Fachagentur Windenergie
Newsletter der Fachagentur Windenergie an Land e.V.
05/2016 - Ausgabe September

Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

wir freuen uns sehr, Sie mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie an Land informieren zu können.

In dieser Ausgabe lesen Sie folgende Beiträge:

Vorwort

Klimaabkommen von Paris

Anpassung des Umweltverfahrensrechts

Neuer Windenergieerlass in Bayern

Aktuelle Entscheidungen

Neuigkeiten unserer Mitglieder

In eigener Sache

Publikationen der FA Wind

Veranstaltungen der FA Wind

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

© Holger Bedurke, 2014

in dieser Woche treffen sich Akteure und Interessierte auf der WindEnergy-Messe in Hamburg. Dort werden neueste Technik, vielfältigste Informationen und Visionen für die Zukunft präsentiert. Als Ort der Recherche und des Netzwerkens lohnt sich ein Besuch sicher allemal. Als Ergänzung oder wenn Sie es nicht schaffen sollten, in die Hansestadt zu reisen, empfehle ich Ihnen unseren aktuellen Newsletter. Darin haben wir Ihnen wieder Wissenswertes rund um die Windenergie an Land zusammengestellt.

Gefragt habe ich mich bei dieser Ausgabe, ob uns die gerade geführte Diskussion über das postfaktische Zeitalter betrifft und gebe zu, dass unser Format das postfaktische Zeitalter - wenn überhaupt - nur bedingt unterstützt: Wir stellen Ihnen tatsächlich Daten und Fakten zusammen und das wird auch so bleiben. Diese führen aber bei mir trotzdem dazu, dass ich ein gutes Gefühl habe, wenn ich an die Windenergie an Land denke. Unterstützt wird mein gutes Gefühl auch dadurch, dass bereits über 60 Staaten das Klimaschutzabkommen von Paris ratifiziert haben. Damit ist die erste Hürde zum Inkrafttreten des internationalen Abkommens genommen worden. Klimaschutz ist der Anlass für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Daran sei an dieser Stelle noch einmal erinnert. Auch in der nach der EEG-Novelle weiter hitzig geführten Diskussion über Kosten, Mengen und Pfade bei der Windenergie an Land sollte sich „die Macht dem Argument beugen, nicht das Argument sich der Macht“, wie der Schweizer Physiker und Philosoph Eduard Kaeser kürzlich formulierte*.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre.

Ihr

Axel Tscherniak
Geschäftsführer

* Eduard Kaeser: Das postfaktische Zeitalter

Pariser Klimaschutzabkommen: 1. Hürde geschafft

Mit der Ratifikation des Pariser Klimaschutzabkommens von mehr als 55 Staaten ist am 21. September die erste Hürde für das Inkrafttreten des internationalen Abkommens genommen worden. Das Klimaschutzabkommen tritt in Kraft, wenn es 55 Staaten, die zudem mindestens 55 Prozent der Emissionen verursachen, ratifiziert haben. Durch die bisher unterzeichnenden Parteien sind bereits 48 Prozent der weltweiten Emissionen repräsentiert.

Auf internationaler Ebene hat sich eine starke Dynamik hin zu einer zügigen Ratifikation und einem frühen Inkrafttreten des Übereinkommens entwickelt. Neben der Ratifizierung durch die weltweit größten Emittenten USA und China Anfang September hat nun auch Indien, auf Platz drei unter den größten Treibhausgasemittenten, angekündigt, dem Klimavertrag Anfang Oktober beizutreten.

Der Deutsche Bundestag hatte am 22. September 2016 dem Gesetzentwurf von CDU/CSU und SPD zum Übereinkommen von Paris vom 12. Dezember 2015 in unveränderter Fassung auf Empfehlung des Umweltausschusses angenommen und damit dem Klimaschutzabkommen von Paris zugestimmt.

Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums vom 21.09.2016 und weitere Informationen zum Verfahren
Bundestagsbeschlüsse am 22. und 23. September 2016

Anpassung des Umweltverfahrensrechts

Die Bundesregierung hat mit Kabinettbeschluss vom 22. Juni 2016 den Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes und anderer Vorschriften an europa- und völkerrechtliche Vorgaben vorgelegt.

Anlass für das Gesetzesvorhaben sind Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sowie des sog. Compliance-Committee zur Aarhus-Konvention, in denen Vorschriften des deutschen Umweltverfahrensrechts als europa- bzw. völkerrechtswidrig bewertet wurden, welche den Zugang zu den Gerichten in umweltrelevanten Fällen einschränken.

Der aktuelle Entwurf wurde am 26. September 2016 in einer öffentlichen Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages mit geladenen Sachverständigen diskutiert. Im Zentrum der Debatte standen einige geplante Ausnahmen, Neuregelungen und Übergangsvorschriften. So sollen u.a. Raumordnungspläne zur Ausweisung von Flächen für die Windenergienutzung aus dem Anwendungsbereich des Gesetzes ausgenommen werden. Die Regelungen über eine materielle Präklusion in umweltrelevanten Fällen werden flächendeckend entfallen. Stattdessen ist vorgesehen mit § 5 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz eine neue Missbrauchsklausel einzuführen, die ermöglichen soll, erstmals im Rechtsbehelfsverfahren eingebrachte Einwendungen ggf. dennoch unberücksichtigt zu lassen. Einige der geladenen Sachverständigen vertraten die Auffassung, dass die Ausnahme- und Neuregelungen nicht den Vorgaben des Europa- und Völkerrechts entsprechen. Dr. Schollmeyer (Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.) betonte hingegen in seiner Stellungnahme die Wichtigkeit zügiger Planungs- und Genehmigungsverfahren für die Investitionssicherheit bei kapitalintensiven Vorhaben. Unstreitig scheint in Fachkreisen jedenfalls, dass die im aktuellen Entwurf vorgeschlagenen Neuregelungen zahlreiche Fragen aufwerfen und das Umweltverfahrensrecht auch künftig die Gerichte beschäftigen wird.

Gesetzesentwurf vom 13.06.2016

Neuer Windenergieerlass in Bayern in Kraft

Die überarbeiteten „Hinweise zur Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“ der Bayerischen Staatsregierung vom 19. Juli 2016 sind am 1. September 2016 in Kraft getreten.

Insbesondere die Änderung der Bayerischen Bauordnung vom 21. November 2014, mit der neue Windenergieanlagen im Außenbereich einen Mindestabstand der zehnfachen Anlagenhöhe zur Wohnbebauung einhalten müssen (sog. 10H-Regelung), erforderte eine Überarbeitung des bisherigen Windenergieerlasses im Freistaat. Zudem wurden die Behördenanweisungen anhand von Erfahrungen aus der Praxis aktualisiert.

Link zum Windenergieerlass

Aktuelle Entscheidungen

© BillionPhotos.com - Fotolia.com

Windenergie und Wetterradar

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat am 22. September in zwei parallel gelagerten Verwaltungsstreitsachen entschieden, dass dem Deutschen Wetterdienst bei der Frage, inwieweit Windenergieanlagen die Funktionsfähigkeit von Wetterradaranlagen stören, kein Beurteilungsspielraum zukommt (Urteil vom 22. September 2016 – 4 C 6.15, 4 C 2.16).

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Neuigkeiten unserer Mitglieder

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Dialog zu energiepolitischen Aufgaben bis 2030 gestartet

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat Mitte September das Impulspapier „Strom 2030“ vorgestellt, auf dessen Basis eine öffentliche Diskussion zur Gestaltung des Strommarktes geführt werden soll. In dem Papier werden zwölf langfristige Trends zur Entwicklung des Stromsektors und den damit einhergehenden energiepolitischen Aufgaben für die nächsten Jahre, unter anderem anhand von Graphiken, dargestellt. Sogleich werden Handlungsoptionen erläutert und jeweils auf aktuelle Studien verwiesen. Ein Trend zeichnet sich bereits heute deutlich ab: Solar- und Windenergie werden zukünftig zum wichtigsten Energieträger, die Stromversorgung bleibt dabei sicher und kostengünstig.

Bis zum 31. Oktober 2016 können beim BMWi Stellungnahmen zum Impulspapier per E-Mail eingereicht werden.

Link zur E-Mailadresse 
Pressemitteilung des BMWi vom 16.09.2016
Impulspapier Strom 2030: Langfristige Trends – Aufgaben für die kommenden Jahre

Baden-Württemberg: Neues Dialogforum soll Konflikte schlichten

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat eine neue Dialogplattform ins Leben gerufen. Mit dem Forum Energiedialog (FED) will das Land gemeinsam mit Städten und Gemeinden auf den Bedarf von Bürgern und Kommunen nach Transparenz, Information und Dialog zu Energiewendeprojekten eingehen und einen Beitrag zur Konfliktklärung leisten. Dafür erstellt das Dialogforum Informationsmaterialien, organisiert und moderiert Veranstaltungen, hilft bei der Klärung von Streitpunkten und bietet Mediationsverfahren an. Nach einer mehrmonatigen Pilotphase in neun Kommunen steht das Dienstleistungsangebot nun allen 1.101 Kommunen des Landes zur Verfügung. Das FED wird Bürgerinnen und Bürger sowie kommunale Verwaltungen bei Herausforderungen mit Energiewendeprojekten unterstützen und auf rechtlicher und wirtschaftlicher Ebene beraten. Derzeit stehen vor allem Windenergievorhaben im Fokus, zukünftig wird sich das Forum auch mit weiteren Themen, z.B. der Verlegung von Stromleitungen, befassen.

Unterstützt wird die neue Institution von den Kompetenzzentren Energie an den Regierungspräsidien des Landes. Im Haushalt des Umweltministeriums sind bis Ende 2018 knapp 2,5 Millionen Euro für das Forum Energiedialog eingeplant.

Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 12.09.2016
Website Forum Energiedialog

Hessen: Neue Instrumente für Kommunen

Mit der WindEnergieDividende wurde in Hessen jüngst ein Instrument geschaffen, mit dem Kommunen an den Pachteinnahmen für Windenergieanlagen beteiligt werden können, wenn diese Anlagen nach dem 1. Januar 2015 auf staatlichen Flächen errichtet wurden. Neben den betroffenen Kommunen sind auch Nachbarkommunen antragsberechtigt, wenn der Abstand zur Gemarkung weniger als 1 Kilometer beträgt oder 2 Kilometer zur geschlossenen Wohnbebauung unterschreitet.

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Mythen und Wahrheiten

Bei der Umsetzung der Energiewende in Hessen kommt dem gezielten, umweltverträglichen Ausbau der Windenergie eine Schlüsselrolle zu. Mit dem Landesprogramm „Bürgerforum Energieland Hessen“ steht ein vielfältiges und flexibles Unterstützungsangebot für Kommunen zur Verfügung, welches von Bürgerinformationsveranstaltungen über Coachings bis hin zur Mediation in besonders schwierigen Situationen reicht. In die umfangreiche Sammlung von Fachinformationen (u.a. zu Themen wie Infraschall, Wirtschaftlichkeit und Systemintegration, Rentabilität und Teilhabe, Natur- und Umweltschutz) reiht sich nun ein neues Faktenpapier ein, welches in prägnanter Form typische Fragen aufgreift und mit Zahlen und Fakten konfrontiert.

Faktenpapier Windenergie - Mythen & Wahrheiten
Website Bürgerforum Energieland Hessen

Mecklenburg-Vorpommern: Landeseigene Energieagentur gegründet

Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Landesenergie- und Klimaschutzagentur GmbH (LEKA) am 10. August 2016 hat Mecklenburg-Vorpommern die jahrelangen Bemühungen um die Gründung einer solchen Beratungsinstitution erfolgreich abgeschlossen.

Die LEKA wird Kommunen und Unternehmen Erstberatung zu erneuerbaren Energieprojekten bieten und Informationen zu anderen Beratungsstellen vorhalten. Mit der direkten Anbindung an die Hochschule Stralsund möchte die Landesregierung einen sicheren Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich von erneuerbaren Energien und Klimaschutz gewährleisten. Die Energieagentur soll aber vor allem eine Vermittlungsfunktion wahrnehmen: indem Unternehmen und Forschung zusammengebracht werden, verspricht sich die Landesregierung einen besseren Wissenstransfer in die Praxis.

Neben Stralsund wird es weitere Standorte der LEKA geben, so sollen zunächst Regionalbüros bei der LEEA in Neustrelitz sowie in Schwerin eingerichtet werden.

Pressemitteilung des Energieministeriums MV vom 10.08.2016

© Enercon

Enercon-Bürgerwindrad in Mecklenburg-Vorpommern realisiert

Dass bei guter Zusammenarbeit in der Region die Bürgerteilhabe möglich ist, zeigt die erste genossenschaftlich organisierte Bürgerwindenergieanlage in Mecklenburg- Vorpommern. Die 3 Megawatt-Anlage ist Teil eines Windparks mit insgesamt acht Windräder auf der Gemarkung der Gemeinden Bütow und Zepkow in der Müritzregion. Zukünftig werden die Erlöse aus dem Betrieb der Anlage der 2015 neu gegründeten Bürgerwindgenossenschaft Müritz eG zugute kommen, deren 85 Mitglieder, allesamt aus der Region stammend, Eigenkapital in Höhe von ca. 850.000€ über ihre Einlagen erbracht haben. Von Anfang an war die interkommunale Zusammenarbeit oberstes Gebot. Wichtig war ebenfalls, dass die Projektierer Enercon und Naturwind fünf Jahre vor Baubeginn ein gemeinsames Windparkkonzept entwickelt hatten, wodurch eine hemmende Konkurrenzsituation vermieden werden konnte. Die letzte der acht Neuanlagen soll Ende September in Betrieb genommen werden.

Link zur Fallbeschreibung

Bundesverband WindEnergie: Windkraft- eine Bürgerenergie

In dem Magazin „Windkraft – eine Bürgerenergie“ bereitet der Bundesverband Windenergie (BWE) Informationen auf, wie Anwohner und Kommunen am Windenergieausbau beteiligt werden können. Es werden zahlreiche Beispiele aus der Praxis dargestellt, z.B. zu Möglichkeiten der finanziellen und planerischen Beteiligung von Anwohnern oder zu innovativen Lösungen zum Schutz der Natur- und Artenvielfalt. Eine Übersicht zeigt die verschiedenen Ansätze einiger Bundesländer zur Stärkung der Akzeptanz der Windenergie an Land, am Ende des Magazins findet sich außerdem noch ein kleiner „Rückblick aus der Zukunft – Energie 2052“.

Link zur Broschüre

 

Neue Hintergrundpapiere

In verschiedeneren Hintergrundpapieren nimmt der BWE eine Bewertung der Auswirkungen des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) auf die Windenergienutzung im Kontext der Energiewende vor. Weitere neue Publikationen gibt es außerdem zu den Themen „Windenergie und Naturschutz“ und „Windenergie und seismologische Belange“.

Aktuelle Hintergrund- und Informationspapieren des BWE

In eigener Sache

© Messe Erfurt

Seit August ist Dr. habil. Martin Gude einer der stellvertretenden Vorsitzenden der FA Wind.

Martin Gude (geb. 1961) ist seit 2009 als Abteilungsleiter für Energiepolitik in Thüringen tätig, derzeit im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz. Er studierte Geographie, Geologie, Politologie, und öffentliches Recht an der Universität Heidelberg und promovierte auch dort. Die Habilitation schloss er an der Universität Jena ab. Er war viele Jahre als Privatdozent und Vertretungsprofessor an den Universitäten in Heidelberg, Basel und Jena tätig.

2007 gründete er federführend das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK GmbH), das zu regionalem Klimawandel und Energiewende berät.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

 

Neue Praktikantin

Seit September unterstützt Frederike Bossy das Team der FA Wind im Rahmen eines zweimonatigen Praktikums. Nach dem Abitur möchte sich Frau Bossy beruflich orientieren und sich Einblicke in das Themenfeld der Windenergie an Land verschaffen. Sie wirkt bei Recherchearbeiten mit und assistiert bei anfallenden Aufgaben im Tagesgeschäft.

 

Studentische Hilfskraft gesucht

Bei der FA Wind ist zum nächstmöglichen Termin die Stelle eines studentischen Mitarbeiters (w/m) neu zu besetzen. Interessierte richten ihre einschlägigen Bewerbungsunterlagen bitte ausschließlich in elektronischer Form an die Geschäftsstelle der FA Wind.

Link zur Stellenausschreibung

Publikationen der FA Wind

Analyse: Ausbau der Windenergie an Land zum Halbjahr 2016

Die ersten sechs Monate des Jahres 2016 waren das bislang ausbaustärkste erste Halbjahr der Windenergie in Deutschland. Das belegen Zahlen des Anlagenregisters der Bundesnetzagentur, die die FA Wind ausgewertet hat. Danach gingen 713 neue Windenergieanlagen (WEA) mit 2.018 MW bis Ende Juni in Betrieb. Die meisten Inbetriebnahmen gab es in den Monaten März und Juni, in denen 60 Prozent der neuen Kapazität ans Netz ging. 106 Anlagen (305 MW) wurden im Repowering für Altanlagen ersetzt; die Repowering-Quote liegt bei 15 Prozent. Mitte 2016 waren 1.192 genehmigte Windturbinen (3.396 MW) im Anlagenregister erfasst; davon wurde über die Hälfte im ersten Halbjahr zugelassen.

Link zur Analyse

 

Hintergrundpapier: Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen

In diesem Hintergrundpapier werden kurz die wissenschaftlichen Hintergründe zur bedarfsgerechten Befeuerung, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die derzeit auf dem deutschen Markt existierenden technischen Befeuerungssysteme vorgestellt.

Link zum Hintergrundpapier

 

Hintergrundpapier: Nachträgliche Anpassung immissionsschutzrechtlicher Genehmigungen aufgrund artenschutzrechtlicher Belange

Nicht selten ändern sich nach Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung die artenschutzfachlichen Umstände, welche der Entscheidung der Genehmigungsbehörde zu Grunde lagen. Denkbar ist u.a., dass sich windenergiesensible Arten nachträglich in der Nähe der Anlage ansiedeln oder neue Erkenntnisse zu einer Art gewonnen werden, die die Beurteilung verändern. Eine bereits erteilte Genehmigung kann jedoch nur in einem engen gesetzlichen Rahmen abgeändert werden.

Hierfür kommen verschiedene rechtliche Grundlagen in Betracht, die entweder der nach Immissionsschutzrecht, der nach Umweltschadensrecht oder der nach Landesnaturschutzrecht zuständigen Behörde zur Verfügung stehen. Prüft man diese Rechtsgrundlagen im Einzelnen, wird deutlich, dass nachträgliche Änderungen immissionsschutzrechtlicher Genehmigungen nur unter sehr engen Voraussetzungen zulässig sind. Ein Auflagenvorbehalt kann nachträglich eintretende Umstände in der Regel nicht umfassen.

Die FA Wind hat ein juristisches Hintergrundpapier erstellen lassen, in dem die in Betracht kommenden Rechtsgrundlagen betrachtet und geprüft werden.

Link zum Hintergrundpapier

Veranstaltungen der FA Wind

Workshop: Typenunabhängige Genehmigung von Windenergieanlagen

Am 18. Oktober 2016 werden in Frankfurt am Main auf Einladung der FA Wind Expertinnen und Experten von Genehmigungsbehörden, Ministerien und Projektierern über Potenziale und Defizite einer typenfreien Genehmigung für Windenergieanlagen diskutieren. Auf dem Workshop werden unter anderem ein Pilotvorhaben aus Hessen und Erfahrungen aus dem Ausland vorgestellt. Die Ergebnisse werden im Nachgang verschriftlicht.

Weitere Informationen

 

Workshop: Windenergieanlagen und seismologische Messstationen

Mögliche Auswirkungen von Windenergieanlagen auf seismologische Stationen diskutiert FA Wind Mitarbeiter Dr. Dirk Sudhaus in Zusammenarbeit mit der EnergieAgentur.NRW am 8. November 2016 in Köln mit einem geladenen Teilnehmerkreis. Die Ergebnisse werden im Nachgang verschriftlicht und über die FA Wind Website zur Verfügung gestellt.

Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Dirk Sudhaus (T +49 30 64 494 60-69) zur Verfügung.

 

Diskussionsveranstaltung: Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben PROGRESS und praxisrelevante Konsequenzen

Am 17. November 2016 geben die Forschungsnehmer im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung einen Einblick in die wichtigsten Ergebnisse des Vorhabens PROGRESS. Außerdem werden die sich daraus ergebenden möglichen planungsbezogenen Konsequenzen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos von (Greif-)Vögeln aufgezeigt und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutiert. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, die Ergebnisse werden im Nachgang verschriftlicht.

Weitere Informationen

 

Arbeitstreffen: 2. Runder Tisch Vermeidungsmaßnahmen

Am 23. November 2016 treffen sich in Kassel zum zweiten Mal geladene Fachexperten aus Planung, Wissenschaft und Praxis, um bereits umgesetzte Vermeidungsmaßnahmen für windenergieanlagensensible Arten sowie Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung zu dem Thema zu besprechen.

Grundlage für die Diskussion liefern gutachterliche Berichte von laufenden oder bereits abgeschlossenen Monitorings zu Vermeidungsmaßnahmen. Fachbehörden, Gutachter und Betreiber werden weiterhin gebeten, der FA Wind entsprechende Berichte - auch in anonymisierter Form – für die Arbeit des Runden Tischs zur Verfügung zu stellen. Hinweise auf durchgeführte Maßnahmen oder Stellen, wo entsprechende Berichte vorliegen, sind für weitere Recherchen ebenso hilfreich.

Bei Rückfragen oder Interesse an der Bereitstellung von entsprechenden Unterlagen wenden Sie sich bitte an Franziska Tucci, T +49 30 64 494 60 67).

Weitere Informationen zum Runden Tisch Vermeidungsmaßnahmen und Unterlagen des ersten Treffens im Februar 2016 finden Sie auf unserer Internetseite. Die Ergebnisse des Treffens am 23. November werden im Nachgang ebenso über die Website zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

5. Treffen des Runden Tischs Windenergie und Recht

Am 10. August 2016 fand das fünfte Treffen des von der FA Wind organisierten Runden Tischs Windenergie und Recht statt. Im Rahmen des Runden Tischs diskutieren Juristen und Planer die für die Windenergie relevantesten Gerichtsentscheidungen der letzten Monate, fassen sie nachvollziehbar zusammen und stellen sie in den Kontext der bereits ergangenen Rechtsprechung.

Weitere Informationen

Sie möchten die Rechtsprechung rund um das Thema Windenergie an Land verfolgen? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Rundbrief Windenergie und Recht. Er erreicht Sie zwei- bis dreimal im Jahr per E-Mail.    

Anmeldung zum Rundbrief

 

Ergebnisdokumentation Planerseminare

Im April und Mai 2016 veranstaltete die FA Wind Praktiker-Seminare zu den Anforderungen an die planerische Steuerung der Windenergienutzung in der Regional- und Flächennutzungsplanung.

Zu dieser Veranstaltungsreihe hat die FA Wind eine Dokumentation erstellt. Diese enthält einen ausführlichen Fachbeitrag von Dr. Stephan Gatz (Richter am Bundesverwaltungsgericht) sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionsbeiträge.

Link zur Dokumentation

Weitere Veranstaltungen zum Thema Windenergie an Land finden Sie unter Termine.

Für mehr Neuigkeiten rund um das Thema Windenergie an Land besuchen Sie unsere Internetseite.

* Zu guter Letzt: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bislang überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die ausschließliche Verwendung einer Form explizit geschlechterunabhängig verstanden werden soll.

Unser kostenloser Newsletter erscheint regelmäßig mit wichtigen Informationen zur Windenergie an Land. Er enthält aktuelle Berichte und Hinweise rund um wissenschaftliche, politische, rechtliche und technische Neuigkeiten. Alle Beiträge wurden sorgfältig recherchiert, damit verbundene Hinweise und Empfehlungen sind nach bestem Wissen ausgesucht, zusammengestellt und ausgeführt. Dennoch wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter post@fa-wind.de.

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