Fachagentur Windenergie
Newsletter der Fachagentur Windenergie an Land e.V.
02/2018 - Ausgabe April

Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

wir freuen uns sehr, Sie mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie an Land informieren zu können.

In dieser Ausgabe lesen Sie folgende Beiträge:

Vorwort

Hinweise zu Bürgerenergiezuschlägen

Erneuerbare Energien 2017

Wind onshore und PV am günstigsten

Rechtliche Einordnung LAI-Hinweise

Regionale Wertschöpfung im Blick

Neuigkeiten unserer Mitglieder

In eigener Sache

Publikationen der FA Wind

Veranstaltungen der FA Wind

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Unterwegs

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Fachagentur zur Förderung des natur- und umweltverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land, so der ausführliche Name der FA Wind, wird nun fünf Jahre alt. Fünf Jahre mag wenig erscheinen in Anbetracht der Anzahl und Vielfalt der durchgeführten Veranstaltungen und Veröffentlichungen des Vereins. Im Vergleich: Fünf Jahre werden für die Entwicklung eines Windrades von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme durchschnittlich benötigt. Das ergab die erste umfassende Analyse der FA Wind, die Anfang 2015 unter dem Titel „Dauer und Kosten des Planungs- und Genehmigungsprozesses von Windenergieanlagen an Land“ veröffentlicht wurde. Inzwischen konnten wir zu einer Vielzahl von windenergierelevanten Sachverhalten unseren Beitrag leisten. Allein in diesem Jahr sind bereits sieben Publikationen der FA Wind erschienen.

Eine der vielfältigen in der FA Wind-Satzung festgelegten Aufgaben ist, einen Beitrag zur Steigerung der Akzeptanz für den Windenergieausbau an Land zu leisten. Dass dem Erhalt der Akzeptanz politische Bedeutung beigemessen wird, macht der Koalitionsvertrag der Bundesregierung deutlich. Benannt werden darin ein besserer Interessensausgleich zwischen der Erneuerbaren-Branche und Naturschutz- und Anwohneranliegen sowie eine stärkere Teilhabe der Kommunen an der Wertschöpfung von erneuerbaren Energieanlagen. Dabei zeigen unsere Umfragen der letzten drei Jahre eine stetig hohe Befürwortung des Windenergieausbaus. Die Zustimmungswerte sind sogar noch etwas höher bei jenen Befragten, die Windräder im eigenen Wohnumfeld haben.

In nicht allzu ferner Zukunft stellt sich uns die Frage, wie nach dem Ablauf der EEG-Förderung mit den bestehenden Anlagen umgegangen werden soll. Nach unserer Studie „Was tun nach 20 Jahren?“ gibt es nur für etwas mehr als die Hälfte der Bestandsanlagen eine Repowering-Option. Teils besteht für die restlichen Windräder das Interesse, diese im Rahmen eines „Aufräumens der Landschaft“ endgültig stillzulegen und teils wird an einen Weiterbetrieb gedacht. Ressourceneffizienz, das erhöhte Ziel der Bundesregierung zum EE-Anteil für das Jahr 2030 sowie die zu erwartende Zunahme der Sektorenkopplung sind gute Gründe für den Weiterbetrieb einer Mehrzahl dieser Anlagen. Während der Weiterbetrieb sich rechtlich weitgehend unproblematisch darstellen lässt, wird es unter den heutigen Bedingungen jedoch wirtschaftlich für einen großen Teil der Anlagen schwierig.

Bleibt noch der Bau von Neuanlagen. Dieser war im letzten Jahr so hoch wie noch nie – und die kurzfristige Erhöhung der Ausschreibungsmenge ist in der politischen Diskussion. Wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen, sollte die Zahl der Genehmigungen wieder ansteigen. Im Jahr 2017 sind diese Zahlen stark eingebrochen, wie wir in unserer Analyse zum Ausbau der Windenergie an Land für das Jahr darstellen.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre!

Ihr

Dr. Dirk Sudhaus
Geschäftsführer

Hinweise zu Bürgerenergiezuschlägen

Bürgerenergiegesellschaften, die im Rahmen der Ausschreibung einen Zuschlag für ein Gebot erhalten haben, das ohne eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Windenergieanlage abgegeben wurde, müssen bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Zuordnung des Zuschlags zu den dann genehmigten Windenergieanlagen beantragen. Erst nach erfolgreichem Durchlaufen dieses Zuordnungsverfahrens liegt ein wirksamer Zuschlag vor, der den Netzbetreiber nach Inbetriebnahme der Anlage zu Zahlungen nach dem EEG berechtigt und verpflichtet. Der Zuordnungsantrag ist zwei Monate nach der Erteilung der Genehmigung mittels des auf der Internetseite der BNetzA bereitgestellten Formulars zu stellen.

Die Behörde hat nun ein Hinweispapier veröffentlicht, das sich mit häufig gestellten Fragen zur Zuordnung von Zuschlägen zu Genehmigungen befasst.

Link zum Hinweispapier

Aktuelle Zahlen zu erneuerbaren Energien 2017

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat die kürzlich von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) bereitgestellten Zahlen zum Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch in Deutschland grafisch aufgearbeitet und zieht eine durchwachsene Bilanz. Zwar erreichten 2017 die Anteile von Sonne, Wind, Biomasse und Co. im Strombereich mit zusammen 36,2 Prozent eine neue Höchstmarke. Im Sektor Verkehr stagnierten die Werte jedoch, wie bereits in den Vorjahren. Im Wärmesektor war 2017 sogar ein Rückgang der regenerativen Energiequellen am Endenergieverbrauch zu verzeichnen.

Dennoch konnte die Klimabilanz der Erneuerbaren dank des starken Zuwachses im Stromsektor in der Summe verbessert werden: Mit 178,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent vermieden sie sektorenübergreifend deutlich mehr Treibhausgasemissionen als noch 2016 (159 Millionen Tonnen). Den größten erneuerbaren Energiebeitrag zum Strommix leistet mit 13,6 Prozent derzeit die Windenergie an Land.

Weitere Informationen und Infografiken

Wind onshore und PV sind günstigste Technologien

In der mittlerweile vierten Auflage ihrer Studie haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme erneut die aktuellen Gestehungs-kosten für EE-Strom sowie die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis 2035 prognostiziert.

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Rechtliche Einordnung der LAI-Hinweise

Die richtige Ermittlung von Schallimmissionen von Windenergieanlagen wird seit geraumer Zeit diskutiert. Durch die überarbeiteten Hinweise der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) aus dem Jahr 2015 (sog. LAI-Hinweise), die diese im September 2017 beschlossen hat und die im Anschluss von der Umweltministerkonferenz zur Kenntnis genommen worden sind, hat das Thema eine neue Brisanz bekommen. Das Hintergrundpapier der Stiftung Umweltenergierecht zur rechtlichen Einordnung zeigt den – bislang nicht einheitlichen – Umgang mit den LAI-Hinweisen in der jüngeren Rechtsprechung und in den Bundesländern auf.

Link zum Hintergrundpapier

 Das Thema wurde auch im neusten Rundbrief Windenergie und Recht der FA Wind behandelt.

Link zum Rundbrief

Regionale Wertschöpfung im Blick

Die Studie „Mechanismen finanzieller Teilhabe am Ausbau der Windenergie“ der Stiftung Umweltenergierecht diskutiert Vorschläge zur Stärkung der lokalen Wertschöpfung. Im Rahmen des Koalitionsvertrags hatten sich CDU, CSU und SPD verständigt: „Wir werden […] durch eine bundeseinheitliche Regelung beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) die Standortgemeinden stärker an der Wertschöpfung von Anlagen beteiligen und die Möglichkeiten einer Projektbeteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verbessern, ohne dass dies insgesamt zu Kostensteigerungen beim EE-Ausbau führt […].“

Rechtlich eingeordnet werden in dem Papier ausgewählte Maßnahmen zur Akzeptanzförderung auf Länderebene (Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern, Siegel „Faire Windenergie in Thüringen“), direkte und indirekte Beteiligungsmöglichkeiten sowie Gewerbesteuerregelungen und Konzessionsabgaben. Es werden darüber hinaus besondere Vergleichsparameter herausgestellt, die ermöglichen sollen, einzelne Modelle auf ihre Singularität und Kombinierbarkeit zu prüfen. Entscheidende Fragen sind zum Beispiel, ob es sich um aktive oder passive Beteiligung handelt, das Modell auf Freiwilligkeit oder Zwang beruht und wie Risiken und Renditeerwartungen abzuschätzen sind. Schlussendlich wird deutlich, dass weiterhin eine Lösung gesucht wird, die auch Standortkommunen nachhaltig an der lokalen Wertschöpfung der Windenergie teilhaben lässt.

Zwei weitere aktuelle Veröffentlichungen der Stiftung befassen sich mit verfassungsrechtlichen Fragen zu gesetzlichen Initiativen im Stile des Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern (Studie) und mit Regelungen zur Stärkung der Akzeptanz der Windenergie in Dänemark (Hintergrundpapier).

Links zu den Publikationen

Mechanismen finanzieller Teilhabe am Ausbau der Windenergie
Die Regelungen zur Förderung der Akzeptanz von Windkraft in Dänemark
Verfassungsrechtliche Fragen ordnungsrechtlicher Teilhabemodelle am Beispiel des Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern

Neuigkeiten unserer Mitglieder

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Mehr Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien

Im Jahr 2016 waren 338.600 Menschen und damit 10.000 mehr als im Vorjahr im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt. Damit hat sich seit dem Jahr 2000 (106.700 Beschäftigte) die Zahl der Arbeitsplätze mehr als verdreifacht. 160.200 Jobs – und damit fast die Hälfte – sind dabei der Windbranche zuzuordnen. 133.000 Arbeitsplätze entfallen davon wiederum auf die Windenergie an Land (Windenergie auf See: 27.200). Mit 105.600 Beschäftigten steht der Bereich Biomasse auf Platz zwei. In der Solarenergie waren 45.200 Menschen tätig.

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Hessen: Weitere Förderung für Landesnetzwerk Bürger-Energiegenossenschaften

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) setzt die Förderung des Landesnetzwerks Bürger-Energiegenossenschaften (LaNEG Hessen e.V.) für drei weitere Jahre fort. Bereits seit 2015 unterstützt das Land Hessen das 2013 gegründete Netzwerk. Derzeit zählt es 31 Mitglieder – überwiegend ehrenamtlich geführte Energiegenossenschaften – welche von der Arbeit des LaNEG bspw. durch Fachinformationen, Beratungen und Workshops profitieren.

Link zur Pressemitteilung des HMWEVL vom 01.04.2018
Link zur LaNEG Hessen e.V.

Nordrhein-Westfalen: Das Fundament von Windenergieanlagen: Was passiert beim Rückbau?

In Nordrhein-Westfalen werden Schätzungen zufolge in den Jahren 2020 bis 2025 mehr als 1.900 Windenergieanlagen (WEA) aus der Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz fallen. Ein Großteil der Anlagen wird mit Ende der Vergütung komplett zurückgebaut werden, da der Weiterbetrieb für viele alte WEA unrentabel ist und auch im Falle eines Repowerings die alten Anlagen zuerst abgerissen werden müssen. Doch was passiert mit den Fundamenten, wenn die Anlagen stillgelegt werden?

Der Fachbeitrag des WindDialog.NRW beleuchtet die Schwierigkeiten, die mit dem Rückbau der Fundamente einhergehen und stellt dar, wie der Rückbau von den nordrhein-westfälischen Genehmigungsbehörden geregelt wird.

Link zum Fachbeitrag vom 26.03.2018

 

Land und EU fördern neue Ideen für das Energiesystem der Zukunft

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW) ruft Unternehmen, Hochschulen und weitere Akteure auf, sich mit ihren Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Verringerung von CO₂-Emissionen beim Wettbewerb „EnergieSystemWandel.NRW“ zu bewerben. Dieser unterstützt praxisnahe Projekte, die einen Beitrag zur Treibhausgasreduzierung leisten können. Gefördert wird der Wettbewerb mit 48 Millionen EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit Landesmitteln.

Die Schwerpunkte sind:

- Ausbau und Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien
- Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze und
- Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen

Erste Informationsveranstaltungen finden am 24. April 2018 in Essen und am 14. Mai 2018 in Dortmund statt, weitere sind geplant. Die erste Einreichungsfrist läuft bis 12. Juli 2018, die zweite bis 17. Dezember 2018.

Link zur Pressemitteilung des MWIDE NRW vom 09.04.2018
Weitere Informationen zum Wettbewerb

Schleswig-Holstein: Landesregierung einigt sich auf Eckpunkte der zukünftigen Windenergieplanung

Größere Abstände und ein neuer Kriterienkatalog – die Regierungskoalition hat sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Flächenplanung für Windenergieanlagen geeinigt. Politische Vorgaben des Koalitionsvertrags konnten laut Ministerpräsident Daniel Günther zusammengeführt und gleichzeitig eine rechtssichere Planung erarbeitet werden. Das Konzept von Vorranggebieten mit Ausschlusswirkung wurde beibehalten.

Ziel sei, bis 2025 in Schleswig-Holstein (SH) zehn Gigawatt Strom aus Onshore-Windenergie zu produzieren, sagte Günther. Gleichzeitig würden die Abstände zu Siedlungen vergrößert: Neue und bislang unbebaute Vorranggebiete sollen mindestens 1.000 Meter Regelabstand zu Ortslagen haben. Bei Gebieten mit Altanlagenbestand soll der bisherige Abstand von 800 Metern beibehalten werden. Mit einer Überarbeitung des Kriterienkatalogs zur Ermittlung von Flächen könnten Flächenverluste ausgeglichen werden, betonte der Minister.

Die Landesplanungsbehörde wird nun auf der Grundlage der Einigung eine konkrete Gebietskulisse erstellen. Diese wird Mitte bis Ende Mai 2018 in die Ressortanhörung gehen. Im Juli soll dann die Öffentlichkeitsbeteiligung beginnen.

Link zur Pressemitteilung der Landesregierung SH vom 27.03.2018

 

Faire Windparkplaner

Das Wind Energy Technology Institute der Hochschule Flensburg (WETI) hat eine Leitlinie für „faire Windparkplaner in Schleswig-Holstein“ veröffentlicht. Das Siegel versteht sich als unabhängige, privatrechtliche Zertifizierung, stellt eine Art Selbstverpflichtung dar und soll einen fairen Planungsprozess garantieren.

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Thüringen: Erstellung des Klimaschutzgesetzes schreitet voran

Thüringen hat sich als erstes ostdeutsches Flächenland auf den Weg zu einem eigenen Klimagesetz gemacht. Mit dem „ThüKliG“ werden erstmals ein konkreter Rahmen für klimafreundliches Handeln, verbindliche Treibhausgasminderungsziele, Anforderungen an die zukünftige Energieversorgung im Freistaat sowie das Vorhaben eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes in Thüringen bis zum Jahr 2050 verankert. Festgelegt wird darin, dass der Freistaat Thüringen bis zum Jahr 2040 seinen Energiebedarf in der Gesamtbilanz durch einen Mix aus erneuerbaren Energien vollständig decken soll. Der durch das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) erarbeitete Gesetzentwurf wurde zur weiteren Beratung und Beschlussfassung an den Thüringer Landtag übergeben und in erster Lesung beraten.

Mit dem Klimagesetz wird Thüringens Rolle im weltweiten Engagement der Regionen für mehr Klimaschutz konkretisiert. In Deutschland haben bisher die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg und Berlin ein eigenes Klimagesetz.

Weitere Informationen zum ThüKliG

Bundesverband WindEnergie: Sofortmaßnahmen zur Umsetzung des Koalitionsvertrags im Bereich Windenergie

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat drei Sofortmaßnahmen zur Reparatur des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgelegt, mit denen die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele im Bereich Windenergie erreicht werden können. Mit dem Maßnahmenpaket soll einerseits das Ziel von 65 Prozent erneuerbaren Energien bis 2030 erreicht und andererseits der drohende Fadenriss in der Windenergiebranche abgewandt werden.

In dem Maßnahmenpaket fordert der BWE, die dauerhafte Einführung von Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz als generelle Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme am Ausschreibungsverfahren für Windenergie an Land festzuschreiben. Weiterhin sollen zusätzliche Volumina von 2.000 Megawatt in 2018 zur Vermeidung der drohenden Ausbaudelle ausgeschrieben werden. Der Bundesnetzagentur soll zudem die Möglichkeit eingeräumt werden, Volumina flexibel anzupassen, um auf Überzeichnungen und Unterdeckungen reagieren zu können. Letztlich sieht der BWE die Notwendigkeit, eine ausgewogenere regionale Verteilung der Zuschläge im Ausschreibungsverfahren zu gewährleisten, indem die Korrekturfaktoren im Referenzertragsmodell angepasst werden.

Link zum BWE-Positionspapier

In eigener Sache

Stellenausschreibung

Bei der Fachagentur Windenergie an Land e.V. ist zum nächstmöglichen Termin die Stelle eines studentischen Mitarbeiters (w/m) neu zu besetzen. Interessierte richten ihre einschlägigen Bewerbungsunterlagen bitte bis 20. April 2018 ausschließlich in elektronischer Form an die Geschäftsstelle der FA Wind.

Link zur Stellenausschreibung vom 06.04.2018

Publikationen der FA Wind

Hintergrundpapier: Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land – Wissenswertes für Genehmigungsbehörden

Das mit dem EEG 2017 eingeführte Ausschreibungsverfahren wirkt sich mittelbar auch auf die Arbeit der Genehmigungsbehörden aus. Zum einen ist eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung grundsätzliche Voraussetzung für die Teilnahme mit Windenergieanlagen am Ausschreibungsverfahren, zum anderen können sich Änderungen an Anlagen und deren rechtliche Einordnung auf den Fortbestand des Förderanspruchs auswirken.

Die FA Wind hat ein Hintergrundpapier verfasst, in dem das Ausschreibungsverfahren speziell für Genehmigungsbehörden aufgearbeitet wird. Das Papier greift die behördenrelevanten Fragestellungen auf und stellt die gesetzlichen Regelungen sowie die aktuelle Rechtsprechung in diesem Bereich dar.

Link zum Hintergrundpapier

 

Studie: Was tun nach 20 Jahren?

Im Rahmen einer bundesweiten Branchenumfrage hat die FA Wind ermittelt, welche Betriebskonzepte die Betreiber alter Windturbinen nach Auslaufen der EEG-Förderung verfolgen. Sollen die Anlagen repowert, weiterbetrieben oder stillgelegt werden? An der Befragung nahmen über 100 Akteure teil, deren Anlagen rund ein Fünftel des bundesweiten Bestandes ausmachen.

Link zur Studie

 

Analyse: Ausbau der Windenergie an Land im Jahr 2017

2017 war das erfolgreichste Jahr des Windenergieausbaus in Deutschland. Das belegt die Analyse von Daten aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: Ende Februar). Danach wurden im vergangenen Jahr 1.649 Windenergieanlagen mit 5.486 Megawatt (MW) Leistung neu in Betrieb genommen. Im Rahmen des Repowerings wurden 310 Neuanlagen (927 MW) errichtet. Die Repowering-Quote liegt bei knapp 17 Prozent und damit drei Prozentpunkte über der Vorjahresquote. Die Zahl der erteilten Neugenehmigungen war 2017 stark rückläufig: Nur ein Drittel dessen, was in den Jahren 2014 bis 2016 jährlich genehmigt wurde, ist im vergangenen Jahr von den Behörden beschieden worden.

Die Analyse beinhaltet für jedes Bundesland eine tabellarische und kartografische Visualisierung der Genehmigungs- und Inbetriebnahme-Situation im Jahr 2017 auf Landkreisebene.

Link zur Analyse

 

Analyse: Vierte Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land

In der Ausschreibung vom Februar 2018 waren nur Gebote für bereits genehmigte Windturbinen zugelassen. Bezuschlagt wurden insgesamt 214 Anlagen mit 709 MW Leistung. Ein Fünftel der Zuschläge ging an Bürgerenergiegesellschaften.

Die kumulierte Betrachtung der bisherigen Runden zeigt weiterhin eine starke Konzentration der Förderzusagen im Norden Deutschlands. Auch wenn in der vierten Runde ein Fünftel der Anlagen südlich der Mainlinie bezuschlagt wurden, liegt dort der Anteil aller bislang erfolgreichen Windprojekten (944 WEA) bei lediglich acht Prozent.

Link zur Analyse

 

Rundbrief: Windenergie und Recht 1/2018

Schwerpunkt des 1. Rundbriefs 2018 ist die Rechtsprechung zur Anwendbarkeit des sogenannten Interimsverfahrens für die „Hinweise zum Schallimmissionsschutz bei Windkraftanlagen“, welche die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) im September 2017 aktualisiert hat. Außerdem enthält er zwei Entscheidungen zum Themenkomplex Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine weitere Entscheidung zu der Frage, wann von einem faktischen Vogelschutzgebiet ausgegangen werden kann. Zuletzt werden ein Urteil zur Abgrenzung von harten und weichen Tabuzonen sowie ein Beschluss zu den Voraussetzungen einer Befreiung von einem in Landschaftsschutzgebieten bestehenden Bauverbot zugunsten der Windenergienutzung vorgestellt.

Link zum Rundbrief

 

Service: Visualisierung des Zubaus 2017

Die FA Wind hat ihren Onlineservice um die Inbetriebnahmen des Jahres 2017 ergänzt. In der interaktiven Zubaukarte können mittlerweile über 4.700 Standorte von Windenergieanlagen, die seit 2015 ans Netz gegangen sind, via Satellitenbilder betrachtet werden. Jeder Anlagenstandort ist zudem mit Anlagenkennzahlen wie installierter Leistung, Hersteller, Typ, Turmhöhe und Rotordurchmesser hinterlegt.

Link zur interaktiven Zubaukarte

 

Übersicht: Empfehlungen/Hinweise der Länder zum Umgang mit artenschutzrechtlichen Aspekten bei der Windenergieplanung

Einige Bundesländer haben in den letzten Jahren Empfehlungen, Leitfäden, Arbeitshilfen etc. zum Umgang mit artenschutzrechtlichen Aspekten bei der Windenergieplanung – insbesondere mit windenergieanlagensensiblen Vogel- und Fledermausarten – veröffentlicht. In einer Übersichtstabelle werden diese für die einzelnen Bundeländer aufgelistet und mit den „Länderinformationen zur Windenergie“ auf der FA Wind-Website verknüpft, wo die relevanten Dokumente jeweils abrufbar sind. Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Link zur Übersichtstabelle

Veranstaltungen der FA Wind

Fachaustausch: Ansätze zur Stärkung der kommunalen Wertschöpfung an Windenergieprojekten

Am Dienstag, dem 24. April 2018, diskutieren FA Wind-Mitglieder der Energiewirtschaftsverbände, kommunalen Spitzenverbände und Bundesministerien Ansätze zur Stärkung der kommunalen Wertschöpfung an Windenergieprojekten (geschlossene Veranstaltung).

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich an Frank Sondershaus (T +49 30 64 494 60-65).

 

Fachgespräch: Windenergie - Perspektiven für Kommunen

C.A.R.M.E.N. e.V. veranstaltet am Dienstag, dem 15. Mai 2018, in Kooperation mit der FA Wind und der Stadt Uffenheim ein Fachgespräch. Thematisiert werden Fragen in Bezug auf die Windenergienutzung im EEG 2017 sowie Potenziale im Zusammenhang mit der Bauleitplanung. Gemeindevertreter stellen ihre eigenen Erfahrungen mit Windprojekten vor und berichten über Barrieren und Möglichkeiten auf kommunaler Ebene. Zusätzlich erläutern Experten die Einbindung von Windenergieanlagen in die bestehende Kulturlandschaft sowie die Erfahrungen mit einem Siegel für faire Windenergie. FA Wind-Referent Jürgen Quentin zieht auf der Veranstaltung eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Ausschreibungen Windenergie an Land.

Das Fachgespräch richtet sich an Kommunen, Bürgerenergiegesellschaften, Planer, Projektierer sowie alle fachlich und inhaltlich Interessierten.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung


Workshop: Wissenschaftlicher Austausch zu technischen Vergrämungs- und Abschaltsystemen

Am Mittwoch, dem 30. Mai 2018, lädt die FA Wind Vertreterinnen und Vertreter des Naturschutzes, aus Wissenschaft und Forschung, Anlagenentwicklung und Projektplanung/-betrieb zu einem wissenschaftlichen Austausch zu technischen Vergrämungs- und Abschaltsystemen zur Vermeidung von Kollisionen von windenergieanlagensensiblen Fledermaus-/Vogelarten. Auf dem Workshop sollen (Zwischen-)Ergebnisse aus Forschungsvorhaben sowie sich bereits in der praktischen Anwendung befindliche Systeme vorgestellt und diskutiert werden (geschlossene Veranstaltung).

Ansprechpartnerin ist Franziska Tucci (T +49 30 64 494 60-67).

 

Workshop: Spielräume zur Beteiligung der Öffentlichkeit an Windenergieprojekten für Projektierer

Gemeinsam mit der Servicestelle Windenergie der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) richtet die FA Wind am Freitag, dem 8. Juni 2018, einen Workshop für FA Wind-Fördermitglieder und Träger des Thüringer Siegels „Faire Windenergie in Thüringen“ aus, um Spielräume zur Öffentlichkeitsbeteiligung an Windenergieprojekten zu identifizieren (geschlossene Veranstaltung).

Ansprechpartner ist Frank Sondershaus (T +49 30 64 494 60-65).

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Praktikerseminar: Steuerung der Windenergienutzung in Raumordnung und Flächennutzungsplanung

Am 23. März 2018 fand in den Räumen des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg das Praktikerseminar zu den Anforderungen der Rechtsprechung an die raumordnerische Steuerung der Windenergienutzung statt. Richterin und Vizepräsidentin des OVG Berlin-Brandenburg, Dagmar Merz, diskutierte mit den Teilnehmenden die wesentlichen Probleme der planerischen Steuerung und erläuterte die Sichtweisen der Rechtsprechung.

Die FA Wind hatte bereits im April und Mai 2016 drei Seminare durchgeführt, bei welchen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Richter des 4. Senats am Bundesverwaltungsgericht, Dr. Stephan Gatz, ähnliche Fragestellungen diskutiert wurden. Von dieser Seminarreihe wurde eine Dokumentation erstellt.

Link zur Dokumentation

 

Vierter Runder Tisch Vermeidungsmaßnahmen: Unterlagen online

Die Unterlagen des vierten Runden Tisches Vermeidungsmaßnahmen sind auf der FA Wind-Website abrufbar.

Link zu den Unterlagen

Unterwegs

Am 18. April 2018 nimmt Frank Sondershaus mit einem Statement an der Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie des Landtages Brandenburg zum Antrag „Akzeptanz der Windenergie stärken – Servicestelle bei der Energieabteilung WFBB einrichten“ der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN teil.

Informationen zur Veranstaltung

 

Zu den jüngeren Ausbauentwicklungen und den Ergebnissen der bisherigen Ausschreibungen speziell in Niedersachsen referiert Jürgen Quentin am 27. April 2018 bei der Klimaschutzagentur Region Hannover.

 

Am 30. Mai 2018 hält Jürgen Quentin einen Vortrag auf der 4. Regionalen Energiekonferenz Havelland-Fläming in Nauen. Hier stehen die Erkenntnisse zum Repowering im Fokus, die im Rahmen der FA Wind Studie „Was tun nach 20 Jahren – Repowering, Weiterbetrieb oder Stilllegung von Windenergieanlagen nach Förderende“ gewonnen wurden.

 

In Stuttgart findet am 21. Juni 2018 der 10. Windbranchentag Baden Württemberg statt. Hier wird Dr. Dirk Sudhaus zum Thema Vermeidungsmaßnahmen referieren.

Informationen zur Veranstaltung

 

Ebenso am 21. Juni 2018 trifft sich in Bingen die Windbranche zum 11. Windenergietag Rheinland-Pfalz. Hier hält Jürgen Quentin einen Vortrag zum Thema Ausbauentwicklung der Windenergie und bisherige Ausschreibungsergebnisse speziell in Rheinland-Pfalz.

Informationen zur Veranstaltung

Weitere Veranstaltungen zum Thema Windenergie an Land finden Sie unter Termine.

Für mehr Neuigkeiten rund um das Thema Windenergie an Land besuchen Sie unsere Internetseite.

* Zu guter Letzt: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die ausschließliche Verwendung einer Form explizit geschlechterunabhängig verstanden werden soll.

Unser kostenloser Newsletter erscheint regelmäßig mit wichtigen Informationen zur Windenergie an Land. Er enthält aktuelle Berichte und Hinweise rund um wissenschaftliche, politische, rechtliche und technische Neuigkeiten. Alle Beiträge wurden sorgfältig recherchiert, damit verbundene Hinweise und Empfehlungen sind nach bestem Wissen ausgesucht, zusammengestellt und ausgeführt. Dennoch wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter post@fa-wind.de.

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