Fachagentur Windenergie
Newsletter der Fachagentur Windenergie an Land e.V.
02/2015 - Ausgabe Mai

Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

wir freuen uns sehr, Sie mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie an Land informieren zu können.

In dieser Ausgabe lesen Sie folgende Beiträge:

Vorwort

Neuigkeiten zum Konflikt mit Drehfunkfeuern

Dänische Regierung bezieht Stellung

Erfassungsstandards für Fledermäuse bei WEA im Wald

Windenergie und Landschaftsbild-wahrnehmung durch Wanderer

Internationale Studie zu Infraschall

Kleinanlegerschutzgesetz verabschiedet

Aktuelle Entscheidungen

Neuigkeiten unserer Mitglieder

In eigener Sache

Publikationen der FA Wind

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

© Holger Bedurke, 2014

im Zuge des Ausbaus der Windenergie an Land in Deutschland wird oft der Zusammenhang zwischen dem Abstand zur Wohnbebauung und der Akzeptanz von Windenergieanlagen diskutiert. Nicht zuletzt die Einführung der Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch im Sommer 2014 hat die FA Wind zum Anlass genommen, belastbare Befunde nationaler und internationaler Studien zusammenzutragen und für politische Entscheidungsträger und Planungsverantwortliche in Städten und Gemeinden sowie für betroffene Bürger verständlich aufzubereiten. Heute ist die Analyse „Mehr Abstand – mehr Akzeptanz? Ein umweltpsychologischer Studienvergleich“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Die Autoren Prof. Dr. Gundula Hübner und Dr. Johannes Pohl (AG Umweltpsychologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg / Medical School Hamburg) haben im Rahmen des Pressegesprächs festgehalten, dass sich beim heutigen Immissionsschutz kein bedeutsamer statistischer Zusammenhang zwischen dem Abstand zur Wohnbebauung und der Akzeptanz bzw. den Stresswirkungen von Windenergieanlagen empirisch feststellen lässt. Der Vorsitzende der FA Wind, Thorsten Müller, betonte, dass „die FA Wind mit der Analyse zu einer Versachlichung der Debatte um größere Abstände beitragen und den Blick freimachen möchte für eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Erfolgsbedingungen für lokale Windenergieplanungen“. Für das Umweltbundesamt hielt Dr. Klaus Müschen, Abteilungsleiter Klimaschutz und Energie, fest, „dass jegliche Abstandsfestlegungen einen Einfluss auf das realisierbare Potenzial der Windenergie an Land in Deutschland haben und somit die Erreichbarkeit der Klimaschutzziele der Bundes- und Landesregierungen direkt betreffen“.

Die Publikation steht als Download zur Verfügung und kann auch in gedruckter Version bei der FA Wind bestellt werden. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Newsletters sowie der Publikation.

Ihr
Axel Tscherniak
Geschäftsführer FA Wind

Neuigkeiten zum Konflikt mit Drehfunkfeuern

Gutachten zu Wechselwirkungen von WEA und Funknavigationshilfen

Das im März 2014 veröffentlichte Gutachten mit Vermessungen am Drehfunkfeuer (DVOR) Michaelsdorf von Herrn Bredemeyer wurde um die Auswirkung der geplanten Windparks im Anlagenschutzbereich des DVOR auf die Anzeige der Navigationsempfänger erweitert. Die Ergebnisse dieser Studie wurden inzwischen vom MELUR Schleswig-Holstein veröffentlicht.

Ergebnis der Studie ist ein im Vergleich zu anderen Einflussgrößen vernachlässigbarer Winkelfehler von den im Anlagenschutzbereich des DVOR Michaelsdorf zusätzlich geplanten Windenergieanlagen (WEA). Für den Windpark in 3,5 km Entfernung zum DVOR bedeutet dies bei der Simulation eines Worst Case Szenarios einen Winkelfehler von wenigen Zehntel Grad, für die weiter entfernten Windparks sogar nur wenige Hundertstel Grad. Die Fehler liegen damit weit unterhalb der Messungenauigkeit des Empfangsgerätes. Eine Addition der Einzelobjekte ist hierbei eine unzulässige Vereinfachung.

Folglich würden die neu beantragten WEA keinen wahrnehmbaren Winkelfehler des DVOR in den Empfängern erzeugen. Voraussetzung für eine Übertragbarkeit der angewandten Methode auf andere DVOR ist nach Bredemeyer eine Vermessung dieser mit der hier eingesetzten Methode. Die Genehmigungsbehörde in Schleswig-Holstein hat das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) auf Grundlage der Untersuchungen zu einer neuen Stellungnahme zu den beantragten Windparks aufgefordert.

Link zum fortführenden Gutachten

 

Bundesregierung antwortet auf Kleine Anfrage

Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion zum vermeintlichen Störpotenzial von Windenergieanlagen (WEA) bei Drehfunkfeueranlagen der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) vom 20. April 2015 deutlich gemacht, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse von der DFS bei der Beurteilung des Winkelfehlers von WEA auf DVOR zu berücksichtigen sind. Dabei wird ausdrücklich auf die Studien des Landes Schleswig-Holstein und das Forschungsprojekt WERAN hingewiesen. Diese Erkenntnisse sollen zu einer etwaigen Überprüfung des derzeitig angewandten Bewertungssystems der DFS herangezogen werden.

Eine Aussage, in welchen Anlagenschutzbereichen von DVOR in den letzten zwei Jahren WEA genehmigt wurden, ist laut der Antwort der Bundesregierung nicht möglich, da die DFS keine Statistik führe. Dieser Äußerung steht eine Pressemitteilung der DFS vom 10. Oktober 2013 entgegen, nach der das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) in über 90 Prozent der Fälle eine Zustimmung zur Errichtung ausspricht.

Link zur Antwort der Bundesregierung
Link zur Pressemitteilung der DFS vom 10.10.2013
Link zum Forschungsprojekt WERAN

Dänische Regierung bezieht Stellung

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die dänische Regierung um Stellungnahme hinsichtlich eines Artikels in der Zeitung DIE WELT vom 2. März 2015 gebeten, in dem unter anderem behauptet wird, in Dänemark würden aus Angst vor Gesundheitsschäden durch Infraschall kaum noch Windenergieanlagen gebaut. Ferner wird in dem Zeitungsartikel unterstellt, dass deutsche Behörden das Problem herunterspielen würden.

In dem Antwortschreiben der dänischen Energieagentur Energistyrelsen vom 20. März 2015 an das Umweltministerium Baden-Württemberg wird u.a. wörtlich ausgeführt:

- Der Ausbau der Windkraft stagniert nicht. Im Jahr 2014 wurden Onshore-Windenergieanlagen mit einer Kapazität von 106 MW errichtet und Anlagen mit einer Kapazität von insgesamt 29 MW demontiert. Es gab einen Rückgang beim Ausbau im Vergleich zum Jahr 2013, der unter anderem durch veränderte Tarifbestimmungen seit dem 1. Januar 2014 begründet werden kann.

- Anfang 2014 wurde eine Studie über den Zusammenhang zwischen Windrad-Geräuschen und Auswirkungen für die Gesundheit angefangen. Manche Kommunen warten mit der Planung ab, bis das Ergebnis der Studie vorliegt, aber viele Kommunen planen weiterhin den Ausbau von Windenergie.

- An Hand der existierenden wissenschaftlichen Grundlagen gibt es keinen Beleg dafür, dass Windräder negative Auswirkungen für die Gesundheit haben. Das dänische Ministerium für Klima, Energie und Bau hat deswegen bekanntgegeben, dass die Planung von Windrädern während des Untersuchungszeitraumes fortgesetzt werden kann.

Weiterführende Informationen:

Stellungnahme der dänischen Energieagentur
„Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank?“ Artikel aus DIE WELT vom 2.3.2015

Fachartikel zu Erfassungsstandards für Fledermäuse

© Stefan Didam

In einem kürzlich erschienenen Fachartikel werden die derzeitigen Erfassungsempfehlungen der Bundesländer für Fledermäuse im Zusammenhang mit der Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) gegenübergestellt und kritisch diskutiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf WEA an Waldstandorten. Als ein zentrales Ergebnis der Untersuchung wird der Wunsch nach bundesweit einheitlichen Standards angeführt, da diese eine vergleichbare Basis zur Umsetzung des auf europäischer und bundesdeutscher Ebene verankerten Artenschutzrechtes schaffen könnten. In diesem Zusammenhang leiten die Autoren Empfehlungen für geeignete Methoden ab, auch wird auf weiteren Forschungsbedarf hingewiesen.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) unterstützt die Experten bei ihrer Forderung nach standardisierten Methoden. Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des BfN, dazu: „Der Einsatz standardisierter Methoden ist von großer Bedeutung. Er kann den planerischen Aufwand vereinheitlichen und hilft dabei, die Ergebnisse bundesweit vergleichbar zu machen.“

Für mehr Details siehe: Hurst, J., Balzer, S, Biedermann, M., Dietz, C., Dietz, M., Höhne, E., Karst, I., Petermann, R., Schorcht, W., Steck, C. & R. Brinkmann (2015): Erfassungsstandards für Fledermäuse bei Windkraftprojekten in Wäldern. Natur und Landschaft (90) 4: 157-169.

Link zur Stellungnahme des BfN vom 9.4.2015

Wanderer lassen sich von Windrädern nicht stören

In Kooperation mit dem Deutschen Wanderinstitut befragten die Forscher um Prof. Dr. Quack an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften im Zeitraum Januar 2013 bis Januar 2015 über 600 Wanderer. Ziel der bundesweiten Langzeit-Befragung war die Erhebung belastbarer Daten zur Akzeptanz von EE-Anlagen an Wanderwegen unter besonderer Berücksichtigung von Windenergieanlagen (lesen Sie weiter…).

MIT legt Metastudie vor

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) widerlegen in einer jüngst veröffentlichten Studie, dass Windenergieanlagen (WEA) im direkten Wohnumfeld die Gesundheit beeinträchtigen. Es gäbe „keine klare oder einheitliche Zuordnung zwischen Lärm durch die Nähe von WEA und Krankheit oder andere Indikatoren zur Schädigung der menschlichen Gesundheit“. Die Studie prüfte eine Reihe von Fallstudien aus den USA und Europa daraufhin, wie sich die Lebensqualität in bestimmten Regionen entwickelt, in denen der Windenergieausbau eine Rolle spielt. Schallmessungen zeigten, dass der Infraschall von WEA in der Regel deutlich unter der Hörbarkeitsschwelle lag. Hingegen wurde der aus dem Verkehrsbereich kommende Infraschall als weit störender eingestuft.

Link zur Studie von McCunney et al. (2014)

Gesetzesänderung verschärft Informationspflichten

Der Bundestag hat am 23. April 2015 ein Kleinanlegerschutzgesetz (geänderte Beschlussfassung Bundestagsdrucksache 18/4708) verabschiedet. Die darin enthaltenen Gesetzesänderungen sollen für bestimmte bislang wenig regulierte Finanzprodukte die Informationspflichten verschärfen. Zudem werden die Kompetenzen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ausgeweitet. Ausnahmen wird es für Crowd Investments sowie soziale und gemeinnützige Projekte geben.

Anlass für den Gesetzesentwurf war u.a. der Fall der Prokon Regenerative Energien GmbH, welche über Genussrechte Kapital bei Anlegern beschafft hatte und Anfang 2014 den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellte.

Link zum Kleinanlegerschutzgesetz

Aktuelle Entscheidungen

Genehmigungen für Windenergieanlagen trotz Störung des Wetterradars zulässig (VG Trier, Urteil vom 23. März 2015 – 6 K 869/14.TR)

Das Verwaltungsgericht Trier hat eine Klage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen immissionsschutzrechtliche Genehmigungen für Windenergieanlagen als unbegründet abgewiesen. Die Genehmigungen seien rechtmäßig erteilt worden.

Aufgrund des vom Gericht eingeholten Sachverständigengutachtens gingen die Richter davon aus, dass eine Störung der Funktion des Wetterradars durch die Windenergieanlagen und damit eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange nach § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 8 BauGB zu bejahen ist. In der Interessenabwägung stünden diese Belange jedoch der Genehmigungserteilung nicht entgegen. Der DWD könne den zu erwartenden Beeinträchtigungen durch zumutbare technische Maßnahmen entgegenwirken.

Dies ist das zweite Urteil, welches sich mit den Auswirkungen der Windenergie auf die Radaranlagen des DWD befasst. Im Oktober 2013 hat das VG Regensburg (Urteil vom 17. Oktober 2013 – RO 7 K 12.1702) die Klage eines Anlagenbetreibers abgewiesen, dessen Genehmigungen aufgrund einer möglichen Störung des Wetterradars abgelehnt wurden.

Gegen die Entscheidung des VG Trier wurde die Berufung beim OVG Rheinland-Pfalz zugelassen.

VG Trier, Urteil vom 23. März 2015 – 6 K 869/14.TR

Neuigkeiten unserer Mitglieder

Baden-Württemberg hat Teilfortschreibung des Regionalplans als Satzung beschlossen

Der Regionalverband Donau-Iller hat für den weiteren Ausbau der Windenergie 32 neue Vorranggebiete festgelegt. Auf den neu ausgezeichneten Flächen könnten zukünftig bis zu 216 Windkraftanlagen errichtet werden. Auf bayerischer Seite des grenzübergreifenden Regionalverbands könnte die sogenannte 10-H-Regelung den Ausbau der Windenergie jedoch erschweren. Diese Vorschrift kann mit Hilfe der Bauleitplanung umgangen werden, Voraussetzung ist aber der politische Wille der jeweiligen kommunalen Entscheidungsträger.

Link zur Pressemitteilung vom 14.4.2015
Weiterführende Informationen zur Teilfortschreibung

Mecklenburg-Vorpommern: Internet-Liveübertragung von Veranstaltungen des Energieministeriums

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landentwicklung hat im April eine neue Veranstaltungsreihe zum Thema Windenergie gestartet. Diese kann live im Internet verfolgt werden. Auf jeder Veranstaltung wird ein Themenfeld diskutiert, welches von einem geladenen Experten durch einen Vortrag eingeführt wird. Zuschauer können während der Liveübertragung Fragen schriftlich via E-Mail einreichen bzw. vor Ort im Studio, um sich so in die Diskussion miteinzuschalten. Die Videomitschnitte bzw. die schriftliche Dokumentation der Gesprächsrunden sind auf den Seiten des Energieministeriums abrufbar.

Prof. Dr. Gundula Hübner referiert am 26. Mai 2015 zum Thema „Akzeptanz von Windenergieanlagen“.

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe finden Sie hier
Link zu den Mitschnitten der bisherigen Veranstaltungen

 

Diskussion über Mindestabstand von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung

Das Energieministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat in Reaktion auf Presseberichte über einen möglichen Volksentscheid zu einer gesetzlichen Abstandsregelung für Windenergieanlagen zur Wohnbebauung eine Stellungnahme abgegeben. Demnach habe „eine Ausweitung des Abstandes über die im Land in der Regel angewendeten 1000 Meter hinaus massive Auswirkungen auf die dann noch übrig bleibenden Flächen (für die Windkraft) und damit den Erfolg der Energiewende und des Atomausstieges“. Die Erhöhung des Abstands sei demzufolge eine Verhinderungsstrategie des weiteren Ausbaus.

Eine Studie des Umweltbundesamtes belegt, dass die Leistungs- und Ertragspotenziale der Windenergie an Land davon abhängen, wie hoch der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen ausfällt.

Link zur Pressemitteilung vom 27.3.2015
Link zur Studie des Umweltbundesamtes

Niedersachsen: Entwürfe des Windenergieerlasses und Artenschutzleitfadens zur Verbändebeteiligung freigegeben

Anfang Mai wurde der Entwurf des Windenergieerlasses und des Leitfadens Artenschutz von der Niedersächsischen Landesregierung zur Verbändebeteiligung freigegeben. Bei der Erarbeitung des Erlassentwurfs wurden externe Akteure frühzeitig beteiligt. So hatten die kommunalen Spitzenverbände, Verbände und Vertreter der Windenergiebranche, Vertreter von Umwelt- und Naturschutzverbänden, die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), die Klimaschutzagentur Region Hannover und die Koordinierungsstelle Windenergierecht die Möglichkeit, den Erlassentwurf mit auszuarbeiten. Auch der Leitfaden zum Artenschutz wurde in gleichartiger Weise entwickelt. Mit der Verbändeanhörung wird den im Erarbeitungsprozess bisher nicht beteiligten Verbänden umfassende Gelegenheit zur Stellungnahme an den Entwürfen gegeben.

Link zur Meldung der Niedersächsischen Landesregierung vom 5.5.2015 und zu den Entwürfen

Rheinland-Pfalz: Teilfortschreibung des Regionalplans Westpfalz in Kraft getreten

Die Region Westpfalz hat seit März einen neuen Regionalplan, der die Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms (LEP) inklusive seiner Teilfortschreibung „Erneuerbare Energien“ konkretisiert. Die im Regionalplan ausgewiesenen Vorranggebiete für Windenergie und die darüber hinausgehenden, kommunalen Planungen ergeben zusammen eine Fläche von 6.600 Hektar, was ca. zwei Prozent der Fläche der Region entspricht.

Link zur Pressemitteilung vom 19.3.2015
Link zum Regionalplan der Region Westpfalz

Schleswig-Holstein / Enertrag: Windpark blinkt nur noch bei Bedarf

In Deutschland geht erstmals das radargestützte Steuerungssystem „Airspex“ in den Dauerbetrieb. Das von Enertrag gemeinsam mit Airbus entwickelte System aktiviert die Blinklichter an einer Windenergieanlage nur dann, wenn sich ein Flugzeug oder Hubschrauber nähert. Die Beleuchtung, die von Anwohnern oft als Störquelle wahrgenommen wird, bleibt somit an über 98 Prozent des Jahres abgeschaltet, ohne die Luftfahrtsicherheit zu gefährden. Das System wurde seit 2012 getestet und Ende letzten Jahres behördlich zugelassen (lesen Sie weiter…).

Thüringen: Neue Servicestelle „Windenergie“

Am 1. Mai 2015 hat die Servicestelle „Windenergie“ bei der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) ihre Arbeit aufgenommen. Die unabhängige Informationsstelle steht ab sofort Kommunen, Bürgern und Projektierungsunternehmen bei Fragestellungen rund um die Windenergieplanung in Thüringen zur Seite. So werden beispielsweise Erstberatungen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, aber auch Unterstützungen bei organisatorischen Fragestellungen, bei Vertragsverhandlungen oder beim Konfliktmanagement angeboten.

Weitere Infos unter www.service-wind-thueringen.de


Leitlinien für Windenergieausbau

Eine weitere Maßnahme zur besseren Beteiligung von Bürgern in Thüringen, die von dem Ausbau der Windenergie betroffen sind, ist die Verständigung auf gemeinsame Leitlinien, welche als freiwillige Selbstverpflichtung für Projektierer von Windenergieanlagen in Thüringen fungieren sollen. Die Leitlinien beinhalten unter anderem eine stärkere konzeptionelle und finanzielle Beteiligung von Bürgern und kommunalen Akteuren an Windenergieprojekten. Sich verpflichtende Projektentwickler sollen von der ThEGA im Auftrag der Thüringer Landesregierung ein Label erhalten, das die Einhaltung dieser Leitlinien bestätigt. Auf diese Weise bekommen Kommunen und Bürgergenossenschaften mehr Sicherheit und Mitsprachemöglichkeiten in der Zusammenarbeit mit Windenergie-Projektierern.

Weitere Neuigkeiten der ThEGA


Fledermausleitfaden wird erarbeitet

Auf der 12. Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Fledermausschutz in Erfurt am 20. März 2015 hat Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund mitgeteilt, dass ihr Ministerium einen Leitfaden erarbeitet, um den Fledermausschutz und den Betrieb von Windenergieanlagen besser miteinander vereinbaren zu können. Laut Siegesmund sollte der Bau von Windrädern nicht in den für Fledermäuse überlebenswichtigen Gebieten erfolgen. Auch könnten Abschaltzeiten bei nennenswertem Fledermauszug Kollisionen vermeiden. Ergebnisse aus laufenden Forschungsvorhaben sollen in dem Leitfaden aufgegriffen werden, so Siegesmund.

Link zur Medieninformation auf Thueringen.de

BWE: Broschüre zum Thema „Ausschreibungen für Windenergie an Land“

Die Broschüre „Ausschreibungen für Windenergie an Land - Ein Modell für den Leistungsträger Wind?" fasst die Ergebnisse einer BWE-Studie zum Thema Ausschreibungen und Akteursvielfalt zusammen. Dabei werden u.a. die Besonderheiten der Windbranche, Anforderungen an Ausschreibungen und Elemente eines möglichen Designs thematisiert. In einem zeitlichen Ausblick wird außerdem der voraussichtliche Verlauf für EE-Ausschreibungen skizziert und es werden Empfehlungen abgeleitet.

Link zur Broschüre

Wind-Kommunen gesucht!

Die FA Wind sucht kommunale Vorbildprojekte zum Thema Windenergienutzung und Planungsbeteiligung. Ziel der vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützten Initiative ist es, das Thema Öffentlichkeitsbeteiligung lokalpolitisch stärker zu verankern und den Erfahrungsaustausch zur Beteiligung an den Planungsprozessen anzuregen. Kommunen, die partizipative Ansätze und Methoden in lokalen Windenergieprojekten angewandt haben und ihre Erfahrungen sowie wertvolles Prozesswissen weitergeben möchten, sollen in einer ansprechenden Publikation im zweiten Halbjahr 2015 näher vorgestellt werden.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage.

Neue Mitarbeiterin

Seit 1. März 2015 ist Jenny Kirschey als Referentin bei der FA Wind tätig und betreut die juristischen Themen (Elternzeitvertretung).

Die FA Wind stellt sich vor

© Holger Bedurke, 2014

Jürgen Quentin ist seit Januar 2014 im Team der FA Wind und widmet sich insbesondere markt-und systemintegrativen Fragestellungen der Windenergie an Land. Er studierte Wirtschafts- und Umweltrecht an der Hochschule Trier. Im Anschluss daran war Jürgen Quentin in einem Branchennetzwerk für Unternehmen im Bereich Umwelttechnologie, einem Fachverlag sowie einer Umweltbildungseinrichtung in Süddeutschland tätig. Seit seinem Wechsel nach Berlin leitete Jürgen Quentin Projekte im Bereich Klimaschutz und Energiewende einer großen deutschen Umweltorganisation.

Interne Termine

Internationale Experten tagen in den Räumen der FA Wind-Geschäftsstelle am 3. Juni im Rahmen der IEA Task 28 - Social Acceptance of Wind Energy Projects.

Am 15. Juni treffen sich die Mitglieder der FA Wind in Berlin zur jährlichen Mitgliederversammlung.

Vorstand und Geschäftsstellenteam kommen am 25. und 26. Juni in Würzburg zu einer Klausur zusammen, um gemeinsam weitere Aktivitäten und Themenschwerpunkte der FA Wind abzustimmen.

Publikationen der FA Wind

Studienvergleich: Mehr Abstand – mehr Akzeptanz?

Nach vertiefender statistischer Auswertung international anerkannter Studien kommen die Umweltpsychologen Hübner und Pohl (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg / Medical School Hamburg) zu dem Schluss, dass sich kein signifikant bedeutsamer Zusammenhang zwischen dem Abstand zur Wohnbebauung und der Akzeptanz für Windenergieanlagen empirisch belegen lässt. Die Ergebnisse des Studienvergleichs liegen als Informationsbroschüre nun digital und in gedruckter Form vor. Sie können diese per E-Mail an post@fa-wind.de kostenlos bei uns anfordern.

Link zum Download der Studie


FA Wind-Analyse auf Französisch erschienen

Die im Februar 2015 veröffentlichte Analyse zu Dauer und Kosten des Planungs- und Genehmigungsprozesses von Windenergieanlagen an Land ist nunmehr auch als Zusammenfassung in französischer Sprache verfügbar. Das Deutsch-französische Büro für erneuerbare Energien hat zentrale Ergebnisse der Studie ins Französische übersetzt und bietet sie auf seiner Internetseite zum Download an.

Link zur Studie in französischer Sprache

Veranstaltungen der FA Wind

Save the date!

Voraussichtlich am 2. Juli 2015 findet in Hannover eine Veranstaltung zu Vermeidungsmaßnahmen für windenergiesensible Vogel- und Fledermausarten statt. Auf der Tagung sollen die zentralen Ergebnisse einer gemeinsam von FA Wind, TU Berlin und Uni Münster durchgeführten Studie zugänglich gemacht und diese gemeinsam mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Die FA Wind wird außerdem auf den Mitteldeutschen Branchentagen Wind.Energie in Erfurt am 14. und 15. Oktober mit zwei Veranstaltungen vertreten sein. Zum einem sollen im Rahmen eines Workshops kommunale Entscheider und Projektentwickler für einen Erfahrungsaustausch an einen Tisch gebracht werden. Eine weitere Veranstaltung wird sich dem Thema „Wind im Wald“ mit einem Schwerpunkt auf den mitteldeutschen Raum widmen.

Link zu den Mitteldeutschen Branchentagen


Ebenso für Mitte Oktober ist voraussichtlich ein Workshop mit Schwerpunkt Wetterradar geplant.

Mehr Informationen zu allen Veranstaltungen folgen in Kürze.

Weitere Veranstaltungen zum Thema Windenergie an Land finden Sie unter Termine.

Für mehr Neuigkeiten rund um das Thema Windenergie an Land besuchen Sie unsere Internetseite.

Unser kostenloser Newsletter erscheint regelmäßig mit wichtigen Informationen zur Windenergie an Land. Er enthält aktuelle Berichte und Hinweise rund um wissenschaftliche, politische, rechtliche und technische Neuigkeiten. Alle Beiträge wurden sorgfältig recherchiert, damit verbundene Hinweise und Empfehlungen sind nach bestem Wissen ausgesucht, zusammengestellt und ausgeführt. Dennoch wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter post@fa-wind.de.

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