Hamburg (HH)

Hamburg hat eine Fläche von 755,3 km² und eine Einwohnerdichte von 2396 Einwohnern pro km². Insgesamt hat Hamburg 1.810.438 Einwohner.

Der Senat setzt sich seit 2015 aus SPD und Bündnis 90/Grüne zusammen. Seit März 2018 ist Dr. Peter Tschentscher (SPD) Erster Bürgermeister.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag im Jahr 2015 bei 62.793 €.

Der Anteil der landwirtschaftlichen Fläche an der Gesamtfläche belief sich im Jahr 2016 auf 23,4 Prozent, bei der forstwirtschaftlichen Fläche waren es 5,3 Prozent.

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2018; Statistikamt Nord 2018

1. Energiepolitische Programmatik

Koalitionsvertrag (2015-2020)

Auszug windenergierelevanter Passagen

„Mit der Ansiedlung großer Konzern- und Forschungsabteilungen aus der Windenergiebranche, zahlreichen Zulieferern und Dienstleistern bis hin zu Energieversorgern und Forschungseinrichtungen in den Hochschulen hat sich Hamburg mit der Metropolregion zum Kraftzentrum der Erneuerbaren Energien entwickelt. Zur Unterstützung des weiteren Wachstums wird der Senat insbesondere auch die Energiewende auf Bundesebene mitgestalten. Der Senat bekräftigt seine politische Unterstützung für das länder- und branchenübergreifende Projekt „Wasserstoff-Marktplatz Unterelberegion“ und wird sich gegenüber dem Bund und der EU für Rahmenbedingungen einsetzen, die die Entwicklung einer Wind-Wasserstoff-Wirtschaft fördern. Die Förderung von Wasserstoff bietet dann besondere Zukunftschancen, wenn es sich um so genannten grünen Wasserstoff handelt, der mit Windenergie produziert wird.“

„Hamburg wird durch die Modernisierung bestehender Anlagen (Repowering) in seinen ländlichen Räumen und den Bau von neuen Windkraftanlagen im Hafen die Leistung seiner Windkraft auf 120 MW verdoppeln. Der Senat bietet den in Hamburg ansässigen Unternehmen die Möglichkeit, neue Anlagen und Prototypen vor Ort zu installieren. Der Hafen soll mehr und mehr zu einem Vorreiter erneuerbarer Energien werden. Die Windkraft und die Nutzung industrieller Abwärme werden ausgebaut.

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Hamburgisches Gesetz zum Schutz des Klimas durch Energieeinsparung

Ziel dieses Gesetzes ist der Schutz des Klimas durch eine möglichst sparsame, rationelle und ressourcenschonende sowie eine umwelt- und gesundheitsverträgliche und risikoarme Erzeugung, Verteilung und Verwendung von Energie im Rahmen des wirtschaftlich Vertretbaren.

2. Fachliche Grundlagen

Ausschlussgebiete für Windkraftanlagen in Hamburg

Das Dokument beinhaltet eine Liste von Gebietstypen und den „zugehörigen über das Gebiet hinausgehende zusätzliche Abständen“.

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Hamburger Klimaplan

Mit der Vorlage des ersten Hamburger Klimaplans entwickelt der Senat den Masterplan Klimaschutz (Bürgerschaftsdrucksache 20/8493 vom 25. Juni 2013) und den Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel (Bürgerschaftsdrucksache 20/8492 vom 25. Juni 2013) inhaltlich und methodisch weiter und führt Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen. Zudem berichtet der Senat über die Erreichung der Ziele des Masterplans Klimaschutz und des Aktionsplans zur Klimaanpassung, die Zielerreichung in einzelnen Handlungsfeldern und Projekten sowie neue Entwicklungen.

3. Zuständigkeiten und rechtlicher Rahmen

siehe 3.1 (Landesebene) und 3.2 (Regionale Ebene)

3.1 Landesebene

Behörde für Umwelt und Energie - Neuenfelder Straße 19 - 21109 Hamburg

Die Behörde für Umwelt und Energie beinhaltet u.a. die Abteilung für Energie, das Amt für Immissionsschutz und Betriebe sowie die Abteilung Naturschutz.

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation- Alter Steinweg 4 - 20459 Hamburg

Die Behörde untergliedert sich in sechs Ämter. Dazu zählen beispielsweise Wirtschaftsförderung und Tourismus – u. a. wird hier auch das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg betreut.

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen - Neuenfelder Straße 19 - 21109 Hamburg

Die Behörde beinhaltet u.a. das Amt für Landesplanung und Stadtentwicklung.

Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung - Hamburger Str. 37 - 22083 Hamburg

Die Behörde betreut die Hamburger Energieforschung, u. a. mit den Hochschulen Universität Hamburg (UHH), Technische-Universität Hamburg-Harburg (TU), HafenCity Universität Hamburg (HCU), Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU).

3.2 Regionalebene/Flächennutzungsplan

Im Stadtstaat Hamburg sind Regionalpläne entbehrlich (§ 8 Abs. 1 Satz 3 ROG). Zur vorbereitenden Bauleitplanung liegt ein Flächennutzungsplan vor.

Der Flächennutzungsplan Hamburgwurde 1973 aufgestellt und wird seitdem fortgeschrieben.

Im Dezember 2013 hat die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg eine Änderung des F-Plans beschlossen, mit der Eignungsflächen für Windenergie in diesem neu dargestellt wurden. Damit wurden die Rahmenbedingungen für Repowering und Neubau mit Windenergieanlagen moderner Technik und Ausmaße an den in Hamburg geeigneten Standorten im Außenbereich geschaffen.

Eignungsgebiete für Windenergieanlagen

4. Planung und Genehmigung

Zuständigkeiten

Zuständig für die Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung ist die Behörde für Umwelt und Energie (Art. 1 Nr. 1 der Anordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchGDAnO)).

Weitere Informationen:

5. Windenergie und Naturschutz

Keine aktuellen Unterlagen bekannt.

6. Windenergie im Wald

Wald ist in Hamburg auf Ebene der Flächennutzungsplanung mit einer zusätzlichen Pufferzone von 200 Metern für die Windenergienutzung ausgeschlossen.

7. Windenergie und Beteiligung

In Hamburg ist als Windenergieanlagen-Betreiberin u. a. die Windfang eG FrauenEnergieGemeinschaft aktiv, die für Frauen eine Beteiligung am Betrieb von Erneuerbare Energien-Anlagen anbietet.

Auch Hamburg Energie bietet ein Bürgerbeteiligungsmodell für Windenergieanlagen an.

8. Beratungs- und Vernetzungsstrukturen

  • Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg wurde durch die Freie und Hansestadt Hamburg und den Verein zur Förderung des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg e. V. 2010 gegründet und umfasst heute rund 180 Mitglieder. Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg bündelt u. a. die Vertreter der Windenergie-Branche in Hamburg und ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung Offshore Windenergie.

  • Die Bürger-Hotline zur Windenergie beantwortet Fragen von Bürgern rund um die Windenergie in Hamburg.

  • Unter dem Titel „NEW 4.0“ hat sich in Hamburg und Schleswig-Holstein eine einzigartige Innovationsallianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gebildet. In einem länderübergreifenden Großprojekt soll gezeigt werden, wie die Gesamtregion mit 4,5 Millionen Einwohnern bereits 2035 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom versorgt werden kann – sicher, zuverlässig, gesellschaftlich akzeptiert und mit deutlichen CO2-Einsparungen. „NEW“ steht für die Norddeutsche EnergieWende und „4.0“ beschreibt die Schwelle zur vierten industriellen Revolution: die Digitalisierung der Industrie und die intelligente Vernetzung der Systeme im Rahmen der Energiewende. Das Projekt ist für 4 Jahre – von 2016 bis 2020 – angesetzt.

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Weitere Akteure

9. Fördereinrichtungen, Fonds, Banken, andere Träger

Die Förderdatenbank des Bundes gibt einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst.

10. Bildung und Forschung

Einen Überblick über Forschung und Lehre in Hamburg und der Metropolregion geben die Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH sowie der Energieforschungsverbund Hamburg.

11. Windenergiestatistik

Installierte elektrische Leistung Windenergie an Land

  • 2015: 63 MW
  • 2016: 64 MW
  • 2017: 112 MW

Quelle: www.foederal-erneuerbar.de

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Anzahl der Windenergieanlagen an Land

  • 2015: 70 Anlagen
  • 2016: 65 Anlagen
  • 2017: 81 Anlagen

Quelle: www.foederal-erneuerbar.de

Auf windguard.de werden auch Halbjahreszahlen veröffentlicht.

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Weitere Daten unter:

12. Wirtschaftliche Strukturen, Entwicklungen und Arbeitsmarkt

Fakten zur Windbranche in Hamburg

  • Bruttobeschäftigung Windenergie: 6.770 (Onshore: 5.290; Offshore: 1.480) (Stand 2015)

Quelle: Foederal-erneuerbar.de – Landesinfo Hamburg

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Gutachten Personal- und Qualifizierungsbedarf der Erneuerbare Energien Branche in der Metropolregion Hamburg 2012

Das Gutachten beinhaltet für die Branche der regenerativen Energien in der Metropolregion Hamburg eine umfassende Analyse des Personal- und Qualifizierungsbedarfs aus Sicht der Unternehmen, einen Überblick über die aktuell verfügbare Qualifizierungsangebote und strategische Handlungsempfehlungen zur Entwicklung der Potenziale dieses Qualifizierungsbereiches. Spezielle Informationen zur Windenergie sind ab S. 22 aufgeführt.

Gutachten Erneuerbare Energien Branche in Hamburg und der Metropolregion Hamburg 2012

Das Gutachten bietet eine umfassende Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung der Erneuerbaren Energien Branche in der gesamten Metropolregion Hamburg. Windenergiespezifische Informationen finden sich ab S. 23.

13. Weitere Informationen

Publikationen

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Web-Tool

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Filme

  • Filmkampagne „Hamburger Stimmen der Energiewende“

Sechs Kurzfilme veranschaulichen Projekte rund um die Hamburger Energiewende. So wird unter anderem die erste Windenergieanlage Hamburgs in den Vier- und Marschlanden gezeigt.

Letzte Aktualisierung: Oktober 2018