Rheinland-Pfalz (RP)

Rheinland-Pfalz hat eine Fläche von 19.854 km² und eine Einwohnerdichte von 204 Einwohnern pro km². Insgesamt hat Rheinland-Pfalz 4.052.803 Einwohner.

Die Landesregierung setzt sich seit Mai 2016 aus SPD, FDP und Bündnis 90/Grüne zusammen. Seit 2013 ist Malu Dreyer (SPD) Ministerpräsidentin.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag im Jahr 2015 bei 32.557,70 €.

Der Anteil der landwirtschaftlichen Fläche an der Gesamtfläche belief sich im Jahr 2015 auf 41,6 Prozent, bei der forstwirtschaftlichen Fläche waren es 42,1Prozent.

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2015

1. Energiepolitische Programmatik

Koalitionsvertrag (2016-2021)

Auszug windenergierelevanter Passage*

„Landesentwicklungsprogramm und Windkraftanlagen

Der Windkraft wird auch künftig eine wichtige Rolle bei der umweltfreundlichen Stromerzeugung zukommen. Die Koalitionspartner vereinbaren, dass bei der Ausweisung von Windkraftanlagen nachgesteuert wird. Dies geschieht auf Ebene des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Die Übertragung der Planungshoheit auf die Kommunen soll dabei bestehen bleiben. Hierzu werden wir unverzüglich das Verfahren einleiten, um neue, verbindliche Ziele der Landesplanung bezüglich der weiteren Entwicklung und Steuerung der Windenergie aufzustellen und zwar als Letztentscheidung der Landesregierung. Die neue Landesregierung wird die unter 1-8 aufgeführten Ausschlusskriterien festsetzen. Diese Ziele sind landesplanerisch abzusichern.

Im Rahmen des Landesentwicklungsprogramms werden folgende Ausschlusskulissen geändert:

1. Wir werden diejenigen Natura 2000-Flächen ausschließen, für die die staatliche Vogelschutzwarte eine Ausschlussempfehlung aufgrund eines sehr hohen Konfliktes ausgesprochen hat.

2. Wir werden diejenigen Natura 2000-Flächen ausschließen, für die die staatliche Vogelschutzwarte eine Ausschlussempfehlung aufgrund eines sehr hohen Konfliktes ausgesprochen hat.

3. Den bisherigen Grundsatz, alte Laubholzbestände zu schützen, werden wir zu einem Ziel in der Landesplanung machen.

4. Die Wasserschutzgebiete der Zone I werden ausgeschlossen.

5. Beim Ausschluss der Windkraftnutzung im Welterbegebiet und im Rahmengebiet des Welterbes wollen wir künftig keine Ausnahmemöglichkeiten mehr vorsehen.

6. Historische Kulturlandschaften der Bewertungsstufe 1-2 sollen ausgeschlossen werden.

7. Der Grundsatz, dass bei der Ausweisung von Standorten für Windkraftanlagen mindestens drei Anlagen zu konzentrieren sind, wird zu einem Ziel der Raumordnung hochgestuft.

8. Zukünftig werden wir im Landesentwicklungsprogramm einen Mindestabstand von Windkraftanlagen von 1.000 Meter zu allgemeinen Wohn-, Misch-, Kernund Dorfgebieten festschreiben. Bei Anlagen über 200 Meter Gesamthöhe werden 1.100 Meter festgeschrieben.

Darüber hinaus wollen wir das Repowering von Windkraftanlagen weiter unterstützen“.

*Anmerkung: Die 3. Teilfortschreibung des LEP IV ist im Juli 2017 in Kraft getreten (siehe Kapitel 3.1). Die im Koalitionsvertrag gesetzten Ziele für die Landesplanung sind darin umgesetzt worden.

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Landesklimaschutzgesetz Rheinland-Pfalz

Das Landesgesetz zur Förderung des Klimaschutzes (Landesklimaschutzgesetz - LKSG -) ist am 23. August 2014 in Kraft getreten. Damit stellt Rheinland-Pfalz als drittes Bundesland den Klimaschutz auf eine gesetzliche Grundlage und dokumentiert auf diese Weise die Bedeutung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.

Das Gesetz sieht vor, die Gesamtsumme aller Treibhausgasemissionen in Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 zu senken. Bis zum Jahr 2050 wird eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 100 Prozent, mindestens jedoch um 90 Prozent, angestrebt.

Die Maßnahmen zur Erreichung der Reduktionsziele sind in einem Klimaschutzkonzept darzustellen (siehe Punkt 2).

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Installationsziel für die Windenergie

2. Fachliche Grundlagen

Klimaschutzkonzept

Das Konzept legt die Ausgangslage (Treibhausgaseröffnungsbilanz) sowie die Handlungsoptionen dar und benennt knapp 100 Maßnahmen aus acht Handlungsfeldern in einem Maßnahmenkatalog, mit denen die Klimaschutzziele des Landes erreicht werden sollen.

* Neue Ressortzuordnung zum Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

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Windatlas

Der Windatlas unterstützt die Regional- und Bauleitplanung bei ihrer Gebiets- und Flächenauswahl für die Windenergienutzung. Durch die Auswahl der windhöffigsten Standorte wird bei einem geringen Flächenverbrauch eine größtmögliche Energieausbeute erzielt und durch die Konzentration auf windhöffige Standorte eine Verspargelung der Landschaft vermieden.

* Neue Ressortzuordnung zum Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

Online-Tool „Windatlas“

Mit Hilfe des Online Tools können die windhöffigsten potenziellen Standorte auf planungsrechtlich geeigneten Flächen bestimmt werden.

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Gutachten Windenergie und Flugsicherung

Das Gutachten, das mit finanzieller Beteiligung von Rheinland-Pfalz unter Federführung des Landes Schleswig-Holstein und unter weiterer finanzieller Beteiligung der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen erstellt wurde, untersucht die rechtlichen und technischen Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung der Flugnavigationsanlagen.

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Energieatlas

Der Energieatlas Rheinland-Pfalz ist ein Portal zur Aufbereitung und Visualisierung der aktuellen Datenlage und der zeitlichen Entwicklung der Energiewende im Land zu den Themengebieten Strom, Wärme und Einzelanlagen erneuerbare Energien. Er stellt z.B. alle Anlagen dar, die im Land erneuerbare Energien erzeugen, also auch Windenergieanlagen.

3. Zuständigkeiten und rechtlicher Rahmen

siehe 3.1 (Landesebene) und 3.2 (Regionale Ebene)

3.1 Landesebene

Landesministerien

 Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten - Kaiser-Friedrich-Straße 1 - 55116 Mainz

Im Mai 2016 ist der Energiebereich vom Wirtschaftsministerium ins Umweltministerium gewechselt. Der Bereich Erneuerbare Energien ist in Abteilung 8 angesiedelt.

Landesplanungsbehörde

Ministerium des Innern und für Sport - Schillerplatz 3-5 - 55116 Mainz

Der Bereich Landesplanung ist ebenfalls umgezogen und ist seit Mai 2016 in Abteilung 7 des Ministeriums des Inneren und für Sport eingegliedert.

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Landesentwicklungsprogramm (LEP)

 Dritte Teilfortschreibung des LEP IV

Der Ministerrat hat in seiner Sitzung am 4. Juli 2017 gemäß § 8 Absatz 1 Satz 5 des Landesplanungsgesetzes (LPlG) die Teilfortschreibung Erneuerbare Energien des Landesentwicklungsprogramms Rheinland-Pfalz (LEP IV) sowie gemäß § 8 Abs. 1 Satz 7 LPIG die Dritte Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung über das Landesentwicklungsprogramm (Dritte Teilfortschreibung LEP IV) beschlossen.

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Flächenziel für die Ausweisung von Raumordnungsgebieten

3.2 Regionalebene

 

Planungsträger

Planungsträger sind die Planungsgemeinschaften für die Regionen Mittelrhein-Westerwald, Trier, Rheinhessen-Nahe, Westpfalz und der Verband Region Rhein-Neckar für die Metropolregion Rhein-Neckar (§§ 12-15 Landesplanungsgesetz Rheinland-Pfalz (LPlG)). Die Planungsgemeinschaften setzen sich aus den kreisfreien Städten und Landkreisen im Gebiet einer Region zusammen. Die Regionalplanung für das Gebiet der kreisfreien Städte Frankenthal (Pfalz), Landau in der Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt an der Weinstraße, Speyer und Worms sowie der Landkreise Bad Dürkheim, Germersheim, Rhein-Pfalz-Kreis und Südliche Weinstraße bestimmt sich nach dem Staatsvertrag zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz über die Zusammenarbeit bei der Raumordnung und Weiterentwicklung im Rhein-Neckar-Gebiet vom 26. Juli 2005.

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 Instrumente der Regionalplanung

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Regionalpläne

In Rheinland-Pfalz gibt es in vier Planungsregionen und einer länderübergreifenden Metropolregion Regionalpläne. Diese sind bzw. werden derzeit unter Berücksichtigung der Inhalte des LEP IV fortgeschrieben und damit der aktuellen Verordnungslage angepasst.

Regionalplan Rheinhessen-Nahe

Regionaler Raumordnungsplan (ROP IV) Westpfalz

  • Teilfortschreibung 2014: seit 16.03.2015 in Kraft
  • Im Sommer 2018 wurde im Rahmen der dritten Teilfortschreibung der Entwurf zur Offenlegung bereitgestellt. Weitere Informationen zum ROP IV können hier abgerufen werden.

Regionaler Raumordnungsplan Region Trier

Raumordnungsplan der Region Mittelrhein-Westerwald

Teilregionalplan Windenergie der Metropolregion Rhein-Neckar

4. Planung und Genehmigung

Zuständigkeiten

Zuständig für die Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung sind die Kreisverwaltungen bzw. die Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte sowie die Verwaltungen der großen kreisangehörigen Städte (§ 1 i. V. m. Nr. 1.1.1.4 und 5 des Anhangs der Landesverordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Immissionsschutzes (ImSchZuVO)).

Die fachtechnische Beurteilung hinsichtlich des Immissionsschutzes (Lärm, Schattenwurf, Betriebssicherheit) und des Arbeitsschutzes erfolgen durch die Struktur- und Genehmigungsdirektionen. Dort werden u. a. die Formulare für die im Genehmigungsverfahren notwendigen Unterlagen angeboten.

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Rundschreiben

Das Rundschreiben enthält planerische Hinweise zur Raumordnung, zur Standortsteuerung durch die Bauleitplanung, zum Bauordnungs-, Immissionsschutz- und Naturschutzrecht und zum verwaltungsbehördlichen Verfahren.

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Weitere planungsrelevante Dokumente:

Leitfaden zum Bau und Betrieb von Windenergieanlagen in Wasserschutzgebieten

Der Leitfaden stellt dar, unter welchen Bedingungen der Bau von Windenergieanlagen in Wasserschutzgebieten möglich ist. Die landesweite Vereinheitlichung von Prüfkriterien für eine mögliche Befreiung vom Verbot der Errichtung von Windenergieanlagen in Wasserschutzgebieten der Schutzzonen II und III ist dabei die übergeordnete Zielsetzung.

* Das "Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten" wurde in "Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten" umbenannt.

5. Windenergie und Naturschutz

 

Naturschutzfachlicher Rahmen zum Ausbau der Windenergienutzung in Rheinland-Pfalz. Artenschutz (Vögel, Fledermäuse) und NATURA 2000-Gebiete

In dem Gutachten werden die speziellen naturschutzrelevanten Fragestellungen, insbesondere zur Beeinträchtigung von Vogel- und Fledermausarten und zur Planung von Windenergieanlagen in FFH- und Vogelschutz-Gebieten aufgegriffen, unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen dargestellt und zu fachlichen Empfehlungen oder Prognosen entwickelt.

Leitfaden zur visuellen Rotmilan-Raumnutzungsanalyse

Der Leitfaden zur visuellen Rotmilan-Raumnutzung stellt den Untersuchungs- und Bewertungsrahmen zur Behandlung von Rotmilanen bei der Genehmigung für Windenergieanlagen dar und gibt Orientierung bei der zielgerichteten Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Er dient als maßgebliche Ergänzung zum „Naturschutzfachlichen Rahmen zum Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz“.

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Karten zu Konfliktprognosen

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Eingriffsregelung

Landeskompensationsverordnung

Die Landesverordnung über die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft (Landeskompensationsverordnung – LkompVO) regelt näheres zum Vollzug der Eingriffsregelung.

Landeskompensationsverzeichnisverordnung

Näheres zum Vollzug des landesweiten Kompensationsverzeichnisses, das die Kompensationsmaßnahmen und die Maßnahmen aus Ersatzzahlungen sowie die dafür in Anspruch genommenen Flächen erfasst, regelt die  Landeskompensationsverzeichnisverordnung (LKompVzVO).

6. Windenergie im Wald

Laut der Teilfortschreibung des LEP (siehe Punkt 3.1) sollen landesweit mindestens zwei Prozent der Fläche des Waldes für die Nutzung durch die Windenergie zur Verfügung gestellt werden.

Rheinland-Pfalz hat bundesweit den größten Waldanteil mit einem Anteil von
42 Prozent an der Gesamtfläche des Landes. Unter Beachtung der Abstandserfordernisse von Siedlungen kann zur Erreichung der Energieziele laut der Landesregierung nicht auf Waldstandorte verzichtet werden.

Insbesondere die windhöffigen Höhenrücken sind in Rheinland-Pfalz meist bewaldet. Dort können besonders leistungsfähige Anlagen errichtet und mit relativ wenigen Anlagen eine große Energieausbeute erzielt werden. Dies führt zur Vermeidung einer wesentlich größeren Anlagenzahl auf tiefer gelegenen Standorten.

Aus naturschutzfachlichen Gründen sind Offenlandstandorte nicht per se weniger problematisch, da auch dort empfindliche Arten siedeln können. Alte Laubholzbestände sollen von der Windenergienutzung freigehalten werden (vgl. Punkt 3.1, Teilfortschreibung LEP IV).

7. Windenergie und Beteiligung

Solidarpakt für Windenergie

Der erste „Solidarpakt für Windenergie“ in Rheinland-Pfalz wurde 2009 geschlossen, um die Beteiligung an einem Windpark breiter auszugestalten und damit die Energiewende in Partnerschaft mit Kommunen und Bevölkerung voran zu treiben. Aufwand und Gewinn sollen gerechter verteilt werden und auch Kommunen, die über keine geeigneten Standorte verfügen, etwaige Auswirkungen jedoch zwangsläufig mittragen oder auf den Bau von Anlagen verzichten, profitieren. Die Gemeinden zahlen einen Teil ihrer Pachteinnahmen in einen gemeinsamen Fonds, der wiederum an alle beteiligten Kommunen verteilt wird. Bei Solidarpakten handelt es sich um ein freiwilliges Instrument, das individuell ausgestaltet werden kann. Seit 2012 beteiligt sich auch Landesforsten Rheinland-Pfalz, indem geeignete Standorte im Staatswald in kommunale Windparks eingebracht werden. Darüber hinaus führt Landesforsten Rheinland-Pfalz bis zu 30 Prozent seiner Pachteinnahmen an die kommunale Solidargemeinschaft ab.

Leitfaden Windenergie und Kommunen

Der Leitfaden beschreibt neben rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten der Wertschöpfungsoptimierung durch kommunale Beteiligungen insbesondere Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit.

* Neue Ressortzuordnung zum Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

8. Beratungs- und Vernetzungsstrukturen

  • Die Energieagentur Rheinland-Pfalz berät Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Bürger bei ihren Aktivitäten rund um die Energiewende in Rheinland-Pfalz. Sie informiert über die Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen und unterstützt durch Regionalbüros auch die Durchführung regionaler Projekte.

  • Das Landesnetzwerk BürgerEnergieGenossenschaften Rheinland-Pfalz hat unter anderem zum Ziel, die Interessen der Energiegenossenschaften im Land zu bündeln, den Erfahrungsaustausch unter den Energiegenossenschaften sowie mit anderen Akteuren der Energiewende zu unterstützen und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

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Weitere Akteure

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 Kommunale Spitzenverbände

9. Fördereinrichtungen, Fonds, Banken, andere Träger

  • Die Förderdatenbank des Bundes gibt einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst.



10. Bildung und Forschung

  • Die Technische Hochschule Bingen hat folgende Studiengänge in ihrem Lehrangebot: Regenerative Energiewirtschaft, Umweltschutz, Energie- und Gebäudemanagement, Regenerative Energiewirtschaft und Energie-Betriebsmanagement.

     

  • Die Fächer „Erneuerbare Energien“ und „Umweltorientierte Energietechnik“ können am Umweltcampus Birkenfeld studiert werden.

  • Am Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld werden u.a. folgenden Aufgaben verfolgt: Analyse von Stoff- und Energieströmen auf regionaler und betrieblicher Ebene und das Erkennen von Optimierungspotenzialen unter Berücksichtigung der Umsetzungsinitiierung.

  • Die Transferstelle Bingen (TSB) begleitet Kommunen, Industrie und Gewerbebetriebe beim Einsatz erneuerbarer Energien.

  • In der bundesländerübergreifenden Initiative Clusternetzwerk Energie und Umwelt haben sich ca. 70 Unternehmen, Institutionen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Umwelt und Energie zusammengeschlossen.

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Eine Übersicht zu allen Einrichtungen rund um die Themen Energie und Klima ist in der Broschüre „Energiewende in Rheinland-Pfalz“ in den Kapiteln 3.4 „Wissenschaft“ und 3.5. „Cluster, Netzwerke und Initiativen“ zu finden.

* Neue Ressortzuordnung zum Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

11. Windenergiestatistik

Installierte elektrische Leistung Windenergie an Land 

  • 2015: 2.908 MW, davon 896 MW im Wald
  • 2016: 3.117 MW, davon 1.033 MW im Wald
  • 2017: 3.365 MW, davon 1.045 MW im Wald

Quelle: www.foederal-erneuerbar.de; WEA im Wald: eigene Erhebung

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Anzahl der Windenergieanlagen an Land

  • 2015: 1.475 Anlagen, davon 352 im Wald
  • 2016: 1.545 Anlagen, davon 397 im Wald
  • 2017: 1.625 Anlagen, davon 424 im Wald

Quelle:www.foederal-erneuerbar.de; WEA im Wald: eigene Erhebung

Auf windguard.de werden auch Halbjahreszahlen veröffentlicht.

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Weitere Daten unter:

12. Wirtschaftliche Strukturen, Entwicklungen und Arbeitsmarkt

Anzahl der Beschäftigten im Bereich der Windenergiebranche: Über 3.600 (Stand April 2016)

"Aktuell arbeiten in Rheinland-Pfalz über 3.600 Beschäftigte im Bereich der Windenergiebranche. Bei der Windenergie und bei den Erneuerbaren Energien insgesamt besteht noch ein großes Potential für neue Arbeitsplätze."

„In Rheinland-Pfalz sind im Bereich der Erneuerbaren Energien aktuell 13.000 Menschen beschäftigt. Bei einer durchschnittlichen Bruttowertschöpfung im Land von 60.000 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr ergibt sich in diesem Bereich bereits heute eine Bruttowertschöpfung von 780 Millionen Euro im Jahr."

Allein im Jahr 2012 wurde in Rheinland-Pfalz durch Erneuerbare Energien im Strom- und Wärmesektor eine Gesamtwertschöpfung in Höhe von ca. 875 Millionen Euro erzielt. Davon entfielen 225 Millionen Euro auf die Windenergie. Für den rheinland-pfälzischen Mittelstand lassen sich bis zum Jahr 2020 durch die Energiewende Einsparpotenziale von knapp 500 Millionen Euro sowie Wertschöpfungspotenziale von 2,2 bis 3 Milliarden Euro pro Jahr identifizieren.

  • Quelle: „Quantifizierung der Potenziale der Energiewende für den rheinland-pfälzischen Mittelstand“ des Instituts für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit) und der TSB Bingen (Mai 2014)

13. Weitere Informationen

 

Publikationen

* Neue Ressortzuordnung zum Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

** Neue Ressortzuordnung zum Ministerium des Innern und für Sport.

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Tourismus

Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH hat Daten zu den touristischen Hot Spots (touristische Einrichtungen mit mehr als 20.000 Besuchern pro Jahr) und wichtigen Aussichten erheben lassen und stellt diese touristisch relevanten Daten den Trägern der Bauleitplanung und den Planungsgemeinschaften kostenfrei zur Verfügung. Ziel ist, dass die touristischen Belange bei der Aufstellung der Bauleitpläne besser berücksichtigt werden können.

Hunsrücker Windweg - Thalfang

Auf dem fünf Kilometer langen Hunsrücker Windweg können sich Besucher zu verschiedenen Themen der Windenergie umfassend informieren. Der Rundweg führt durch die Windparks Heidenburg und Berglicht und bietet sich auch für Familien und Schulklassen an.

Morbacher Energielandschaft

Auf dem Gelände des ehemaligen US-Munitionslagers Rapperath/Wenigerath entwickelt die Gemeinde Morbach zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Nutzungskonzepte für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. In der Energielandschaft sind 14 Windkraftanlagen mit einer jeweiligen Nennleistung von 2 MW in Betrieb.

Die Besucher können sich im Informationszentrum rund um das Thema Energie informieren. Zudem werden in der Energielandschaft offene Führungen für Einzelpersonen und Kleingruppen/ Familien angeboten.

Windenergielehrpfad – Alsenz-Obermorschel

Auf einem 2,8 km langen Windenergielehrpfad am Windpark „Lettweiler Höhe“ bei Alsenz-Obermorschel-Rehborn können sich Besucher über das Thema Windenergie, aber auch über die Region selbst informieren. Der Windpark hat 19 Anlagen und besitzt eine Gesamtleistung von knapp 50 MW.

Hängeseilbrücke Geierlay

Mithilfe von unter anderem den Einnahmen aus dem Windpark Mörsdorf, konnte 2015 die Hängeseilbrücke im Hunsrück eröffnet werden. Der 6,4 km lange Rundweg führt nicht nur über die Brücke, sondern bietet auch die Möglichkeit durch die „Energiegeschichten“ mehr über die Energieproduktion in Vergangenheit und Gegenwart zu erfahren sowie einer WEA etwas näher zu kommen.

Letzte Aktualisierung: November 2018