Fachagentur Windenergie
Newsletter der Fachagentur Windenergie an Land e.V.
01/2017 - Ausgabe Februar

Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

wir freuen uns sehr, Sie mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie an Land informieren zu können.

In dieser Ausgabe lesen Sie folgende Beiträge:

Vorwort

2016 erneut Spitzenjahr

EEG 2017: Ungeklärte Rechtsfragen

Verordnung zum Netzausbaugebiet

Gesetzesentwürfe im Umweltrecht

Fledermäuse und WEA im Wald

Gesundheitliche Effekte von WEA

WEA-Forschung: Neues Testfeld

Neuigkeiten unserer Mitglieder

In eigener Sache

Publikationen der FA Wind

Veranstaltungen der FA Wind

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

© Holger Bedurke, 2014

auf dem Weg ins Büro kam ich kürzlich an einem großen Werbebanner vorbei, auf dem geschrieben stand: „Bei uns verändert sich alles. Und bei Ihnen?“. Veränderungen als Selbstzweck – so mein erster Gedanke – kann ich nicht so viel abgewinnen. Veränderungen, die aufgrund der Entwicklung im Markt oder aus regulatorischen Gründen entstehen und Handlungsdruck erzeugen, nehme ich an und ernst.

Für diejenigen, die Windenergieanlagen in Deutschland planen, ändert sich ab 2017 sehr viel. Grundsätzlich wird die Höhe der Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien im Regelfall in Ausschreibungen wettbewerblich ermittelt. Einen Zuschlag erhalten nur diejenigen, die die Kilowattstunde Strom zum geringsten Preis anbieten. Zudem gibt es eine Mengenbeschränkung. Marktteilnehmer, Verbände und Politik werden die Entwicklungen bei Preisen, Realisierungsquoten und Akteursstrukturen sehr genau verfolgen, um gegebenenfalls nachsteuern zu können.

Es gibt aber auch Veränderungen, die leider fast schon zur Normalität gehören, es aber nicht sollten. Eine neue Studie des U.S. National Snow and Ice Data Center (NSIDC) berichtet - wieder einmal -  über die Entwicklung der Eisflächen in Arktis und Antarktis und kommt zu dem Ergebnis, dass die Fläche Mitte Februar um über 2 Millionen Quadratkilometer kleiner war, als im Durchschnitt in den Jahren 1981-2010. Das ist eine Fläche vergleichbar mit der Größe Mexikos oder Saudi-Arabiens. Nun gibt es erste Stimmen, die diesem Trend mit einem 500 Milliarden teuren Geoengineering-Projekt in der Arktis entgegensteuern wollen. Wenn also Diskussionen über Kosten der Energiewende geführt werden, wie jüngst auf der interessanten Smart Renewables-Konferenz des BDEW, dann gehört unterschieden, ob Maßnahmen lediglich „Zeit kaufen“ oder aber an den Ursachen ansetzen.

Das Beispiel der abschmelzenden Gletscher und schrumpfenden Eisberge möchte ich nutzen, um uns gemeinsam daran zu erinnern, warum wir uns für den Ausbau der erneuerbaren Energien und damit verbundenen technologischen Entwicklungen einsetzen. Es geht um die Begrenzung der Klimaerwärmung und damit auch und zuvorderst um den Erhalt der Lebensgrundlagen der Menschen, die küstennah leben und arbeiten.

Ich wünsche Ihnen angenehme Tage – mit oder ohne Fasching!

Ihr

Axel Tscherniak

Geschäftsführer

2016 erneut Spitzenjahr beim Windenergieausbau

© FA Wind

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1.624 Windenergieanlagen mit 4.625 Megawatt (MW) Leistung installiert. Damit liegt der letztjährige Zubau nur knapp hinter dem bisherigen Rekordjahr 2014, in dem 4.750 MW (brutto) Windleistung onshore installiert wurden. Nach Berechnungen der Deutschen WindGuard, die den jährlichen Ausbaustatus im Auftrag von BWE und VDMA ermittelt, wurden zudem 336 Altanlagen mit 366 MW stillgelegt. Der Nettozuwachs erreichte 2016 somit 4.259 MW.

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Die FA Wind analysiert landkreisscharf sämtliche im Jahr 2016 genehmigte bzw. in Betrieb gegangene Windenergieanlagen auf Grundlage des Anlagenregisters der Bundesnetzagentur. Das Anlagenregister veröffentlicht die Behörde zum Monatsende; die FA Wind Analyse wird voraussichtlich ab der zweiten Märzwoche zu finden sein unter:

Zubauanalysen

EEG 2017: Verfahren zu ungeklärten Rechtsfragen

Windenergieanlagen, die vor dem 1. Januar 2017 genehmigt worden sind, können gemäß EEG 2017 unter bestimmten Voraussetzungen noch außerhalb der Ausschreibung eine Förderung beanspruchen. Anders als für Anlagen, die im Rahmen der Ausschreibung die Förderzusage erwerben, hat der Gesetzgeber für Anlagen, die von den Übergangsregelungen des § 22 Abs. 2 Nr. 2 EEG 2017 profitieren, keine Regelung getroffen, inwieweit eine erteilte Genehmigung geändert werden darf, ohne dass die Förderberechtigung dadurch gefährdet wird. Die Regelungslücke sorgt in der Branche für erhebliche Unsicherheiten, zumal Genehmigungsänderungen an der Tagesordnung sind. Die Clearingstelle EEG hat sich den ungeklärten Rechtsfragen angenommen und am 8. Februar ein Hinweisverfahren „Genehmigungen von Übergangs-Windenergieanlagen im EEG 2017“ eingeleitet sowie die Konsultation öffentlicher Stellen und Verbände eröffnet. Die angesprochenen Kreise – darunter Bundes- und Landesministerien, VKU, BWE und weitere werden um Stellungnahme bis 24. März 2017 gebeten. Die Verfahrensunterlagen sind auf der Internetseite der Clearingstelle veröffentlicht.

Hinweisverfahren 2017/6 - Genehmigungen von Übergangs-Windenergieanlagen im EEG 2017

BNetzA erlässt Verordnung zum Netzausbaugebiet

© FA Wind

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 20. Februar 2017 die Verordnung zur Einrichtung und Ausgestaltung eines Netzausbaugebiets erlassen. Die Vorgaben werden mit einem eigenen Abschnitt in der Erneuerbaren-Energien-Ausführungsverordnung (EEAV) rechtlich umgesetzt.

Im Netzausbaugebiet werden die Zuschläge in den Ausschreibungen für Windenergie an Land begrenzt. Jährlich sind dort 58 Prozent des durchschnittlichen Zubaus der Jahre 2013 bis 2015 zulässig. Für diese Obergrenze gibt die Verordnung einen Wert von 902 Megawatt vor (§ 11 EEAV). Die maximale Zuschlagsmenge im Netzausbaugebiet eines Jahres wird gleichmäßig auf die Ausschreibungsrunden verteilt und vor jeder Ausschreibungsrunde von der Bundesnetzagentur im Internet bekannt gegeben (§ 12 EEAV).

Geographisch umfasst das Netzausbaugebiet die Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sowie 16 Landkreise und vier kreisfreie Städte im Norden Niedersachsens (§ 9 EEAV). Die Rahmenbedingungen gelten zunächst bis Ende 2020.

Informationsseite zum Netzausbaugebiet der BNetzA

Gesetzesentwürfe im Umweltrecht

Das Bundeskabinett hat Mitte Februar eine Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und des Gesetzes zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) beschlossen.

Der Entwurf zur Änderung des BNatSchG sieht unter anderem eine Änderung des § 44 vor, durch welche die sogenannte Signifikanzrechtsprechung der Verwaltungsgerichte in den Gesetzestext aufgenommen wird. Danach ist das Tötungs- und Verletzungsverbot des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG nicht erfüllt, wenn der Eingriff unter Berücksichtigung von Vermeidungsmaßnahmen das Tötungs- und Verletzungsrisiko für Exemplare der betroffenen Arten nicht in signifikanter Weise erhöht. Dies ist bereits seit Jahren ständige Rechtsprechung und Verwaltungspraxis, daher ändert die Aufnahme der Signifikanzformel nicht die geltende Rechtslage.

Der Entwurf zur UVPG-Novelle dient unter anderem der Umsetzung der geänderten europäischen UVP-Richtlinie in deutsches Recht. Durch die Novelle soll das UVPG umfassend neu strukturiert und für den Rechtsanwender verständlicher werden. Daneben wurde auch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts der letzten Jahre berücksichtigt. So wurden ausführliche Regelungen über die Kumulation von Vorhaben aufgenommen.

Weitere Informationen

BfN-Publikation: Fledermäuse und WEA im Wald

Alle 25 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt; fast alle sind auf den Wald als Lebensraum angewiesen. Die Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen in Waldgebieten kann für diese Arten eine Gefährdung darstellen. Auch geht durch die Waldumwandlung Lebensraum verloren.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat als Ergebnis eines Forschungsvorhabens Empfehlungen für die Erfassung von verschiedenen Fledermausarten und für Schutzmaßnahmen beim Bau und Betrieb von Windrädern im Wald veröffentlicht. Die 400-seitige Schrift soll helfen, Konflikte mit dem Fledermausschutz zu vermeiden bzw. zu verringern.

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Mögliche gesundheitliche Effekte von WEA

© Bonerok – iStock

Grundsätzlich kann die Einführung neuer Technologien potenzielle Gefahren bergen. In einem zwölfseitigen Hintergrundpapier setzt sich das Umweltbundesamt mit möglichen gesundheitlichen Effekten von Windenergieanlagen (WEA) kritisch auseinander. Besondere Beachtung finden darin die Themen Schall, Schattenwurf und Lichtemissionen. In der Zusammenschau wird deutlich, dass zum Schutz der menschlichen Gesundheit für viele Anwendungen bereits (technische) Lösungen gefunden wurden. Diese technischen Optimierungen reichen allein nicht aus, um die Akzeptanz für die Windenergie zu steigern. Neben physikalischen Geräuschbelastungen gehen zahlreiche nicht-akustische Faktoren in die Belästigungsbeurteilung ein, die entscheiden, ob Personen sich von Windrädern belästigt fühlen oder nicht. Oftmals bestehen trotz klarer wissenschaftlicher Befunde Ängste und Bedenken bei Anwohnern von WEA bezüglich potenzieller gesundheitlicher Risiken. Es empfiehlt sich daher, Anwohnern von WEA frühzeitig in die Planungs- und Genehmigungsphase einzubeziehen und die Bauphase möglichst wenig belästigend zu gestalten. Darüber hinaus ist es wichtig, die Personen adäquat zu informieren und sie nicht mit ihren Bedenken alleine zu lassen.

Link zur Publikation

Neues Testfeld für die Windenergieforschung

Das süddeutsche Windenergie-Forschungscluster WindForS errichtet am Stöttener Berg in Baden-Württemberg eine neue Plattform für die Windenergieforschung. Das Testfeld soll sowohl der Forschung als auch den Herstellern von Windenergieanlagen und deren Zulieferern die Erprobung und Validierung neuer Technologien für die Windenergie im bergig-komplexen Gelände ermöglichen. Beispiele zukünftiger Forschungs- und Entwicklungsthemen sind hierbei Fertigungstechniken, Betriebsführung, Messtechnik und Monitoring, numerische Anlagen- und Strömungsmodellierung, Aerodynamik, Lärmreduktion, Speichertechnologien sowie der Einsatz neuer Werkstoffe.

Die Realisierung des Testfeldes wird durch das Bundeswirtschaftsministerium im aktuellen Verbundvorhaben WINSENT mit einer Fördersumme von rund 10,4 Millionen Euro unterstützt. Zusätzliche 1,2 Millionen Euro werden vom Umweltministerium Baden-Württemberg bereitgestellt. Innerhalb des Forschungsprojekts WINSENT arbeiten die WindForS-Institutionen des Karlsruher Instituts für Technologie, der Universitäten Stuttgart und Tübingen, der Technischen Universität München, der Hochschule Esslingen und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gemeinsam an der Realisierung des Testfeldes.

Weitere Informationen

Neuigkeiten unserer Mitglieder

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2017“ gestartet

Kommunen und Regionen, die bereits erfolgreich Klimaprojekte realisiert haben, können sich bis 15. April 2017 im Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ bewerben. Preise werden in den drei Kategorien „Kooperationsprojekte“, „Klimaanpassung“ und „Maßnahmen zur Bürgeraktivierung“ vergeben. Das Preisgeld beträgt insgesamt 225.000 Euro.

Mit dem Wettbewerb soll aufgezeigt werden, wie Kommunen vor Ort Klimaschutz erfolgreich umsetzen können. Neben den tatsächlichen Einsparungen der Kommunen geht es auch um den Nachmach-Effekt der ausgezeichneten Projekte. Der Wettbewerb findet bereits seit 2009 statt.

Teilnahmeberechtigt sind Städte, Gemeinden und Landkreise sowie Regionen. Gewinnerkommunen der Vorjahre können sich mit neuen Projekten erneut bewerben.

Weitere Informationen und Bewerbungsformulare

Bundeministerium für Wirtschaft und Energie: Hinweise zum Nachweisverfahren für Pilotwindenergieanlagen an Land

Das EEG 2017 sieht vor, dass sogenannte Pilotwindenergieanlagen an Land unter bestimmten Voraussetzungen einen Förderanspruch erhalten, ohne zuvor erfolgreich an der Ausschreibung teilnehmen zu müssen. Der Nachweis, dass eine Pilotwindenergieanlage den Anforderungen des § 3 Nr. 37 Buchstabe a EEG 2017 (die ersten zwei Anlagen eines Typs) erfüllt, erfolgt durch Bescheinigung eines akkreditierten Zertifizierers. Für die Nachweisführung, dass es sich um eine Pilotwindenergieanlage nach § 3 Nr. 37 Buchstabe b EEG 2017 handelt, ist eine Bescheinigung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu beantragen. Das BMWi hat hierzu auf seinen Internetseiten Hinweise für die Antragstellung zur Anerkennung als Pilotwindenergieanlage veröffentlicht.

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Niedersachsen: Sprachkurs Englisch für erneuerbare Energien

Die Alfred Toepfer Akademie bietet Anfang März den Sprachkurs „Professional English for Environmental Communication - Renewable Energies with a Focus on On- and Offshore Technology“ an. In dem Kurs sollen Fachvokabular sowie Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmer ausgebaut werden. Dabei wird in Kleingruppen mit maximal 12 Personen gearbeitet. Gute Englisch-Sprachkenntnisse werden für den Kurs vorausgesetzt.

Weitere Informationen und Anmeldung

Nordrhein-Westfalen: Neuer Landesentwicklungsplan und Bauordnung

Die Landesregierung hat gemäß § 17 Absatz 2 des Landesplanungsgesetzes NRW den Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen (LEP NRW) mit Zustimmung des Landtags als Rechtsverordnung beschlossen. Der LEP ist am 25. Januar 2017 im Gesetz- und Verordnungsblatt (GV.NRW) veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Der Prozess der Neuaufstellung dauerte über zwei Jahre, ein umfangreiches Bürgerbeteiligungsverfahren führte zu wesentlichen Änderungen des ersten Entwurfs.

Der Landesentwicklungsplan dient dazu, das dicht besiedelte Bundesland zusammenfassend, überörtlich und fachübergreifend zu entwickeln und verschiedene Nutzungsanforderungen an den Raum bestmöglich aufeinander abzustimmen.

Link zum LEP

Am 15. Dezember 2016 wurde außerdem eine neue Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen im Gesetz und Verordnungsblatt Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, welches ebenso Belange der Windenergieplanung berührt.

Link zur Bauordnung

 

Aktuelle Beiträge zur Windenergie

Welche akzeptanzsteigernden Lösungen erlaubt die neue Verwaltungsvorschrift zur Befeuerung von WEA? Welche Gefahr geht durch Eiswurf aus? Wie organisieren die Bundesländer die Beteiligung bei der Windenergieplanung? Welche Voraussetzungen müssen in NRW erfüllt werden, um WEA in Wasserschutzgebieten planen zu können? Diese und weitere interessante Fragen zur Windenergie an Land werden von Experten der EnergieAgentur.NRW in verschiedenen Fachbeiträgen auf der Plattform WindDialog.NRW beantwortet.

Link zur Dialogplattform

Bundesverband WindEnergie: Neue Geschäftsführung

Der Bundesvorstand des Bundesverbandes WindEnergie hat Carlo Reeker (Personal, Finanzen, Fachgremien und Mitglieder) und Wolfram Axthelm (Kommunikation, Politik, Europa und Strategie) zu den neuen Geschäftsführern des Windenergieverbandes ernannt.

Pressemitteilung vom 10.02.2017

© Enertrag

Enertrag Tochter airspex: Vertrag zur bedarfsgerechten Befeuerung in Schleswig-Holstein geschlossen

Die Enertrag Systemtechnik-Tochter airspex GmbH und die Breitbandnetz Südermarsch UG haben einen Dienstleistungsvertrag zur bedarfsgerechten Befeuerung in Schleswig-Holstein geschlossen. In einem kostensenkenden Konzept werden neue und emissionarme Sensoren zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung genutzt. So sollen rund um die Stadt Marne zukünftig bis zu 200 WEA bedarfsgerecht befeuert und damit die Anwohner der Region von Lichtemissionen entlastet werden. Ingrid Nestle, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume in Schleswig-Holstein, erhofft sich eine Signalwirkung auch für andere Regionen in und um Schleswig Holstein.

Pressemitteilung Enertrag vom 31.01.2017

In eigener Sache

Neues Mitglied

Seit Ende 2016 ist das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende gGmbH (KNE) neues Mitglied bei der FA Wind. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Link zum KNE

Neue studentische Mitarbeiterinnen

Zwei studentische Hilfskräfte verstärken seit Januar 2017 das Team der FA Wind.

Celina Brummerhoff studiert derzeit im Masterstudium Meteorologie an der Freien Universität Berlin. Sie bringt erste Erfahrung im Bereich der Windertragsgutachten mit, welche sie in einem Praktikum während ihres Bachelorstudiums Meteorologie sammelte.

Anna Staudenmaier studierte Biologie und Umweltwissenschaft am Macalester College in den USA. Anlass ihres Deutschland-Aufenthaltes ist das Parlamentarische Patenschafts-Programm, ein Austauschprogramm zwischen dem US-Kongress und dem Deutschen Bundestag.

Frau Brummerhoff und Frau Staudenmaier unterstützen die FA Wind im Tagesgeschäft und wirken in laufenden Projekten mit.

© FA Wind 2015 Janto Trappe

Aufruf! Gute Beispiele für Windenergievorhaben im Wald gesucht

Mit einer Sammlung von Good-Practice-Beispielen möchte die FA Wind den Erfahrungsaustausch zu einer gelungenen Planung, Umsetzung und dem Betrieb von Windenergievorhaben auf Waldflächen anregen und vorbildliche Vorhaben in einer Broschüre vorstellen. Betrachtet werden sollen zum Beispiel Aspekte des Natur- und Artenschutzes im Wald, die Beteiligung der lokalen Bevölkerung und Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs. Im Rahmen eines Expertenworkshops wurden Kriterien gesammelt, anhand deren entsprechende Projekte eingeschätzt werden sollen.

Wenn Ihnen Wald-Vorhaben bekannt sind, die sich für eine Vorstellung in der Good-Practice Broschüre eignen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf! Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

Für weitere Informationen steht Ihnen Franziska Tucci zur Verfügung (T +49 30 64 494 60-67).

Die Veröffentlichung der Beispiele ist im Sommer 2017 geplant.

Länderinformationen zur Windenergie vervollständigt

Die Länderinformation auf der FA Wind Website wurde Anfang des Jahres um den Freistaat Sachsen erweitert. Damit sind nun windenergierelevante Informationen aus 15 Bundesländern abrufbar. Die Angebotsbreite reicht von energiepolitischen Zielsetzungen der Länder über planungs- und artenschutzrechtliche Vorgaben bis hin zu Beratungs-, Finanzierungs- und Forschungseinrichtungen.

 Link zu den Länderinformationen

Publikationen der FA Wind

Aktualisierung des Hintergrundpapiers zu Neuerungen für die Windenergie im EEG 2017

Die Novellierung des EEG bringt eine Vielzahl an Neuerungen mit sich. Dies gilt insbesondere für die komplexen Ausschreibungsverfahren, die Bieter nicht zuletzt aufgrund streng einzuhaltender Form- und Fristvorgaben vor Herausforderungen stellen kann.

Die FA Wind hat die relevanten Regelungen im Zusammenhang mit der künftigen Ausschreibung der Förderhöhe für neue Windenergieanlagen an Land praxisnah aufbereitet und in einem Hintergrundpapier zusammengestellt. Nachdem Mitte Dezember 2016 durch das erste Änderungsgesetz auch Regelungen für Ausschreibungsverfahren im EEG 2017 ergänzt wurden, hat die FA Wind die im November 2016 erschienene 1. Auflage des Hintergrundpapiers überarbeitet und ergänzt.

Link zum Hintergrundpapier

Auf Anfrage per Mail an post[at]fa-wind.de schicken wir Ihnen gerne ein kostenloses Leseexemplar der aktuellen Auflage.

 

Ergebnisse der anwendungsorientierten Sozialforschung zu Windenergie und Beteiligung

Das Hintergrundpapier der FA Wind befasst sich mit zentralen windenergierelevanten Ergebnissen ausgewählter Vorhaben des Forschungsrahmenprogramms „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“. Es richtet sich vorrangig an für die Umsetzung von Beteiligung verantwortliche Akteure der lokalen bis zur Bundesebene sowie an Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Grundlegend zeigen aktuelle Studien, dass Bürger über formelle Verfahrensregeln der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Windenergieplanungen nicht ausreichende Kenntnis haben, um ihre Gestaltungsmöglichkeiten effektiver nutzen zu können. Es wird das große Spektrum an Umsetzungspotenzialen und Stellschrauben für gute Beteiligung aufgezeigt. Des Weiteren wird deutlich: außerwissenschaftliche Diskurse über Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Energiewende sind notwendiger denn je.

Link zur Analyse

 

Rundbrief Windenergie und Recht 1/2017

Im Januar hat die FA Wind den Rundbrief Windenergie und Recht 1/2017 versendet. Im Rundbrief findet sich eine Auswahl der wichtigsten Entscheidungen rund um die Windenergie aus den vergangenen Monaten. So werden zwei Entscheidungen zu der Frage, ob eine Typenänderung einer genehmigten Windenergieanlage eine Änderungsanzeige, eine Änderungsgenehmigung oder sogar eine Neugenehmigung erfordert, besprochen. Zum Natur- und Artenschutzrecht werden vier Entscheidungen vorgestellt. Außerdem enthält der Rundbrief eine Entscheidung des VGH Mannheim zur Anwendbarkeit des interkommunalen Abstimmungsgebots im Rahmen des Genehmigungsverfahrens. Zum Planungsrecht wird ein Beschluss des OVG Magdeburg vorgestellt, in dem das Gericht davon ausgeht, dass ein Abwägungsfehler eines Regionalplans auf den Flächennutzungsplan durchschlägt, wenn die Gemeinde im Wege der Zielanpassung die Festlegungen des Regionalplans lediglich übernommen hat.

Die im Rundbrief besprochenen Entscheidungen sind das Ergebnis des 6. Runden Tischs Windenergie und Recht, der am 12. Dezember 2016 in Berlin stattgefunden hat. In diesem Rahmen haben Juristen und Planer die Entscheidungen ausgewählt, diskutiert und in den Kontext der bisherigen Rechtsprechung eingeordnet.

Link zum Rundbrief
Link zur Anmeldung

Veranstaltungen der FA Wind

Arbeitstreffen: Leinen los! Auftakttreffen für einen Dialog zu Potenzialen und Grenzen informeller Beteiligung

Am 28. März 2017 treffen sich die Mitglieder der FA Wind in Berlin zu einem exklusiven Arbeitstreffen zum Thema informelle Beteiligung. Ziel ist es, gemeinsam über Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren informeller Beteiligung zu diskutieren, das Thema insgesamt zu stärken und Handlungsoptionen zu identifizieren.

Ansprechpartner für weitere Informationen ist Frank Sondershaus (T +49 30 64 494 60-65).

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

© OLEC e.V

Regionale Veranstaltungsreihe zu Ausschreibungen abgeschlossen

Die FA Wind hat seit November 2016 sieben Seminare zu den ausschreibungsbedingten Neuerungen für Windenergieanlagen im EEG 2017 veranstaltet. Die Seminare fanden in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen statt. Insgesamt folgten mehr als 360 Teilnehmer der Einladung und informierten sich über das Ausschreibungsdesign, die Anforderungen an die Gebote und die Zuschlagsermittlung, Restriktionen im sog. Netzausbaugebiet sowie Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften. Neben dem einführenden Vortrag der FA Wind war ein Beitrag der Bundesnetzagentur fester Bestandteil der Veranstaltungen. Vertreter der Behörde erläuterten die – streng einzuhaltenden – Formalien und Fristen für das Verfahren sowie mögliche Rechtsfolgen und standen Rede und Antwort. Ab Januar erweiterte sich das Programm um einen Beitrag der Fördergesellschaft Windenergie (FGW), indem die Praxisanwendung der neuen Referenzertragssystematik und die Standortertragsbetrachtung vorgestellt wurden. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer stammten nach Auswertung der FA Wind aus dem Segment „kleine Akteure“ wie Bürgerwind-Akteure, kleine Projektierer und Beratungsunternehmen.

Ergänzend zur Seminarreihe hat die FA Wind ein ausführliches Hintergrundpapier erstellt, das mittlerweile in 2. Auflage erschienen ist (siehe Meldung unter Publikationen).

 

Workshop zur Kriterienentwicklung für „Good-Practice“ bei Windenergievorhaben im Wald

Am 21. Februar haben sich Expertinnen und Experten auf Einladung der FA Wind in Würzburg getroffen, um auf einem Workshop Kriterien für die Bewertung von „Good-Practice“ bei Windenergievorhaben im Wald zu erarbeiten. An Thementischen wurden verschiedene Aspekte besprochen, die für eine gute Umsetzung von Waldvorhaben sprechen. Damit wurde die Grundlage für eine Sammlung und Bewertung von guten Beispielen gelegt, welche im Sommer 2017 in einer Broschüre vorgestellt werden sollen (siehe Aufruf oben).

 

Diskussionsveranstaltung: Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben PROGRESS und praxisrelevante Konsequenzen

Die Ergebnisdokumentation der Diskussionsveranstaltung zum Forschungsvorhaben „Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen“, kurz „PROGRESS“, welche am 17. November 2016 in Hannover stattfand, wird im März erscheinen.

Bei Interesse nehmen wir Sie gerne in den Verteiler auf. Bitte senden Sie eine E-Mail an post[at]fa-wind.de mit der Betreffzeile: Aufnahme in den Verteiler, Dokumentation der Diskussionsveranstaltung zu PROGRESS. Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne ein kostenfreies Druckexemplar zu. Bitte machen Sie dazu einen entsprechenden Vermerk in der E-Mail.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Unterwegs

Forschungskoordinator Dr. Dirk Sudhaus ist am 8. März zu Gast beim Arbeitskreis Luftverkehr und Radar des Bundesverband WindEnergie und hält einen Vortrag zu Windenergieanlagen und seismologischen Stationen.

Referent Jürgen Quentin spricht am 29. März im Rahmen einer Sitzung der VKU Arbeitsgruppe „Erneuerbare Energien“ über das neu eingeführte Ausschreibungsverfahren für Windenergieanlagen an Land.

Am 4. April wird Geschäftsführer Axel Tscherniak bei der Veranstaltung „Aktuelle Herausforderungen der Windenergieplanung“ in Hannover einen Beitrag leisten zum Thema „Technik, Mensch und Tier – Herausforderungen für die Windenergie an Land“.

Infos zur Veranstaltung

Bettina Bönisch, Referentin, berichtet am 6. April in Husum auf dem 2. Windbranchentag Schleswig-Holstein über aktuelle Ergebnisse der anwendungsorientierten Sozialforschung zu Windenergie und Beteiligung.

Infos zur Veranstaltung

Weitere Veranstaltungen zum Thema Windenergie an Land finden Sie unter Termine.

Für mehr Neuigkeiten rund um das Thema Windenergie an Land besuchen Sie unsere Internetseite.

* Zu guter Letzt: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bislang überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die ausschließliche Verwendung einer Form explizit geschlechterunabhängig verstanden werden soll.

Unser kostenloser Newsletter erscheint regelmäßig mit wichtigen Informationen zur Windenergie an Land. Er enthält aktuelle Berichte und Hinweise rund um wissenschaftliche, politische, rechtliche und technische Neuigkeiten. Alle Beiträge wurden sorgfältig recherchiert, damit verbundene Hinweise und Empfehlungen sind nach bestem Wissen ausgesucht, zusammengestellt und ausgeführt. Dennoch wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter post@fa-wind.de.

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