Bedarfsgerechte Befeuerungstechnologien

Bei der bedarfsgerechten bzw. bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung wird das Befeuerungssystem an einer Windenergieanlage über eine Steuerungseinheit mit einem Detektionssystem verbunden. Das Detektionssystem erkennt sich nähernde Flugobjekte und benachrichtigt die Steuerungseinheit, welche die Windenergieanlagenbefeuerung wieder einschaltet.

Auf diesem Weg kann die nächtliche Beleuchtung um bis zu 95 % reduziert werden, sodass optische Störungen für Mensch und Natur deutlich minimiert werden. 

Grundsätzlich werden zwei Technologien unterschieden:

  • Primärradare empfangen die unmittelbaren Echos zuvor ausgestrahlter Hochfrequenzimpulse und generieren daraus Informationen über sich nähernde Flugobjekte. Unterschieden wird zwischen Aktiv- und Passivradaren. Aktivradare senden aktiv Impulse aus, welche sodann reflektiert werden. Passivradare senden keine eigenen Signale, sondern greifen auf vorhandene Signale wie beispielsweise DVBT-Signale zurück.
  • Sekundärradare erzielen Informationen über den Luftverkehr nicht aus der Reflektion, sondern aus der Kommunikation mit einem aktiven Sendegerät; dem Transponder. Der Transponder ist ein Funk-Kommunikationsgerät im Flugzeug, das eingehende Signale aufnimmt und automatisch beantwortet bzw. weiterleitet (Mode A/C) oder auch ohne Anfrage selbständig im Sekundentakt ein Signal abgibt (Mode S). Sekundärradare sind nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV Kennzeichnung) bislang nicht zulassungsfähig. Ihre Zulassung ist jedoch geplant.

     
© FA Wind 2020
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T +49 30 64 494 60-63
roscher[at]fa-wind.de