Radar und Funkanlagen

© Klaus Stricker - pixelio.de
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Regelmäßig treten bei Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen (WEA) Konflikte mit Radar- und Funkeinrichtungen auf: An deutschen Flughäfen dienen Luftsicherheitsradare der zivilen Luftraumüberwachung – sie werden von der Deutschen Flugsicherung (DFS) oder der Bundeswehr betrieben. Zum anderen dienen militärische Anlagen der Luftraumüberwachung der nationalen Sicherheitsvorsorge – für diese Daueraufgabe werden 18 stationäre und zwei mobile Radaranlagen von der Luftwaffe eingesetzt. Drehfunkfeuer dienen der Flugnavigation, wofür in Deutschland derzeit 60 Anlagen betrieben werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterhält ein Netz von 17 Niederschlagsradaren an exponierten Standorten, um für Deutschland flächendeckende Wetterprognosen liefern zu können. Auch Richtfunksysteme, die der kabellosen Informationsübertragung zwischen festen Standorten dienen, sind im Rahmen des gegenseitigen Rücksichtnahmegebots bei der Planung von Windenergieanlagen (WEA) zu berücksichtigen. Richtfunkstrecken der Bundeswehr und der Stationierungsstreitkräfte dürfen durch WEA nicht gestört werden.

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Störung der Funktion durch Windenergieanlagen

Radar- und Funkanlagen senden elektromagnetische Wellen aus, die von Objekten reflektiert werden (Echos). Windenergieanlagen können der Ausbreitung dieser Wellen im Weg stehen, diese zurückwerfen oder ablenken (Fehlechos) und somit deren Funktionsfähigkeit stören. Eine Beeinträchtigung, also nicht eine erhebliche Störung, ist jedoch vom Anlagenbetreiber hinzunehmen.

Schutz der Funktion der Anlagen

Um die Funktionsfähigkeit der Anlagen zu gewährleisten, werden Anlagenschutzbereiche empfohlen, innerhalb derer WEA nach Einzelfallentscheidungen durchaus zulässig sein können. Trotz dieser möglichen Einzelprüfung empfiehlt die Deutsche Flugsicherung (DFS), derzeit keine Vorrang- oder Eignungsgebiete für Windenergienutzung in den Anlagenschutzbereichen auszuweisen.

Weiterführende Informationen:

FA Wind Aktivitäten

FA Wind Publikationen