Baden-Württemberg (BW)

Baden-Württemberg hat eine Fläche von 35.751,4 km² und eine Einwohnerdichte von 304 Einwohnern pro km². Die Gesamteinwohnerzahl liegt bei 10.879.618.

Die amtierende Landesregierung setzt sich seit Mai 2016 aus dem Bündnis 90/Die Grünen und der CDU zusammen. Seit 2011 ist Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) Ministerpräsident.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag im Jahr 2015 im bei 42.344,4 €.

Der Anteil der landwirtschaftlichen Fläche an der Gesamtfläche belief sich 2014 auf 45,5 Prozent, die forstwirtschaftliche Fläche auf 38,3 Prozent.

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2015

1. Energiepolitische Programmatik

Koalitionsvertrag (2016-2021)

Auszug windenergierelevanter Passagen

„Wir werden den Windenergieausbau (…) in den kommenden Jahren fortsetzen mit dem Ziel, einen Beitrag (…) zur Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber der EU, bis 2020 einen Anteil von 38,5 % Strom aus Erneuerbaren Energien zu erreichen, zu leisten. Wir wollen die guten Windstandorte (…) nutzen.

(…) Wir setzen uns daher dafür ein, dass der Ausbau der Windkraft mit möglichst geringen Folgen für Mensch, Natur und Landschaft verbunden ist. Um die Akzeptanz der Windenergie vor Ort zu stärken, setzen wir uns für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung ein. Wir werden in dem Zusammenhang Angebote zur Unterstützung von Kommunen (z.B. bei Prozessen des Konfliktmanagements) entwickeln und umsetzen.

Unseren besonderen Schutz benötigen Gebiete, die als Bann- und Schonwälder, nationale Naturmonumente, Kernzonen von Biosphärengebieten, Naturschutzgebiete oder als Nationalparke ausgewiesen sind. Sie sind deshalb für die Planung von Windenergiestandorten tabu.

(…) Die Planungsträger vor Ort sind gehalten, eine eigenständige und gebietsbezogene Abwägung vorzunehmen. Dies gilt insbesondere für die Festlegung von Abständen zu Wohngebieten.

Wir stellen sicher, dass die Planungsträger die Möglichkeiten nutzen können, im Rahmen der planerischen Abwägung zu Wohngebieten Abstände von 1.000 Meter oder mehr rechtssicher festzulegen.

Außerdem wollen wir dafür sorgen, dass die interkommunale Zusammenarbeit bei der Ausweisung von Windkraftprojekten gestärkt wird. (…), dass für Windkraftvorhaben zu zahlende Ausgleichsabgaben so weit wie möglich in räumlicher Nähe zu dem jeweiligen Anlagenstandort sachgerecht verwendet werden. (…), dass Teile der aus der Verpachtung von landeseigenen Flächen für Windkrafterzeugung resultierenden Einnahmen den Standortkommunen sowie teilweise benachbarten Kommunen zu Gute kommen. Wir sorgen dadurch für mehr Wertschöpfung vor Ort. Im Übrigen wollen wir Pachtzahlungen auf staatlichen Flächen begrenzen“.

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Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat als zweites Bundesland ein Landesklimaschutzgesetz verabschiedet. Das Land verpflichtet sich damit, die Gesamtsumme seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 25 % und bis 2050 um 90 % im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 zu verringern.

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Installationsziel für die Windenergie

2. Fachliche Grundlagen

Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK)

Das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) findet seine Grundlage im baden-württembergischen Klimaschutzgesetz. Es enthält über 100 Strategien und Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele und bildet eine Anleitung für praktischen Klimaschutz in den Bereichen Strom, Wärme, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft sowie Stoffströme.

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Windatlas

Der Windatlas soll die Datengrundlage für die Windenergienutzung verbessern, die Diskussion um mögliche Standorte versachlichen sowie regionalen und kommunalen Planern eine Planungshilfe bei der Ausweisung von mehr und besseren Vorranggebieten zur Verfügung zu stellen.

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Entwicklung des Windenergieausbaus

In den Grafiken ist der Verlauf des Windenergieausbaus in Baden-Württemberg bis zum aktuellen Stand dargestellt:   

Ausgewählte Maßnahmen der Landesregierung

In der Übersichtsgrafik werden wichtige Maßnahmen des Landes im Bereich Windenergie seit 1990 dargestellt.

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FAQ des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Fragen zur Regional- und Bauleitplanung von Windenergieanlagen und allgmeine Fragen zur Windenergie

Fragen von Seiten der Fachstellen, Behörden, Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Investoren rund um Planung, Genehmigung und Bau von Windenergieanlagen werden auf einer Seite des  Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gesammelt und beantwortet.

Ebenso werden allgemeine Fragen zu Windenergieanlagen beantwortet.

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 Windenergie und Infraschall

Abschlussbericht: Tieffrequente Geräusche inkl. Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen

Im Messprojekt „Tieffrequente Geräusche inkl. Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen“ des Landes Baden-Württemberg wurden zahlreiche Messungen an Windkraftanlagen und anderen Quellen sowie damit verbundene Auswertungen und Analysen durchgeführt. Die gewonnenen Ergebnisse sind in dem Messbericht zusammengefasst. Diese sollen zur Versachlichung der Diskussion beitragen.

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW): Tieffrequente Geräusche inkl. Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen. Bericht über Ergebnisse des Messprojekts 2013-2015 (Februar 2016)

Flyer Windenergie und Infraschall - Tieffrequente Geräusche durch Windenergieanlagen

Mit einem Flyer will die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) zur Versachlichung der Diskussion zum Thema Windenergie und Infraschall beitragen.

Fragen und Antworten zu Windenergie und Schall

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Wetterradar

Gutachten zu Konflikt von Windenergieanlagen und Wetterradarstationen

Die Airbus Defence and Space GmbH hat im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ein Fachgutachten zur Bewertung von möglichen Einflüssen durch Windenergieanlagen (WEA) im vom Deutschen Wetterdienst reklamierten Schutzbereich des Wetterradars Türkheim erarbeitet. Dieses soll Aussagen zu dem Störpotential von WEA gegenüber dem Wetterradar zulassen.

Rechtsgutachten zur Geltendmachung einer Beeinträchtigung von Belangen des DWD bei Errichtung von Windenergieanlagen

Im Rahmen eines Sachverständigengutachtens wurden Grundsatzuntersuchungen zur Errichtung von Windenergieanlagen im Bereich des DWD Radarstandortes Türkheim durchgeführt. Die Ergebnisse werden in dem Rechtsgutachten zusammengefasst.

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Energieatlas

Der Energieatlas Baden-Württemberg stellt ein strategisches Informationsinstrument dar, richtet sich als umfassende analytische Handreichung an die interessierte Öffentlichkeit und dient insbesondere der Unterstützung lokaler und regionaler Energie- und Klimaschutzkonzepte. Er bietet einen umfänglichen und konsolidierten Überblick über die grundsätzlichen Nutzungsmöglichkeiten der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg. Der Energieatlas stellt Daten und Karten zu den Themen erneuerbare Energien, Wärmebedarf und Netze sowie Praxisbeispiele bereit.

3. Zuständigkeiten und rechtlicher Rahmen

siehe 3.1 (Landesebene), 3.2 (Regionale Ebene) und 3.3 (Kommunalebene)

3.1 Landesebene

Landesministerien

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft - Kernerplatz 9 - 70182 Stuttgart

Das Ministerium ist in sieben Abteilungen untergliedert. Das Referat 46 Windenergieanlagen ist in der Abteilung 4 Immissionsschutz, Marktüberwachung, Bautechnik; die Erneuerbaren Energien in der Abteilung 6 Energiewirtschaft und der Natur- und Artenschutzschutz in Abteilung 7 Naturschutz angesiedelt.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau - Schlossplatz 4 - 70173 Stuttgart

Das Ministerium beinhaltet in seinen sechs Abteilungen u.a. die Abteilung 5 für Baurecht, Städtebau und Landesplanung und ist Landesplanungsbehörde.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz - Kernerplatz 10 - 70182 Stuttgart

Der Landesbetrieb ForstBW ist in Abteilung 5 beim Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz angesiedelt. Der Fachbereich 81 beim Regierungspräsidium Tübingen (ForstBW) ist für die Verpachtung der Staatswaldflächen zuständig.

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Landesplanungsgesetz (LplG)

Das Landesplanungsgesetz sieht seit der Änderung vom 22.05.2012 vor, dass auf Ebene der Regionalplanung keine abschließende Gebietsausweisung für Windenergieanlagen erfolgt (§ 11 Abs. 7 LplG). Kommunen können seither auf Ebene der Bauleitplanung selbst Konzentrationszonen für Windenergieanlagen ausweisen.

3.2 Regionalebene

Planungsträger

Planungsträger sind die Regionalverbände, der Verband Region Stuttgart sowie der Verband Region Rhein-Neckar für die 12 Planungsregionen (§ 31 Landesplanungsgesetz Baden-Württemberg - LplG). Der Regionalverband Donau-Iller sowie der Verband Region Rhein-Neckar sind Träger der grenzüberschreitenden Regionalplanung gemeinsam mit bayerischen bzw. mit rheinland-pfälzischen und hessischen Gebietskörperschaften.

Weitere Informationen

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 Instrumente der Regionalplanung

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Regionalpläne: Rechtskräftige Teilfortschreibungen des Kapitels Windenergienutzung

Regionalverband Donau-Iller

Im Regionalverband Donau-Iller sind baden-württembergische und bayerische Gebietskörperschaften gemeinsam Träger der grenzüberschreitenden Regionalplanung.

Regionalverband Heilbronn-Franken

Regionalverband Mittlerer Oberrhein

Regionalverband Ostwürttemberg

Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg

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Regionalpläne: Kapitel Windenergienutzung in Fortschreibung

Verband Region Stuttgart

Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Regionalverband Hochrhein-Bodensee

 Regionalverband Neckar-Alb

Regionalverband Nordschwarzwald

Regionalverband Südlicher Oberrhein

  • Regionalplan (rechtskräftig seit Juli 1995)
  • Das Beteiligungsverfahren zum 2. Offenlage-Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans, Kapitel 4.2.1 Windenergie mit Ergänzung der Vorranggebiete für Naturschutz und Landschaftspflege im Regionsteil Schwarzwald (Kapitel 3.2), wurde im August 2017 abgeschlossen. Ein Satzungsbeschluss ist am 25.01.2018 erfolgt.

Verband Region Rhein-Neckar

  • Einheitlicher Regionalplan für den baden-württembergischen und rheinland-pfälzischen Teil des Verbandsgebietes (verbindlich seit Dezember 2014)
  • Verfahren der Teilfortschreibung Windenergie (2. Anhörung und Offenlage im März und April 2016; 3. Anhörung und Offenlage geplant).
  • Bis zum Inkrafttreten dieses Teilregionalplans gelten im baden-württembergischen Teil des Verbandsgebietes der Teilregionalplan Windenergie des Regionalplans für die Region Rhein-Neckar-Odenwald und im rheinland-pfälzischen Teil des Verbandsgebietes die Plansätze 6.3.3.2 bis 6.3.3.6 des Regionalen Raumordnungsplanes Rheinpfalz 2004 fort.

3.3 Kommunalebene

Nach Änderung des Landesplanungsgesetzes (LplG) haben Kommunen die Möglichkeit erhalten, Standorte für regionalbedeutsame Windkraftanlagen in ihren Flächennutzungsplanungen selbst planerisch zu steuern.

Übersicht über den Planungsstand der kommunalen Planungsträger in den verschiedenen Regierungsbezirken

4. Planung und Genehmigung

Zuständigkeiten

 Zuständig für die Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung sind die unteren Immissionsschutzbehörden (§ 1 Verordnung über Zuständigkeiten für Angelegenheiten des Immissionsschutzes - ImSchZuVO). Untere Immissionsschutzbehörde ist in den Stadtkreisen die Stadtverwaltung und in Landkreisen das Landratsamt.

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Erlasse

Windenergieerlass Baden-Württemberg

Der Windenergieerlass fasst die bei der Planung, Genehmigung und Errichtung von Windenergieanlagen zu beachtenden planerischen und rechtlichen Anforderungen zusammen und gibt eine Richtschnur für vorhandene Auslegungsspielräume vor. Die gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft trat am 30. Mai 2012 in Kraft. Für die nachgeordneten Behörden wie Immissions- oder Naturschutzbehörden ist der Erlass verbindlich. Für die Träger der Regionalplanung, die Kommunen und sonstigen Träger der Bauleitplanung bietet der Erlass eine Orientierungshilfe.

  • Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerium für Verkehr und Infrastruktur und Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg: Windenergieerlass Baden-Württemberg (09.05.2012) (Az.: 64-4583/404)

Hinweise zur Berücksichtigung der Windhöffigkeit

Der gemeinsame Erlass des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gibt Hinweise zur Berücksichtigung der Windhöffigkeit bei naturschutzrechtlichen Abwägungen im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen.

Weitere Verwaltungsvorschriften, welche im Genehmigungsverfahren zu beachten sind, sind unter Punkt 5 „Windenergie und Naturschutz“ aufgeführt.

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Weitere Informationen

Antragsunterlagen für Windkraftanlagen - Checkliste für Genehmigungsanträge nach dem BImSchG

Die Auflistung gibt einen Überblick zu notwendigen Antragsunterlagen, die im Regelfall im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen benötig werden. Die Auflistung dient Behörden und Antragsstellern als Orientierung.

Broschüre: Windenergie in Baden-Württemberg: Ein Überblick zu Planungs- und Genehmigungsverfahren

In der Broschüre werden die wesentlichen Aspekte des Windenergieausbaus und insbesondere den Gang eines Genehmigungsverfahrens für eine Windenergieanlage erläutert. Zielgruppe sind vorrangig Bürgerinnen und Bürger und ggf. Entscheidungsträger in den Kommunen.

Leitfaden: Genehmigungs- und Anzeigeverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz

In dem Leitfaden wird darstellt, wie immissionsschutzrechtliche Verfahren effizient und rechtssicher abgeschlossen werden können. Zahlreiche Tipps, Hinweise, Checklisten und Abbildungen sollen zum besseren Verständnis der Verfahrensvorschriften beitragen.

Die dem Leitfaden als Anlage beigefügten Formulare für die Antragstellung bzw. für eine Anzeige wurden an die neue Rechtslage angepasst.

5. Windenergie und Naturschutz

Windenergie-Erlass

Im Windenergie-Erlass werden in Kapitel 4.2 Hinweise zum Umgang mit naturschutzrechtlichen Fragestellungen gegeben.

  • Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerium für Verkehr und Infrastruktur und Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg: Windenergieerlass Baden-Württemberg (09.05.2012)

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Hinweise für den Untersuchungsumfang zur Erfassung von Vogelarten bei Bauleitplanung und Genehmigung für Windenergieanlagen

Die Hinweise betreffen die artenschutzrechtliche Prüfung im Sinne der §§ 44 f. BNatSchG für europäische Vogelarten im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren, bei der Aufstellung von Flächennutzungsplänen und von Bebauungsplänen, die Standorte für Windenergieanlagen ausweisen. Die Hinweise ergänzen den Windenergieerlass.

Hinweise zur Bewertung und Vermeidung von Beeinträchtigungen von Vogelarten bei Bauleitplanung und Genehmigung für Windenergieanlagen

 Die Hinweise ergänzen den Windenergieerlass und bauen auf den Hinweisen zum Untersuchungsumfang (s.o.) auf. Sie geben eine Hilfestellung bei der Interpretation und Bewertung der gemäß den methodischen Vorgaben in den Erfassungshinweisen Vögel erarbeiteten Datengrundlage. Im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens entfalten sie bindende Wirkung für die nachgeordneten Behörden.

Hinweise zu artenschutzrechtlichen Ausnahmen vom Tötungsverbot bei windenergieempfindlichen Vogelarten bei der Bauleitplanung und Genehmigung von Windenergieanlagen

Die Hinweise dienen der Auslegung und Konkretisierung der Voraussetzungen der artenschutzrechtlichen Ausnahmevorschrift des § 45 Abs. 7 BNatSchG.

Hinweise zur Untersuchung von Fledermausarten bei Bauleitplanung und Genehmigung für Windenergieanlagen

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Schreiben an die Naturschutzbehörden

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Windenergie und Rotmilan

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Windenergie und Auerhuhn

Planungsgrundlagen Windenergie und Auerhuhn

Bei der Planung von Windenergieanlagen im Schwarzwald ist unter anderem das Auerhuhn zu berücksichtigen. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt BW (FVA) hat verschiedene fachliche Grundlagen erarbeitet, diese liefern eine Orientierung bei der Planung von WEA, stellen aber keine rechtlich verbindliche Festlegung dar.

Forschungsprojekt Windenergie und Auerhuhn

Ziel des Projekts ist es, mehr Erkenntnisse über den möglichen Einfluss von Windenergieanlagen auf Auerhuhnpopulationen zu gewinnen.

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6. Windenergie im Wald

Im Koalitionsvertrag von 2011 zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD Baden-Württemberg (2011 – 2016) wurde festgelegt, dass die bisherige Behinderung von Windkraftanlagen im Staatswald beendet wird, so dass auch dort geeignete Standorte ausgewiesen werden können.

Die seit Mai 2016 regierende Koalition zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der CDU Baden-Württemberg will den Windenergieausbau in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren fortsetzen. Im Koalitionsvertrag wird betont, dass (u.a.) die als Bann- und Schonwälder ausgewiesenen Gebiete besonderen Schutz benötigen. Diese sind deshalb für die Planung von Windenergiestandorten tabu (vgl. Kapitel 1).

Im baden-württembergischen Windenergieerlass (2012) wird die Notwendigkeit der Ausweisung von Waldflächen zur Erreichung der Energieziele der Landesregierung bis 2020 verdeutlicht.

Auf Basis von Windatlas und Windenergieerlass wurde an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) eine landesweite Potentialstudie für windhöffige Waldflächen durchgeführt.

Durch die Verpachtung geeigneter landeseigener Waldflächen unterstützt der ForstBW die Ausbauziele der Landesregierung für die Windenergie.

7. Windenergie und Beteiligung

Die interkommunale Zusammenarbeit bei der Ausweisung von Windkraftprojekten soll in Baden-Württemberg gestärkt werden. Die Landesregierung strebt außerdem an, dass Teile der aus der Verpachtung von landeseigenen Flächen für Windkrafterzeugung resultierenden Einnahmen den Standortkommunen sowie teilweise benachbarten Kommunen zu Gute kommen. Damit soll die Wertschöpfung vor Ort gestärkt werden (vgl. Kapitel 1).

Unterlagen

Finanzielle Beteiligung

Öffentlichkeitsbeteiligung in Planungsprozessen

8. Beratungs- und Vernetzungsstrukturen

Das Kompetenzzentrum Windenergie ist die zentrale Anlaufstelle für Fragen des Immissions- und Naturschutzes im Hinblick auf Windenergie für Genehmigungsbehörden. Für Planer und die interessierte Öffentlichkeit erfolgt die Bereitstellung von landesweit einheitlichen Planungshilfen und Hinweisen zur sachgerechten Berücksichtigung von Natur- und Immissionsschutzbelangen.

Die Landesregierung hat bei jedem Regierungspräsidium ein Kompetenzzentrum Energie eingerichtet. Die Kompetenzzentren stehen Planungsträgern, Investoren, Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner für planungs- und genehmigungsrechtliche Fragen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und rund um die Energiewende zur Verfügung.

Mit dem Forum Energiedialog (FED) bietet das Land den Kommunen in Baden-Württemberg bei der Umsetzung der Energiewende Unterstützung und Handreichungen an. Zusammen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern entwickelt FED Strategien, die darauf zielen frühzeitig die Entstehung heftiger Konflikte zu vermeiden oder in ihrer Eskalation zu begrenzen. Dabei geht das Forum Energiedialog so vor, dass u.a. auf Basis von Umfeldanalysen den Kommunen zunächst ein Vorgehensvorschlag gemacht wird, der dann mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern diskutiert und abgestimmt wird. Vorort tätig wird dabei ein bestelltes Team mit externen Dienstleistern, die vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Konflikten um Infrastrukturanlagen haben und die eine allparteiliche Haltung einnehmen.

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Weitere Akteure

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Kommunale Spitzenverbände

9. Fördereinrichtungen, Fonds, Banken, andere Träger

  • Die L-Bank unterstützt Bürgerwindparks durch die Förderung von Windenergieanlagen und der notwendigen Infrastruktur sowie Finanzierung durch zinsgünstige Darlehen.

  • Die Förderdatenbank des Bundes gibt einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst.

10. Bildung und Forschung


  •  An der Hochschule Mannheim kann man Energietechnik und Erneuerbare Energien studieren.

  • Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation und ist eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

  • Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erforscht und entwickelt Technologien zur nachhaltigen und klimafreundlichen Bereitstellung von Strom, Wärme und regenerativen Kraftstoffen, setzt FuE-Ergebnisse in markttaugliche Produkte um, berät politische Entscheidungsträger und Fachverbände und führt Öffentlichkeitsarbeit zu erneuerbaren Energien durch.

  • Im Windenergie-Forschungscluster„WindForS“ bündeln die Universitäten Stuttgart und Tübingen, die Technische Universität München, das Karlsruher Institut für Technologie, die Hochschulen Aalen und Esslingen sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Windenergieforschung. Die Mitglieder des Netzwerks kooperieren sowohl in der Forschung als auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung.


11. Windenergiestatistik

Installierte elektrische Leistung Windenergie an Land

  • 2015: 694 MW, davon 247 MW im Wald
  • 2016: 1.029 MW, davon 495 MW im Wald
  • 2017: 1.417 MW, davon 823 MW im Wald

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg; WEA im Wald: eigene Erhebung

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Anzahl der Windenergieanlagen an Land

  • 2015: 442 Anlagen, davon 111 im Wald
  • 2016: 561 Anlagen, davon 202 im Wald
  • 2017: 684 Anlagen, davon 305 im Wald

 Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg; WEA im Wald: eigene Erhebung

Auf windguard.de werden auch Halbjahreszahlen veröffentlicht.

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Übersichtskarte Bestand Windenergieanlagen

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Weitere Daten unter:

12. Wirtschaftliche Strukturen, Entwicklungen und Arbeitsmarkt

Fakten zur Windbranche

13. Weitere Informationen

Erklärfilm: Erneuerbare Energien: Windkraft für die Energiewende

Der Windenergie-Erklärfilm zeigt die wichtigsten Aspekte von der Planung über die Beteiligung bis zum Bau und wer von der Windenergie profitiert.

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Tourismus

Der Energielehrpfad des Energiezentrums Wolpertshausen verbindet über 20 verschiedene Energieprojekte, auch die Windenergie ist hier vertreten. Der Lehrpfad lässt sich auf vier verschiedenen thematischen Rundwegen zu Fuß oder per Fahrrad erkunden.

Letzte Aktualisierung: Oktober 2018