Der Verein

Die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Mitglieder des Vereins sind Bund, Länder, die kommunalen Spitzenverbände, Wirtschafts- und Naturschutzverbände sowie Unternehmen. Gemeinsam arbeiten die Mitglieder für eine erfolgreiche Energiewende mit einer nachhaltigen und kosteneffizienten Entwicklung der Windenergie an Land. Bis zum Jahr 2050 soll aufgrund des Klimaschutzes ein Energiesystem realisiert werden, das möglichst zu 100 % auf erneuerbaren Energien und Energieeffizienz basiert. Als einem der drei Volumenträger für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kommt der Windenergie an Land dabei große Bedeutung zu. Gleichzeitig steht der Ausbau der Windenergie an Land vor großen Herausforderungen.

Herausforderungen

Für den Ausbau der Windenergie werden weitere Flächen benötigt – dies gilt umso mehr aufgrund der Einführung des Ausschreibungsverfahrens durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017).

Dabei entstehen zunehmend Konflikte mit anderen Nutzungsformen. Dies gilt insbesondere für die Auswirkungen der Windenergieanlagen auf Mensch und Natur. Aber auch die Konkurrenz zu anderen Raumnutzungen wie dem Flugbetrieb, Radarnutzungen oder seismologischen Messstationen nehmen zu bzw. lassen Lösungen auf sich warten. Zudem werden Akzeptanzfragen bei einem Teil der Bevölkerung drängender. Um die grundsätzliche hohe Zustimmung der Bürger zur Windenergienutzung aufrechtzuerhalten, gilt es, die Beteiligung am Planungsprozess eines Windenergieprojekts sicherzustellen und eine Teilhabe an der Wertschöpfung zu ermöglichen.

Auch die mit der Einführung des Ausschreibungsverfahrens einhergehenden Veränderungen für Hersteller, Projektierer, Investoren, Netzbetreiber, Genehmigungsbehörden, Kommunen, anerkannte Naturschutzverbände u. a. stellt den Ausbau der Windenergie vor neue Aufgaben. Die FA Wind begleitet und analysiert das Verfahren, um so Behörden und Projektieren, aber auch dem Bund, den Ländern und Kommunen bedarfsgerechte Hilfestellungen zu geben.

Zudem wird die Windindustrie in den nächsten Jahren den Übergang von der Technologieentwicklung in die Reifephase und Marktintegration bewerkstelligen müssen. Damit einher geht die Notwendigkeit technisch-ökonomisch systemischer Betrachtungen.

Arbeitsweise

Vor diesem Hintergrund setzt sich die FA Wind insbesondere durch eine Unterstützung aller Akteure zur Ausweisung ausreichender Flächen und der effektiven Durchführung von Genehmigungsverfahren ein. Akzeptanzfragen greift die FA Wind auf und agiert als Ansprech- und Kooperationspartner. Sie arbeitet dabei an der Schnittstelle von erkenntnisbasierter Forschung und angewandter Praxis.

In diesem Kontext erstellt die FA Wind übergreifende und praxisrelevante Analysen und Handreichungen und transportiert Informationen über Veranstaltungen und Veröffentlichungen in die interessierte Öffentlichkeit. Damit hat der Verein die Funktion einer allparteilichen Diskussions- und Vernetzungsplattform für Kommunen, Planungsverbände, Verwaltung und Politik sowie weitere Akteure der heimischen Energiewende wie beispielsweise dem behördlichen und verbandlichen Naturschutz.

Aufgrund ihrer einzigartigen Mitgliederstruktur kann die FA Wind die Vielzahl der Akteure bündeln und steht diesen bei der Bewältigung der Herausforderungen bundesweit durch umfangreiche Informations-, Forschungs- und Wissenstransferleistungen zur Seite.

Insgesamt begleitet die FA Wind die Windenergienutzung in Deutschland systematisch, neutral, zeigt Effizienzpotentiale auf und fördert deren Hebung. Dies alles erfolgt vor dem Hintergrund der klima- und energiepolitischen Ziele des Bundes und der Länder.