn Sie Ihr Newsletter-Abonnement ändern oder sich abmelden wollen:
ändern/abmelden