Bürgerwindpark Bütow-Zepkow

Bütow-Zepkow

Bütow-Zepkow
Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern


Kurzinfo zum Projekt

Projektierer: ENERCON GmbH
Betreiber: ENERCON, Bürgerwindgenossenschaft Müritz eG sowie Gut Bütow, Dr. Karl-Heinrich Niehoff
Aktueller Projektstatus: am Netz

Meilensteine:

  • Steuerung Regionalplan | Dezember 2011
  • Genehmigungsantrag | Juni 2013
  • Genehmigungsbescheid | Dezember 2015
  • Baubeginn | Februar 2016
  • Inbetriebnahme | Juni 2016

Anzahl WEA: 9 Anlagen des Typs E-101 mit je 3,05 MW und Umspannwerk
Leistung WEA: insgesamt 21,45 Megawatt
Größe der Fläche: ca. 150 ha Windeignungsgebiet


Artenschutzbelange, rechtliche Rahmenbedingungen, Genehmigungsverfahren

Kommunaler Klimaschutz

Die neu installierten Windenergieanlagen sind Teil einer Erweiterung eines Bestandswindparks aus der Zeit der Jahrtausendwende. Die umliegenden Gemeinden sind bereits mit der Windenergienutzung vertraut.

Mit einem Windparkfest zur Einweihung der genossenschaftlichen WEA wurde die Bauphase abgeschlossen und der erfolgreiche Betrieb der ersten Bürgerwindgenossenschaftsanlage in Mecklenburg-Vorpommern initiiert. Die Gemeinden und auch lokalen Entscheidungsträger haben im Sinne der Umsetzung der Anlagen konstruktiv mitgelenkt und -gewirkt. Gerade die Informationsweitergabe durch die Gemeindevertretung in Richtung der Anwohner wurde bereits früh im Projekt als Multiplikator identifiziert und genutzt.

Beteiligung im Planungsprozess

Öffentlichkeitsbeteiligung: Information | Konsultation und Dialog

Bürger-Infoveranstaltung | Infomesse zum Projekt | Infobriefe, Newsletter, Flyer o.ä. | Pressearbeit | Bürgerdialogveranstaltung | Ortsbegehung

Beteiligte in der Entwicklungsphase waren vor allem das Gut Bütow (örtlicher Landwirt), Naturwind Schwerin als Projektpartner, der Landkreis, die beiden umliegenden Gemeinden, die Bürgerwindgenossenschaft Waren/Müritz eG und die ENERCON GmbH. Schlüsselakteure und erste Ansprechpartner waren neben den o.g. vor allem die Ortsbürgermeister vor Ort.

Während der Planungs- und Gehmigungsphase hat es eine jährliche "Grünkohlwanderung" durch den Windpark gegeben, bei der Gemeindevertreter über den aktuellen Stand der Planungen informiert wurden.

Gemäß den Vorgaben des BImSchG waren die Träger öffentlicher Belange (zuständige Ämter; öffentliche Stellen; Verbände; Gemeinden) im Genehmigungsverfahren zu beteiligen. Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung konnten sich auch Anwohner und lokale Bürger zu dem Projekt äußern.

Die informelle Öffentlichkeitsbeteiligungen wurde vor allem im Zusammenhang mit Bürgerveranstaltungen in Vorbereitung der Genossenschaftsgründung sowie lokaler Energiemessen umgesetzt. Zusätzlich wurde regelmäßig über den aktuellen Stand im Rahmen der Gemeindevertretersitzungen informiert. Gerade über die Veröffentlichungen in den Ortslagen zu dem Stand des Verfahrens sowie der Möglichkeit der Beteiligung am Genehmigungsverfahren wurden freiwillige Informationsmaßnahmen mit dem formellen Verfahren verknüpft.

Kommunikative Prozesse zwischen den Akteuren

Die Gemeinden und auch lokalen Entscheidungsträger haben im Sinne der Umsetzung der Anlagen konstruktiv mitgelenkt und -gewirkt. Gerade die Informationsweitergabe durch die Gemeindevertretung in Richtung der Anwohner wurde bereits früh im Projekt als Multiplikator identifiziert und genutzt.

Die Informationen wurden meist lokal und über die bekannten Medien wie Postwurfsendungen oder Informationsveranstaltungen transportiert. Die konkrete Anzeige zur Auslage der Genehmigungsinhalte wurde über das Amtsblatt und die Schaukästen in den Gemeinden veröffentlicht. Zur Inbetriebnahme der ersten Windräder im Windpark haben die zukünftigen Betreiber ein Windparkfest organisiert und sich vorgestellt.

Der Dialog wurde in den meisten Veranstaltungen über Frontalpräsentationen mit anschließender Diskussion abgebildet. Neben diesen Infoabenden gab es zusätzliche Informationskanäle über die Ortsbürgermeister und -gremien mit welchen wir uns im ständigen Austausch befunden haben. Auch bei dem Windparkfest zur Einweihung der Bürgerwindgenossenschaftsanlage waren alle Beteiligten vor Ort und greifbar.

Finanzielle Teilhabe

Finanzielle Teilhabe: aktive finanzielle Bürgerbeteiligung

Bürger produzieren mit | Bürger sind beteiligt über Pachteinnahmen | Kommune profitiert durch Gewerbesteuer | Kommune profitiert anders

Ein Windrad wurde als Bürgerwindgenossenschaftsanlage konzipiert und alle Anwohner hatten die Möglichkeit, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen. Die in 2015 neu gegründete Bürgerwindgenossenschaft Müritz eG hat 85 Mitglieder aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, die mit Einlagen ab 2.500 EUR (je 25 Anteile à 100 EUR) direkt in das Windrad investieren konnten. Das EIgenkapital von 850.000 EUR konnte über die Einlagen der Genossenschaftsmitglieder eingebracht werden. Für diese Beteiligung hat die Genossenschaft proaktiv in Form von Infoveranstaltungen vor Ort geworben.

Drei weitere Windenergieanlagen werden darüber hinaus durch das ortsansässige Gut Bütow betrieben. Nach teilweise zähen Jahren des Projektfortschritts ist das über allem stehende Ziel, die lokale Wertschöpfung zu stärken, mit einem regionalen Eigenbetriebsanteil von 50 Prozent erfüllt worden.

Beteiligungsdatenbank

Ansprechpartnerin

Bettina Bönisch

T +49 30 64 494 60-64
boenisch[at]fa-wind.de